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Karl Heinrich Schäfer erhält mit der MartinNiemöller-Medaille die höchste Auszeichnung der EKHN

„Bedeutende Persönlichkeit der EKHN“

Frankfurt, 19. November 2010. Vor der gegenwärtig in Frankfurt tagenden Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat Kirchenpräsident Dr. Volker Jung am Freitag in einer Feierstunde dem ehemaligen Präses der Synode Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer die MartinNiemöller-Medaille überreicht.

Die nach dem ersten Kirchenpräsidenten der EKHN benannte Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die EKHN vergibt. Mit ihr wird langjähriges herausragendes ehrenamtliches Engagement geehrt.

In seiner Laudatio bezeichnete Klaus Eibach, der ehemalige Propst für Oberhessen, der Heimat Schäfers, den Geehrten als „bedeutende Persönlichkeit der EKHN“. Schäfer habe „drei Amtsperioden lang die Rechte und Pflichten der Synode konsequent wahrgenommen und diese umfängliche Leitungsaufgabe mit Geschick, hoher Präsenz und souverän“ ausgefüllt. Dabei habe er „das demokratische Bewusstsein in der Synode gefördert“ und „das Laienelement in unserer Kirche betont und sichtbar gemacht“. Schäfer habe „Glauben und politisches Handeln stets aufeinander bezogen und stehe für eine Kirche, die nicht für sich bleibe, sondern sich für und in der Gesellschaft engagiere.
Der Präses der Kirchensynode Dr. Ulrich Oelschläger bezeichnete es als passende Symbolik, dass Schäfer die Medaille im Ausweichquartier der Synode im Plenarsaal des Frankfurter Rathauses in Empfang nehme, denn Schäfer habe sich immer als „Schnittstelle zwischen Staat und Kirche“ gesehen.

Zur Person

Dr. Karl Heinrich Schäfer wurde am 8. September 1947 im oberhessischen Lich geboren. Nach einer Tätigkeit als Richter in Nordrhein-Westfalen von 1973 bis 1975 war er bis 2002 im hessischen Justizvollzug aktiv, unter anderem als Leiter der Justizvollzugsanstalten in Butzbach und Schwalmstadt und zuletzt als stellvertretender Abteilungsleiter im Hessischen Ministerium der Justiz. Seit 2002 ist er Direktor beim Hessischen Rechnungshof in Darmstadt und Leiter der Prüfungsabteilung für Personal und Organisation.
Schäfer promovierte 1986 zum Dr. jur. an der Universität in Mainz. Von 1984 bis 1996 übernahm er einen Lehrauftrag für Strafvollzugsrecht an der Fachhochschule in Frankfurt. Seit 2004 hat er einen Lehrauftrag an der Evangelischen Fachhochschule in Darmstadt inne. Seit 2005 ist er dort Honorarprofessor.
Von 1991 bis 2003 war Schäfer Mitglied im Kirchenvorstand Naurod. Von 2003 bis 2009 gehörte er der Dekanatssynode Wiesbaden an. Von 1992 bis 1994 war er Mitglied im Vorstand der Kirchensynode sowie in der Kirchenleitung der EKHN. Im April 1994 wurde er zum Präses der Kirchensynode gewählt und im Amt zweimal wieder bestätigt. Im Juni 2010 schied er aus diesem Amt aus. Seit 2003 gehört er der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie der Diakonischen Konferenz der EKD an. Schäfer engagierte sich im Beirat der Diakonischen Akademie Stuttgart, in der Evangelischen Akademie Arnoldshain, im Vorstand des Fliednervereins Rockenberg sowie im Arbeitskreis Sport und Justizvollzug sowie im Landeskontaktausschuss Kirche und Sport. Außerdem ist er Vorsitzender im Kuratorium der Kinder- und Jugendstiftung der EKHN.
Schäfer ist bis heute aktiver Sportler. Er spielte von 1969 bis 1983 in der Zweiten Bundesliga Tischtennis und nahm an verschiedenen Meisterschaften in Hessen und Rheinland-Pfalz teil. Von 1983 bis 1999 spielte er zudem in der Oberliga für Senioren Tennis. Schäfer wohnt in Wiesbaden-Naurod. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne und einen Enkel.
Die MartinNiemöller-Medaille ist die höchste Auszeichnung der EKHN. Mit ihr werden Ehrenamtliche geehrt, die sich auf gesamtkirchlicher Ebene überdurchschnittlich engagiert haben. Dazu zählen zum Beispiel das Eintreten für soziale Belange, wissenschaftliche und künstlerische Arbeiten, verantwortliche Mitarbeit in der Kirchensynode und ihren Ausschüssen oder in anderen Leitungsgremien sowie andere Leistungen, die dem Glauben Gestalt geben. Die MartinNiemöller-Medaille hat einen Durchmesser von 60 Millimetern, ist aus Bronzeguss und trägt eine moderne Darstellung des Kopfes von Martin Niemöller, dem ersten und langjährigen Kirchenpräsidenten der EKHN. Dazu gibt es eine kleine Anstecknadel (Pin) in der gleichen Form sowie eine Urkunde. Die MartinNiemöller-Medaille wurde seit der Gründung der EKHN im Jahr 1947 20 Mal verliehen.

Frankfurt, 18. November 2010
Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher

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Glück ist Verbundenheit,
also eben nicht die unverbundene Selbststeigerung,
die alles andere benutzt zur eigenen Optimierung.

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