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Horst Krockert feiert 90. Geburtstag

Pfarrer, Parlamentarier, Pressemann

EKHN/Roger TöpelmannHorst Krockert

Ein bewegtes Leben zwischen Kirche, Gesellschaft und Politik: Horst Krockert feiert seinen 90. Geburtstag.

Darmstadt/Wiesbaden, 17. Februar 2014. Am Montag, 17. Februar, hat der erste Leiter des Amtes für Industrie- und Sozialarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und vormalige Leiter der Öffentlichkeitsat der EKHN, Oberkirchenrat i.R. Horst Krockert, seinen 90. Geburtstag gefeiert. Der heute in Wiesbaden lebende evangelische Theologe war in den 1970er und 1980er Jahren auch elf Jahre lang Mitglied des Deutschen Bundestags für die SPD.

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung würdigte Krockert als einen „wichtigen Vermittler zwischen Glauben und Gesellschaft“. Seinem Engagement als erster Leiter des Amtes für Industrie- und Sozialarbeit, seiner langjährigen politischen Arbeit als Bundestagsabgeordneter und schließlich seiner Tätigkeit als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der EKHN habe die Kirche viel zu verdanken. Jung sagte: „Horst Krockert war für die Kirchenleitung über viele Jahre hinweg ein wichtiger Ratgeber. Weil er gesellschaftliche Ereignisse präzise analysierte und theologisch durchdachte, brachte er wichtige Impulse in die evangelische Kirche“. Gleichzeitig habe er sich immer dafür eingesetzt, auch die kirchlichen Argumente in die gesellschaftlichen Debatten einzubringen und dort vernehmbar zu machen.

Zur Person

Horst Krockert wurde am 17. Februar 1924 in Briezen an der Oder geboren. Als Berufsoffizier geriet er während des Zweiten Weltkriegs in Kriegsgefangenschaft, wo die Lektüre der Bibel seinem leben eine neue Richtung gab. Nach der Rückkehr arbeitete er zunächst als Hotelsekretär. Anfang der 1950er Jahre studierte er dann in Mainz und Göttingen evangelische Theologie. Nach dem Vikariat in Mainz-Amöneburg bildete er im Predigerseminar der EKHN in Friedberg selber Vikare aus. 1959 wurde er für acht Jahre in Mainz Referent in der Gossner Mission, die mit Industriepraktika für den theologischen Nachwuchs und andere Veranstaltungen den Kontakt zwischen Kirche und Arbeitswelt vertiefte. Dieses Verhältnis lag ihm sehr am Herzen.

 Deshalb übernahm Krockert 1967 die Leitung des neu geschaffenen Amtes für Industrie- und Sozialarbeit der EKHN, das heute im Mainzer „Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung“ aufgegangen. 1969 erhielt er von seinem Wiesbadener Wahlkreis ein Direktmandat für den Bundestag, dem er für die SPD drei Legislaturperioden lang angehörte.1981 übernahm er eine Pfarrstelle in der Wiesbadener Oranier-Gemeinde, folgte dann aber bereits ein Jahr später der Bitte der Kirchenleitung, die Leitung der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der EKHN und damit auch das Amt des Pressesprechers der Kirchenleitung zu übernehmen. Im März 1989 ging er in den Ruhestand. Krockert ist verheiratet. Er hat drei Söhne.

 

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Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Lukas 21, 28

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von david-hertle / unsplash

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