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Herbstsynode 2015

Lob für Hessen-Nassaus Flüchtlings-Engagement aus Tschechien

EKHNJoel RumiJoel Ruml ist der oberster Repräsentant der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in der Tschechischen Republik

Joel Ruml, der oberste Repräsentant der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in der Tschechischen Republik, war in Frankfurt zu Gast und sprach vor der Synode.

Frankfurt, 28. November 2015. „Ihr Land hat schon langjährige Erfahrungen mit multikulturellen und nationalen Fragestellungen. Ich bin froh, dass wir diese nutzen können“, denn der tschechischen Gesellschaft fehlten diese aufgrund der „früher herrschenden Ideologie“ derzeit noch. Darauf hat Joel Ruml, Synodalsenior und damit oberster Repräsentant der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in der Tschechischen Republik am Freitag auf der in Frankfurt am Main tagenden Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hingewiesen. Beide Kirchen unterhalten eine Partnerschaft.
 
„Wir müssen mit der Angst vor dem Unbekannten umgehen sowie mit vielen negativen Reaktionen gegenüber denen, die jetzt kommen“, denn die die Gesellschaft in Tschechien habe mit fremden Religionen und Kulturen noch keine Erfahrung, erläuterte Ruml. Die Tatsache, dass jetzt Menschen aus Gebieten kommen, die vom sogenannten Islamischen Staat beherrscht werden, rufe „Panikreaktionen in der tschechischen Gesellschaft“ hervor. Dazu komme „der Populismus mancher Politiker“. Er verstärke „den Weg der Gesellschaft in fast so etwas wie eine Sackgasse der Sorge um sich selber und der Gleichgültigkeit gegenüber den Nächsten“, bedauerte Ruml und bat „freundlichst um Verzeihung aller Exzesse und unklarer Äußerungen und Auftritte mancher unserer Politiker.

Die Stimme der Kirche ist klar

Die Stimme seiner Kirche sei in der Gesellschaft zwar nicht so kräftig, doch „ist sie klar“, sagte Ruml: „Unsere Kirche hat mehrmals ihre Unterstützung für die Aufnahme von Flüchtlingen zum Ausdruck gebracht, sie appelliert an die Politiker für größeren Mut und sinnvolle Argumentation.“ Seine Kirche habe sich der Erklärung der leitenden Geistlichen der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Flüchtlingssituation angeschlossen. „Ein langer Weg erwartet uns“, warnte Ruml, zumal sich der von Krieg und Völkermord in Syrien motivierten Migration eine weitere von Klimaveränderungen hervorgerufene Migration anknüpfen könne.
 
Tschechien gehöre „zu den zivilisierten Ländern, die imstande sind, Heimat und Sicherheit denen anzubieten, die in Gefahr sind und denen es ums Leben geht,“ sagte Ruml weiter. Aber Tschechien sei „immer noch ein Land, das sich in Richtung Demokratie und ein Leben in Freiheit bewegt.“ Es brauche „noch eine gewisse Zeit für das politische und persönliche Reifen“.
 
Seine Kirche setze sich dafür ein, „dass die Umgebung und das Denken kultiviert wird und dass die Gesellschaft allmählich zu den freien, demokratischen und toleranten Ländern zählt, zu denen sie langfristig gehört“. Ruml erinnerte an den 600. Jahrestag des Märtyrertodes des böhmischen Reformators Jan Hus. Seine Verbrennung als Ketzer auf dem Konzil in Konstanz erinnere daran, „wie wichtig Freiheit und Toleranz sind“. Hus hatte die Kirche bereits 100 Jahr vor Martin Luther reformieren wollen und gilt als eine der zentralen Persönlichkeiten der reformatorischen Bewegung weltweit.
 
Ruml verabschiedete sich mit seinem Grußwort von der EKHN. Sein Amt endet nach sechs Jahren und geht an Daniel Ženatý über.

Berichte des Kirchenpräsidenten

Aktuelle Berichte und Videos zur Synode der EKHN

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Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Hans Genthe

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