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Eröffnung Brot für die Welt

Satt ist nicht genug: Zukunft braucht gesunde Ernährung

Brot für die WeltBrot für die Welt: Mangelernährung ist das große Thema. Blick über ein Versuchsfeld in Indien mit Dr. Vandana Shiva inmitten von Fingerhirse. Brot für die Welt: Mangelernährung ist das große Thema. Blick über ein Versuchsfeld in Indien mit Dr. Vandana Shiva inmitten von Fingerhirse.

Jeder dritte Mensch auf der Welt leidet unter Mangelernährung. Das war auch das Thema bei der regionalen Eröffnung der diesjährigen Aktion Brot für die Welt in Dautphe mit der Stellvertretenden hessen-nassauischen Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf.

Bildergalerie

Ulrike Scherf in Dauthpe bei der Eröffnung von Brot für die Welt. Konfirmandinnen (v.l.) Carolin Döring, Lilli Stark und Theresa Hartmann in ihrem Anspiel während des Eröffnungs-Gottesdienstes für die 57. "Brot für die Welt"-Aktion in Dautphe Der Posaunenchor Dautphe unter der Leitung von Christine Frank und Florian Ehrlich gestaltete den festlichen Eröffnungs-Gottesdienst musikalisch mit. Die historische Martinskirche in Dautphe war Schauplatz des Eröffnungs-Gottesdienstes für die 57. "Brot für die Welt"-Aktion der EKHN und der EKKW.
EKHN / Klaus KordeschStartschuss für Brot für die Welt in Dautphe: (v.l.)  Oberkirchenrat Detlev Knoche, die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN, Pfarrerin Ulrike Scherf, die Dautpher Pfarrer Dr. Reiner Braun und Rüdiger Jung, Oberlandeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter und Dr. Ute Greifenstein.Startschuss für Brot für die Welt in Dautphe: (v.l.) Oberkirchenrat Detlev Knoche, die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN, Pfarrerin Ulrike Scherf, die Dautpher Pfarrer Dr. Reiner Braun und Rüdiger Jung, Oberlandeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter und Dr. Ute Greifenstein.

Dautphe, Darmstadt, Kassel, 29. November 2015. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck haben am Sonntag (29. November) in Dautphe im Landkreis Marburg-Biedenkopf gemeinsam die 57. Aktion von Brot für die Welt eröffnet. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Satt ist nicht genug! Zukunft braucht gesunde Ernährung“ und will den Blick auf den sogenannten „stillen Hunger“ lenken. Dabei geht es nach Angaben der evangelischen Hilfsorganisation um die Ursachen und die Folgen von Mangelernährung.

Die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Ulrike Scherf, stellte in ihrer Predigt beim Eröffnungsgottesdienst trotz aller Krisen die biblische Verheißung von Frieden und Gerechtigkeit in den Mittelpunkt. Mit Blick auf die aktuelle politische Situation in der Welt sagte sie: „Frieden kann nicht mit Gewalt herbeigeführt werden.“. Gerade angesichts der Angst vieler vor Terror und Krieg entfalte „die universale biblische Friedensbotschaft eine Kraft, die stärkt und tröstet“.

Die Adventsbotschaft mache zudem Mut, nicht in Grenzen zu denken, sagte Scherf. „Frieden und Gerechtigkeit gelten allen Menschen, überall auf der Welt“, so Scherf. „Man kann keinen Menschen abweisen, der aus existentieller Bedrohung durch Verfolgung und Krieg nach Europa kommt.“ Und: „Wir können die Augen nicht vor Mangelernährung verschließen, unter der so viele Menschen weltweit leiden.“ Gerechtigkeit heiße hier konkret, dass Menschen nicht nur satt werden müssen, sondern sich „nachhaltig und gesund ernähren können müssen“.

Am Gottesdienst mit Posaunenchor und einem Anspiel durch Konfirmandinnen nahmen neben den beiden Gemeindepfarrern Dr. Reiner Braun und Rüdiger Jung auch Oberlandeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter, Ökumenedezernentin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, und Oberkirchenrat Detlev Knoche, Leiter des Zentrums Oekumene in Frankfurt, als Vertreter beider Kirchen teil.

Hintergrund 57. Aktion Brot für die Welt.

Nach Angaben von Brot für die Welt leiden weltweit zwei Milliarden Menschen, das ist etwa jeder Dritte weltweit, unter Mangelernährung. Für eine gute körperliche und geistige Entwicklung seien Nährstoffe wie Eiweiß, Eisen, Zink, Jod und Vitamine unerlässlich. Eine Ernährung mit einer nur ungenügenden Menge an Vitaminen und Nährstoffen mache zwar satt, sie hinterlasse aber bleibende Schäden. Besonders gelte dies nach Angaben der Hilfsorganisation für Kinder: „Mangelernährung in den ersten Lebensjahren kann später meist nicht mehr ausgeglichen werden und hat lebenslange Folgen“. Mit der Initiative „Satt ist nicht genug!“ wolle Brot für die Welt zur Lösung dieses globalen Problems beitragen. Zudem kritisiert Brot für die Welt, dass die „agroindustrielle Landwirtschaft sich einseitig auf Produktionssteigerung mit Monokulturen konzentriert, die hohe Gaben von Mineraldünger und Pestiziden brauchen und den Ressourcenschutz vernachlässigen“. Auch nehme die Konkurrenz um Land immer mehr zu: „Immer weniger Land wird für die Produktion von Nahrungsmitteln, immer mehr für den Anbau von Futtermitteln und Energiepflanzen in reichen Ländern gebraucht“.

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