Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der EKHN zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular und auf facebook sind wir offen für Ihre Anregungen.

Menümobile menu

Nachruf auf Paul Löffler

Großer Vordenker der Ökumene verstorben

Darmstadt/Lauenburg, 26. September 2010. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) trauert um Pfarrer Dr. Paul Löffler.

Er war viele Jahre in der internationalen Ökumene tätig und hat das ökumenische Profil der EKHN maßgeblich geprägt. Von 1985 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Februar 1995 leitete er das Amt für Mission und Ökumene der EKHN, aus dem das Zentrum Ökumene hervorging. Löffler war am 26. September kurz vor Vollendung seines 79. Lebensjahres in Lauenburg/Elbe gestorben.

Die Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten Oberkirchenrätin Cordelia Kopsch würdigte Löffler als „einen der profiliertesten Ökumeniker der EKHN“. Wörtlich sagte sie: „Paul Löffler hat viele neue Anstöße aus der Ökumene in unsere Kirche eingebracht. Früher als viele andere hat er die Notwendigkeit des interreligiösen Dialoges mit Muslimen erkannt.“ Aus seinen ersten Kontakten hätten sich die heutigen vielfältigen christlich-islamischen Beziehungen in der EKHN entwickelt. Aus den von ihm begonnenen Kontakten zur Near East School for Theology (NEST) in Beirut (Libanon) sei das heutige interreligiöse Fortbildungsprogramm in Beirut hervorgegangen. International habe Löffler als Kenner des Nahen Ostens und der arabischen Christenheit gegolten, sagte Kopsch. Zudem habe er gute Kontakte zu den orthodoxen Kirchen im Kirchengebiet gepflegt. Als Leiter des Amtes für Mission und Ökumene habe ihm die Förderung des ökumenischen Nachwuchses besonders am Herzen gelegen. Auf seine Initiative sei das „Lernfeld Ökumene“ konzipiert worden, das bis heute Pfarrerinnen und Pfarrer in der EKHN eine ökumenische Qualifizierung ermöglicht.

Zur Person

Paul Löffler wurde am 29. Oktober 1931 in Lodz (heute in Polen) geboren. Nach dem Abitur in Wiesbaden studierte er Evangelische Theologie in Marburg, Zürich, Bonn und Mainz. 1959 promovierte er in Bonn. Nach dem Vikariat in Bad Soden im Taunus wurde er am 27. Dezember 1959 in Geisenheim am Rhein zum Pfarrer der EKHN ordiniert. Bereits in dieser Zeit knüpfte er enge Beziehungen in die Internationale Ökumene. 1960 wurde Löffler zum Mitarbeiter des Internationalen Missions-Rates (IMC) berufen. Mit dessen Integration in den Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) im Jahr 1961 wechselte er 1967 nach Genf. Dort wurde er Ressortchef der Abteilung für Weltmission und Evangelisation und sowie für den Bereich Stadt- und Industriemission. Von 1968 bis 1974 lehrte Löffler an der Near East School for Theology in Beirut. Dann übernahm er die Aufgabe eines Beauftragten im Amt für Mission und Ökumene der EKHN und wechselte 1976 als Studienleiter an die Missionsakademie in Hamburg. 1985 wurde er von der Kirchenleitung der EKHN zum Leiter des Amtes für Mission und Ökumene und der Ökumenischen Werkstatt, einer Bildungseinrichtung in Frankfurt, berufen.

Nach seiner Versetzung in den Ruhestand im Februar 1995 wurde er noch einmal von der Kirchenleitung bis zum November 1996 mit der Vertretung des Ökumenreferates in der EKHN beauftragt. Anschließend zog er gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth nach Lauenburg an der Elbe. Auch im Ruhestand engagierte sich Dr. Löffler in verschiedenen ökumenischen Kontexten – unter anderem als ehrenamtlicher Geschäftsführer der bundesweiten Vereinigung „Plädoyer für eine ökumenische Zukunft“.

gez. Stephan Krebs, Pressesprecher EKHN

Diese Seite:Download PDFDrucken

Glück ist Verbundenheit,
also eben nicht die unverbundene Selbststeigerung,
die alles andere benutzt zur eigenen Optimierung.

to top