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Kirchenpräsident Jung besucht neue Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung für den Großraum Darmstadt

Letzte Lebensphase in Würde, schmerzfrei und menschlich gut begleitet erleben

Darmstadt, 12. November 2010 – Bei einem Besuch des Agaplesion Elisabethenstifts in Darmstadt hat sich der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Dr. Volker Jung über den Ausbau der Palliativmedizin und der Hospizarbeit informiert.

Dabei äußerte er sich „dankbar darüber, dass das Agaplesion Elisabethenstift hier für die Menschen in der ganzen Region eine Verantwortung über-nimmt.“ In dem neuen Bereich würden „alle nötigen Kompetenzen gebündelt und ver-netzt, damit Menschen ihre letzte Lebensphase in Würde, möglichst schmerzfrei und menschlich gut begleitet erleben können“. Jung betonte auch die Aufgabe der Seelsorge:„In der letzten Lebensphase stellen sich nicht nur medizinische Fragen. Viele stellen sich grundsätzliche Fragen nach dem Woher, Wozu und Wohin des Lebens. Oft sind solche Fragen nur geistlich zu beantworten. Deshalb hat die Seelsorge einen wichtigen Stellenwert in der Begleitung Sterbender.“ Schwerstkranke dürften sich von nichts und niemandem gedrängt fühlen, nach aktiver Sterbehilfe zu rufen, sagte Jung. Die Rah-menbedingungen seien so zu gestalten, dass sie nicht aufgrund ihrer Schmerzen oder anderer behebbarer Ursachen ihr Leben beenden wollten.

Am Agaplesion Elisabethenstift entsteht neben dem Neubau eines Hospizes derzeit auch in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt das neue Institut für Hospiz- und Palliativforschung. Die EKHN unterstützt den Bereich mit einer gerade neu eingerichteten Stelle zur Koordination und Vernetzung der seelsorgerlichen Betreuung für die ambulante Palliativversorgung. Sie wird seit Anfang November von Pfarrerin Karin Herrmann-Brandenburg geleitet.

Der Leiter und Chefarzt des Zentrums für Palliativmedizin am Agaplesion Elisabethen-stift Priv.-Doz. Dr. med. Mathias Pfisterer erläuterte, wie komplex ein gutes System der Versorgung und Bertreuung Sterbender ist. Die Hospiz- und Palliativversorgung erhebe den Anspruch, eine integrative und kontinuierliche Begleitung und Versorgung nach den Bedürfnissen des Schwerkranken und Sterbenden zu gewährleisten. Dies bedeute einerseits eine Vielzahl an unterschiedlichen und meist hoch spezialisierten Leitungserbringern, andererseits müsste ein hohes Maß an Koordinationsleistungen erbracht werden.

Netzwerk für eine gute Versorgung

Im Agaplesion Elisabethenstift hat man früh erkannt: Ein wichtiger Teil der Lösung liegt in der Schaffung von Netzwerken. Denn alle Leistungserbringer haben ein gemeinsa-mes Ziel, aber einer alleine kann alle diese Leistungen nicht erbringen. Netzwerke können die Koordinations- und Vermittlerrolle für alle Beteiligten erbringen, alle erfor-derlichen Hilfen integrieren und eine bedarfsorientierte Versorgung bereitstellen.
So wurden die Strukturen unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. med. Mathias Pfisterer, Chefarzt des Zentrums für Palliativmedizin am Agaplesion Elisabethenstift, und Pfarrer Walter Ullrich, Vorsitzender des Evangelischen Hospiz- und Palliativvereins Darmstadt e.V., kontinuierlich ausgebaut. Neueste Meilensteine sind die Gründung des Instituts für Hospiz- und Palliativforschung gemeinsam mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt und die Schaffung einer Stelle für die Koordination und Vernetzung der seelsorgerlichen Betreuung im Bereich der ambulanten Palliativversorgung durch die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau.

Zentrum für Hospiz- und Palliativversorgung

 

Quelle: Elisabethstift

Um die Hospiz- und Palliativversorgung für schwerstbetroffene leidende Menschen mit besonderem Versorgungsbedarf am Lebensende optimal zu ermöglichen, ist eine enge Verzahnung von ambulanten und stationären Versorgungs- strukturen unerlässlich. Er-klärtes Ziel des Zentrums für Hospiz- und Palliativversorgung am Agaplesion Elisabet-henstift ist es, die wichtigsten Bausteine der stationären und ambulanten Hospiz- und Palliativversorgung unter einem gemeinsamen Dach zu vereinen, um damit zur bestmöglichen Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen beizutragen.

Folgende Bausteine sind Teil des Zentrums für Hospiz- und Palliativversorgung:

  • Das Zentrum für Palliativmedizin im Evangelischen Krankenhaus: Dazu gehö-ren die Palliativstation, das Ambulante Palliativteam und das PalliativNetz Dar-mstadt. Die Palliativstation erfüllt bei Patienten mit unheilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankungen die Aufgabe, Schmerztherapie und die Behandlung von belastenden Symptomen zu optimieren und so die Lebens-qualität der Betroffenen und deren Angehörigen relevant zu verbessern. Das Ambulante Palliativteam sorgt in Kooperation mit Hausärzten und ambulanten Pflegediensten dafür, dass Schwerstkranke und Sterbende zu Hause oder in Pflegeheimen rund um die Uhr eine spezialisierte palliativmedizinische Versorgung in Anspruch nehmen können. Mit dem PalliativNetz Darmstadt werden Pflegedienste, Hospizgruppen, Hospize, Haus und Fachärzte etc. in einem örtlichen Netzwerk zusammengeführt, um die regionale allgemeine Palliativversorgung zu verbessern.

