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Kirchensynode tagt in Frankfurt

Jugend, Haushalt, Wahlen und Zeitschriften

Frankfurt, 17.- 20. November 2010. Am Mittwoch tritt in Frankfurt die Elfte Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zu ihrer zweiten Tagung zusammen.

Unter der Leitung von Präses Dr. Ulrich Oelschläger haben die 151 Synodalen unter anderem über den Haushalt 2011, die Zukunft der Mitgliederzeitschrift ECHT und der Evangelischen Sonntags-Zeitung zu entscheiden. Sie werden eine neue Pröpstin oder einen neuen Propst für die Propstei Nord-Nassau sowie bis zu drei neue Mitglieder in die Kirchenleitung wählen. Das Zentrum Bildung der EKHN wird der Synode seinen Bericht zur Lage von Kindern und Jugendlichen vorlegen.

Haushalt 2011 auf Niveau des Jahres 2010

Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2011 umfasst 485,7 Mio. Euro, das sind knapp 8,3 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Nach heutiger Einnahmenschätzung wird dabei mit einer Rücklagenentnahme in Höhe von 11,1 Mio. Euro gerechnet. Finanzdezernent Heinz Thomas Striegler geht angesichts der guten Konjunkturdaten und der sich bessernden Situation auf dem Arbeitsmarkt von einem Kirchensteueraufkommen von 400 Mio. Euro aus, das sind 40 Mio. mehr als im Vorjahr eingeplant waren. Für das Jahr 2010 hatte die EKHN allerdings vor dem Hintergrund der damals noch nicht überschaubaren Finanzkrise eine pessimistische Prognose zugrundegelegt, die sich im Jahresverlauf nicht bestätigt hat. Die für 2010 geplante Rücklagenentnahme von über 40 Mio. Euro wird vermutlich nicht nötig sein. Der Haushaltsentwurf für 2011 schreibt nun im wesentlichen die aktuellen Erwartungen für 2010 fort. Bei den Zuweisungen an die Arbeitsbereiche werden Inflation und Lohnerhöhungen ausgeglichen, dann aber die für das Jahr 2011 formulierten Einsparziele, die in der Regel knapp zwei Prozent betragen, abgezogen. In ihnen sind auch Vorgaben enthalten, die sich aus der Strategiedebatte „Perspektive 2025“ ergeben haben. Ausgenommen von den Kürzungen sind die Zuweisungen an die Kindertagesstätten und den Evangelischen Entwicklungsdienst. Insgesamt entfallen ungefähr zwei Drittel der EKHN-Mittel auf Personalkosten und etwa ein Fünftel auf die Unterhaltung der Gebäude. Von den 1287 Kirchen stehen 90 Prozent unter Denkmalschutz. Mit 6,6 Prozent ihres Haushalts unterstützt die EKHN die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD).

Zukunft der Zeitschriften

Turnusgemäß muss die Synode über Einstellung oder Fortführung der für Mitglieder kostenlosen Zeitschrift ECHT und der Abonnement-Wochenzeitung Evangelische Sonntags-Zeitung entscheiden.

Wahlen für die Propstei Nord-Nassau und die Kirchenleitung

Um die Nachfolge des derzeitigen Propstes für Nord-Nassau Michael Karg, der Anfang Juni 2011 die Altersgrenze erreicht, bewerben sich Pfarrer Hartmut Lemp (55) aus Villingen und Nonnenroth (Dekanat Hungen) sowie die derzeitige Dekanin des Dekanats Herborn Annegret Puttkammer (47). Zudem sind nach der neuen Kirchenordnung, die die Synode im Februar 2010 beschlossen hatte, noch bis zu drei Sitze in der Kirchenleitung zu besetzen.

Hinweis für Redaktionen

Die Tagung ist öffentlich und Journalisten sind freundlich eingeladen, den Verlauf persönlich zu verfolgen. Die Synode beginnt mit einem Gottesdienst in der Heiliggeistkirche. Ab 11:30 Uhr schließt sich die Plenarsitzung an. An den anderen Tagen sind die Sitzungszeiten 9 - 13 Uhr und 15 - 19 Uhr. Die Tagung findet dieses Mal nicht im Dominikanerkloster statt, da dieses gerade renoviert wird, sondern im Römer. Sie erreichen den dafür angemieteten Konferenzsaal über den Haupteingang. Die Sicherheitsvorgaben dieses Hauses sind etwas strenger als von uns gewohnt. Sie erhalten Einlass gegen Vorlage eines Presseausweises. Wir haben Presseplätze auf der Empore reserviert. Die Tagesordnung sowie auch der Zeitplan, sobald er feststeht, sind unter www.ekhn.de/synode zu finden.

Die Pressekonferenz findet am Freitag, den 19. November 2010, um 14:15 Uhr statt. Sie erreichen den dafür vorgesehen Raum 307 über den Eingang in der Bethmannstraße 3.

Hintergrund: Synode

Die Synode ist gemäß der Kirchenordnung das „maßgebende Organ der EKHN“. Sie besteht derzeit aus 151 Personen, 138 werden von den Dekanatssynoden der EKHN gewählt, zwei repräsentieren die Reformierte Stadtsynode aus Frankfurt. 11 Mitglieder wurden aufgrund ihres besonderen Sachverstands von der Kirchenleitung berufen. Gemäß Kirchenordnung gehören der Synode etwa ein Drittel Pfarrerinnen und Pfarrer sowie zwei Drittel Ehrenamtliche an. Die Synode erlässt Gesetze, besetzt durch Wahl wichtige Leitungsämter, beschließt den Haushalt und trifft wichtige kirchenpolitische Entscheidungen. Ausschüsse und regionale Arbeitsgruppen bereiten ihre Entscheidungen vor. Geleitet wird die Synode vom Kirchensynodalvorstand mit Präses Dr. Ulrich Oelschläger an der Spitze.


Darmstadt, 15. November 2010


Verantwortlich: Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher

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Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19, 10

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / hudiemm

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