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Gottesdienst in Worms

Sophie Scholl ist Thema im Gottesdienst mit Stellvertretender Kirchenpräsidentin

EKHN/Rudolf UhrigUlrike Scherf in der Wormser DreifaltigkeitskircheUlrike Scherf in der Wormser Dreifaltigkeitskirche

Ulrike Scherf ist am 6. Juni in Worms zu Gast und predigt in der Dreifaltigkeitskirche über das, was heute von Martin Luther und Sophie Scholl zu lernen ist.

Ulrike Scherf, Stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), predigt am kommenden Sonntag, 6. Juni, um 10 Uhr in der Wormser Dreifaltigkeitskirche. Thema der Feier wird die Widerstandskämpferin Sophie Scholl sein. Im Gottesdienst soll zugleich auf die bevorstehende Landesausstellung zu 500 Jahren Wormser Reichstag „Hier stehe ich. Gewissen und Protest“ vorausgeblickt werden. In der Schau ab 3. Juli sind auch persönliche Stücke aus dem Nachlass Sophie Scholls zu sehen. Die Schülerin wurde 1943 wegen ihres Engagements in der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ hingerichtet. Scholl wäre am 9. Mai 100 Jahre alt geworden. Den Gottesdienst am Sonntag gestalten unter anderem Pfarrer Johannes Fey und Kantorin Ellen Drolshagen.   

Lebenszeugnis von Sophie Scholl auch beeindruckendes Glaubenszeugnis

Hessen-Nassaus Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf sieht im Lebenszeugnis von Sophie Scholl auch ein „beeindruckendes Glaubenszeugnis“. In ihrer Predigt am Sonntag wird sie den Beweggründen der Schülerin für ihr Engagement gegen das Nazi-Regime nachgehen. Nach Ansicht Scherfs hat Scholl ihrem Gewissen und Gott mehr gehorcht, als Menschen. Dies sei auch vorbildhaft für heute. Scherf. „Wir leben – Gott sei Dank – in einem Land, in dem wir nicht um unser Leben bangen müssen, wenn wir für unsere Überzeugungen einstehen“. Dennoch sei auch hierzulande immer wieder wieder Mut gefragt, „einzustehen für unser Vertrauen auf Gott und für die Liebe Gottes zu allen Menschen“. Als Beispiele nennt Scherf die Notwendigkeit, Hass im Netz zu begegnen, Verschwörungstheorien zu widersprechen, antisemitischen Parolen und jeglicher Form von Diskriminierung entgegen zu treten. Scherf: „Unser Mut ist gefragt, unseren Glauben zu bekennen. Den Mut, zu sagen: ‚Ja, ich glaube an Gott. Das Vertrauen auf Gott hilft mir im Leben.‘  Auch wenn der Kollege oder die Chefin mich belächelt, oder mein Nachbar jeden Glauben für verdächtig und überholt hält.“

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Beten mit Worten der Bibel:

Gott,
wir erfassen kaum, was auf Erden ist,
und begreifen nur schwer,
was wir in Händen haben.
Was aber im Himmel ist, wer hat es erforscht?
Und wer hat deinen Ratschluss erkannt?
Es sei denn, du hast Weisheit gegeben und
deinen heiligen Geist aus der Höhe gesandt.
Amen

(Weisheit 9,16 ff)

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