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Spatenstich für Seniorenzentrum

Größtes soziales Bauprojekt in Erzhausen startet mit Kirchenbeteiligung

EKHN2017 sollen die ersten Bewohner einziehen: künftiges Seniorenzentrum Erzhausen2017 sollen die ersten Bewohner einziehen: künftiges Seniorenzentrum Erzhausen

Es ist das größte soziale Bauprojekt aller Zeiten in Erzhausen: Bis 2017 entsteht in dem Ort im Dekanat Darmstadt-Land ein Seniorenzentrum. Die Kirchengemeinde hatte vor 20 Jahren die Idee, die hessen-nassauische Kirche beteiligt sich nun mit 9 Millionen Euro.

Erzhausen, Darmstadt, 4. Dezember 2015. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) beteiligt sich am Bau eines neuen Seniorenzentrums in Erzhausen im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Die Zentrale Pfarreivermögensverwaltung (ZPV) der hessen-nassauischen Kirche investiert in das Gemeinschaftsprojekt mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO), dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) sowie der Evangelischen Kirchengemeinde Erzhausen rund neun Millionen Euro, wie der Geschäftsführer der Pfarreivermögensverwaltung, Oberkirchenrat Markus Keller, am Freitag (4. Dezember) mitteilte. Das neue „Zentrum für Wohnen und Pflege für Senioren in Erzhausen“ soll demnach die gesamte Bandbreite von Angeboten in der modernen Altenhilfe abdecken. So wird es in der Einrichtung 48 Wohnplätze für Pflege und Betreuung, zwölf Plätze für demenziell erkrankte Senioren, eine Tagespflege mit ebenfalls zwölf Plätzen sowie eine ambulante Pflegedienststation geben. Hinzu kommen nochmals 13 Wohnungen, in denen Seniorinnen und Senioren selbstbestimmt über den Umfang der Betreuung entscheiden können. 

Die Planungszeit für die Anlage im Kiefernweg betrug mehr als sechs Jahre. Der Bau auf einem Grundstück der Kirchengemeinde Erzhausen soll bis Ende 2017 fertiggestellt sein. Das Geld der ZPV stammt von Kirchengemeinden im Gebiet der hessen-nassauischen Kirche, für die die Vermögensverwaltung Kapital treuhänderisch anlegt. Sie verfolgt bei der Anlage von kirchlichem Vermögen das Ziel, vor allem in Projekte zu investieren, die kirchlichen, diakonischen oder sozialen Zwecken dienen. Das Zentrum für Wohnen und Pflege in Erzhausen ist die zwölfte Immobilie im Bestand der Pfarreivermögensverwaltung. Der ASB hat nach eigenen Angaben bereits Erfahrungen mit ähnlichen Projekten gesammelt, ist aber erstmals eine Kooperation mit der evangelischen Kirche und einem weiteren Träger eingegangen. 

Der Erzhäuser Bürgermeister Rainer Seibold bezeichnet das Seniorenzentrum als „größtes soziales Bauprojekt“, das es jemals in Erzhausen gab“. Es sei ein Gewinn an Lebensqualität und eine soziale Bereicherung. Seibold: „Gerade in Zeiten, in denen der demographische Wandel und die Notwendigkeit über neue Formen des Zusammenlebens diskutiert wird, bereichert dieses in ihrer Vielfalt bestechende Seniorenpflegezentrum unseren Ort“. Das Projekt zeige, was mit gemeinsamem Handeln erreicht werden könne. 

Der Geschäftsführer der ZPV Markus Keller, der auch für die Liegenschaftsverwaltung der EKHN zuständig ist, freut sich, dass der Bau verwirklicht werden konnte: „Die Vielfalt der geplanten Angebote für ältere Menschen und die Zusammenarbeit unter den Projektbeteiligten ist zukunftsweisend, wie dem demografischen Wandel in unserer Gesellschaft begegnet werden kann“. Der für das Zentrum verantwortliche Kasseler Architekt Mario Lang atmet auf, dass es nach dem ersten Vorkonzept aus dem Dezember 2009, dem Architektenwettbewerb zwei Jahre später und der Klärung von Finanzierungsfragen „endlich losgeht“. Lang: „Wenn Ende 2017 die ersten Erzhäuser hier übernachten können, haben wir alle gemeinsam auch viel richtig gemacht.“ 

Prof. Dietrich Neumann von der Evangelischen Kirchengemeinde Erzhausen erinnert an die ersten Überlegungen zur Umsetzung des Projektes, die bereits vor 20 Jahren begonnen hätten. „Mit wie vielen Interessierten,  Interessenten, Betroffenen, Behörden und Institutionen verhandelt wurde, ist kaum noch überschaubar“, so Neumann. Die Aufzeichnungen dazu füllten fünf Aktenordner und eine Schublade mit Zeichnungen und Plänen. Neumann: „Aller Einsatz war oft gegen immer neue Zweifler und Skeptiker zu  leisten. Bei mir überwiegt jetzt die Erleichterung, dass es nun geschafft ist.  

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Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!

2. Korinther 6, 2

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Hans Genthe

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