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Osterlockdown

Statement Osterlockdown: EKHN zu Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz

© Hilke Wiegers / fundus.ekhn.de

Bei den Bund-Länder-Gesprächen am 22. März fielen weitere Entscheidungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Kirchen wurden dabei gebeten, über Ostern auf Präsenzgottesdienste zu verzichten. Auch die EKHN wurde davon überrascht.

Der Beschluss der jüngsten Bund-Länder-Konferenz vom 22. März mit der Bitte an die Religionsgemeinschaften, über die Osterfeiertage auf Präsenzgottesdienste zu verzichten kommt auch für die Evangelische Kirche in Hessen udn Nassau überraschend. Die Maßnahme betrifft mit Ostern das wichtigste Fest der Christenheit. Es gab dazu im Vorfeld keinerlei Hinweise an die Kirchen, dass der Verzicht auf Präsenzgottesdienste zum neuen Maßnahmenpaket gehören wird. Es wurde von der Politik bisher auch nicht erläutert, warum die bundesweit bewährten Hygieneschutz-Maßnahmen, die alle Landeskirchen für ihre Gottesdienste haben, nun nicht mehr ausreichen sollen. Bisher liegen auch die Rahmenbedingungen zur genauen Umsetzung des Beschlusses nicht vor. Für Donnerstag ist auch ein Gespräch mit der hessischen Landesregierung anberaumt. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hält die Gemeinden auf ihrer Homepage www.ekhn.de  über die aktuelle Situation auf dem Laufenden.

Bundesweiter Abstimmungsprozess läuft 

Gegenwärtig versuchen die Kirchen bundesweit, die Lage zu sondieren und sich gegenseitig abzustimmen. Die EKHN führt aktuell Gespräche mit den evangelischen Nachbarkirchen. Auch die katholischen Kirchen sollen einbezogen werden. Am Mittwoch tritt zudem die Kirchenkonferenz aus allen 20 Mitgliedskirchen der EKD zusammen, von der Hinweise zum gemeinsamen Vorgehen erwartet werden. Es zeichnet sich ab, dass bis Donnerstagabend eine möglichst einheitliche Orientierung vorliegen könnte, wie die Kirchen auf die neue Situation reagieren.

EKHN-Krisenstab regt mehr Online-Veranstaltungen an  

Dem Krisenstab der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ist bewusst, dass dies keine einfache Situation für die Gemeinden ist und die Zeit zur Vorbereitung auf Ostern äußerst knapp ist. Er regt deshalb die Gemeinden an, bereits jetzt verstärkt auf digitale Formate für die Gottesdienste an den Feiertagen zuzugehen. Auf einer Sonderseite sind bereits Ideen für verschiedene Gottesdienstformen von digitalen Formaten bis zum Ostergottesdienst zuhause zusammengefasst www.unsere.ekhn.de/osterideen

Irritierrende Kommunikation von Politik 

Nach Worten von EKHN-Pressesprecher Volker Rahn hat das  alles "wenige Tage vor dem wichtigsten Fest der Christenheit erneut eine schwierige Situation für alle Gemeinden erzeugt, die mit vorausschauender Kommunikation leicht hätte verhindert werden können." Rahn: "Viele Gemeinden haben für die wichtigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie volles Verständnis. Sie sind aber zum wiederholten Mal über den kurzfristigen Kurswechsel der Politik ausgerechnet vor hohen Festtagen irritiert." Seiner Meinung bestehe die Gefahr, dass der Appell in Gemeinden und an der Kirchenbasis diesmal im Gegensatz zu früher weit weniger Akzeptanz findet. In der katholischen Kirchen sei dies bereits deutlich wahrnehmbar. 

Auf einer Sonderseite zu Ostern sind Ideen für verschiedene Gottesdienstformen zusammengefasst.  

Der Krisenstab der EKHn beräten weiter die Situation. Er  wirden die vorliegenden Ergebnisse des Bund-Länder-Gesprächs bewerten, mit anderen Landeskirchen abstimmen und spätestens Donnerstagabend  per E-Mail und Internet über das weitere Vorgehen beraten.   

Aktuell gültige Corona-Empfehlungen für die EKHN:
https://unsere.ekhn.de/themen/infos-corona-pandemie.html

 

 

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Jetzt in diesen Zeiten.
Wo Ungewissheit uns umtreibt.
Vor dem Virus, das sich ausbreitet.
Oh Gott,
wir wollen daran denken,
dass du von Urzeiten her –
deine Hand über uns hältst.

(nach Doris Joachim)

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