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Frankfurter Jurist prägte Synode

Hessen-Nassau trauert um streitbaren und humorvollen Synodalen Schumacher

Evangelischer RegionalverbandMax SchumacherMax Schumacher

Der Frankfurter Jurist Max Schumacher ist tot. Er prägte die synodalen Debatten in der EKHN fast zwei Jahrzehnte lang mit ebenso spitzen wie humorvollen Beiträgen.

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau trauert um Max Schumacher. Das langjährige Mitglied der hessen-nassauischen Kirchensynode starb am 24. April 2021 im Alter von 73 Jahren nach schwerer Krankheit. Der Frankfurter Jurist gehörte von 1986 bis 2004 der Kirchensynode an. Schumacher war Mitglied im Rechtsausschuss sowie zeitweise Vorsitzender des Benennungsausschusses. Darüber hinaus vertrat der promovierte Rechtswissenschaftler die EKHN von 1991 bis 2008 in der Synode der EKD.

Jurist Schumacher vielfach ehernamtlich enagiert 

Der Rechtsanwalt und Notar war zudem über viele Jahre Mitglied der Regionalversammlung, dem Parlament des Evangelischen Regionalverbandes in Frankfurt. Schumacher hatte weitere zahlreiche Ehrenämter inne, zum Beispiel in der Christus-Immanuel-Gemeinde im Frankfurter Westend und als Vorsitzender des Verwaltungsrates beim Evangelischen Verein für Innere Mission Frankfurt am Main sowie bei der Diakonie Hessen. Bekannt ist er Fußballfans zudem als Verwaltungsratsvorsitzender von Eintracht Frankfurt, der dort zwischen 2012 und 2017 viele Neuerungen durchsetzte.  

Max Schumacher prägte Synodendebatten 

Max Schumacher prägte über fast zwei Jahrzehnte viele Synodaltagungen mit seiner Wortgewandtheit. Synodalpräses Ulrich Oelschläger bezeichnete Schumacher als Redner, der sich in die Debatten „streitbar und mit Humor“ eingebracht habe. Nach Worten von Oeschläger war Schumacher vor allem durch die Ausschussarbeit intensiv an den Reformvorhaben der hessen-nassauischen Kirche beteiligt. Oelschläger: „Dankbar erinnern wir uns an sein Engagement und trauern mit seinen Angehörigen. Gottes Barmherzigkeit und Frieden mögen sie begleiten.“

Zum Abschied ein Gedicht 

Zu seinem Abschied aus der hessen-nassauischen Synode 2004 trug Schumacher ein selbst verfasstes Gedicht vor: „Ein einfacher Synodaler, / der wagt sich in die Bütt, / er will noch etwas sagen, / er schaut noch mal zurück. / Hier wurde viel gequasselt /  und manches auch vermasselt. / Erst wurde hin und her gerungen, / danach haben alle brav gesungen: / Heile heile Gänschen, / es wird alles wieder gut, / die Kirche ist ein Pflänzchen, / sie braucht nur etwas Mut. / Dekanatsstrukturreform, / Regionalverwaltungsreform, / Kirchenverwaltungsreform, / das waren dicke Brocken, /  das kostete viel Kraft. / Die Gemeinden blieben hocken / und wir schmorten oft im eigenen Saft. / Wir haben geschnitten und geliftet, / gepolstert und gerafft, / unsere Kirche neu hergerichtet, / gar manches auch geschafft. / Nun ist sie fast ganz fertig, / sie hat sogar `nen Zopf, / doch eins, das muss noch warten, / das ist ihr neuer Kopf.

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Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.

Amen.

Matthäusevangelium 6,9-13

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