  • Das Institut für Hospiz- und Palliativforschung: Es ist eine in Deutschland einmalige Einrichtung und schließt die wichtige Lücke zwischen hospizlicher bzw. palliativer Versorgung und wissenschaftlicher Bearbeitung offener For-schungsfragen auf diesem Gebiet. In Kooperation mit der Evangelischen Fach-hochschule Darmstadt zielt das Institut mit Sitz am Agaplesion Elisabethenstift darauf ab, das Wissen zu ethischen, pflegerischen, medizinischen, psychosozialen und spirituellen Fragen zu erweitern. Das Institut wird finanziert durch Spenden und Forschungszuwendungen und geleitet vom jeweiligen Leiter des Zentrums für Hospiz- und Palliativversorgung des Krankenhauses, zurzeit Priv.-Doz. Dr. med. Mathias Pfisterer, und dem jeweiligen Dekan des Fachbereichs Pflege- und Gesundheitswissenschaften der Fachhochschule, zurzeit Prof. Dr. Gunnar H. Nielsen.

  • Das Elisabethen-Hospiz: Das erste stationäre Hospiz Südhessens wird im Mai 2011 eröffnet. Es ist mit 12 Gästezimmern ausgestattet und setzt sich für eine menschlichere Sterbekultur ein. Die Gäste und ihre Angehörigen werden hier in einer familiären Umgebung liebevoll umsorgt und in ihren schwersten Stunden begleitet. Ihrer Trauer, ihrem Schmerz und ihrer Angst, aber auch ihrer verblie-benen Lebensfreude wird hier Raum gegeben. Die Elisabethen-Hospiz gGmbH – Geschäftsführer sind Michael Keller und Pfarrer Walter Ullrich – befindet sich in der Trägerschaft des Agaplesion Elisabethenstifts sowie des Evangelischen Hospiz- und Palliativvereins Darmstadt.

  • Der Evangelische Hospiz- und Palliativverein: Er ist Träger des Ambulanten Palliativ- und Hospizdienstes Darmstadt und bietet u. a. eine Qualifizie-rung/Ausbildung für ehrenamtliche Palliativ- und Hospizmitarbeitende an. Beratung und Begleitung sind kostenlos. Erster Vorsitzender des Vereins ist ebenfalls Pfarrer Walter Ullrich.

Agaplesion Elisabethenstift

Das Agaplesion Elisabethenstift vereint medizinische und pflegerische Kompetenz. Das Evan-gelische Krankenhaus – mit knapp 400 Betten das zweitgrößte Krankenhaus in Darmstadt –besteht aus den Kliniken für Innere Medizin, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin, Geriatrie (mit Geriatrischer Tagesklinik) und Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (mit Gerontopsychiatrischer und Psychiatrischer Tageskli-nik sowie Psychiatrischer Institutsambulanz). Zudem stehen für die medizinische Versorgung das Zentrum für Anästhesie, OP und Schmerztherapie, die Interdisziplinäre Intensivstation, das Magen-Darm-Zentrum, das zertifizierte Darmzentrum, das Pneumologische Zentrum, das Zen¬trum für Hospiz- und Palliativversorgung, die Abteilung für Radiologie, das Schlaflabor und die Interdisziplinäre Notaufnahme zur Verfügung. Des Weiteren ist eine Belegabteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde vorhanden.
Im Medizinischen Versorgungszentrum arbeiten spezialisierte Arztpraxen unterschiedlichster Fachrichtungen kooperativ mit den stationären Versorgungsstrukturen des Krankenhauses zu-sammen. Das Elisabethen-Hospiz trägt zur würdigen und schmerzfreien Versorgung von Menschen an deren Lebensende bei. Die Diakoniestation – Ambulante Pflege gehört mit ihren über 40 Mitarbeitern zu den erfahrensten und traditionsreichsten Anbietern ambulanter Pflege und individueller Hilfe in Darmstadt. Die Einrichtung Wohnen & Pflegen gibt älteren Mitmenschen entweder auf Zeit oder auch auf Dauer ein Zuhause. Sorgenfrei und sicher wohnen und leben im Alter können Seniorinnen und Senioren in der Seniorenresidenz Mathildenhöhe.
Das Agaplesion Elisabethenstift wird von drei Gesellschaftern getragen: der Agaplesion ge-meinnützige Aktiengesellschaft (60 Prozent), dem Elisabethenstift (20 Prozent) und dem Evangelischen Dekanat Darmstadt-Stadt (20 Prozent).Das Agaplesion Elisabethenstift verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.
Kontakt:
Agaplesion Elisabethenstift, Landgraf-Georg-Straße 100, 64287 Darmstadt
PD Dr. med. Mathias Pfisterer
Tel. 06151 403-3001
E-Mail: pfisterer.mathias@eke-da.de, www.agaplesion-elisabethenstift.de
Pfarrer Walter Ullrich
Tel.: 06151 403-7612
E-Mail: ullrich.walter@eke-da.de, www.agaplesion-elisabethenstift.de


Darmstadt, 15. November 2010


Verantwortlich: Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher

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Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19, 10

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / hudiemm

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