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Evangelische Sonntagszeitung wird weitergeführt, Kirchensynode will Öffentlichkeitsarbeit erneuern

Mitgliederzeitschrift ECHT endet Ende 2011

Das Magazin ECHT, das die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) allen ihren Mitgliedern per Post zuschickt, wird ab 2012 nicht mehr erscheinen.

Das hat die Synode am Samstag in Frankfurt beschlossen. Fortgeführt wird nach ihrem Willen die Evangelische Sonntagszeitung, die für Abonnenten wöchentlich erscheint, und über kirchliche Themen aus journalistischer Perspektive informiert. Mit den frei werdenden Mitteln - das ECHT-Budget beträgt 1,9 Mio. Euro - sollen innovative Projekte der Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt werden. Ein entsprechendes Konzept will die Synode auf ihrer Tagung im Mai 2011 beraten.

Präses: „Wir werden nicht aufhören, uns an alle unsere Mitglieder zu wenden.“

Der Präses der Synode Dr. Ulrich Oelschläger würdigte die lange und ernsthafte Debatte der Synode. Die Entscheidung sei den Synodalen nicht leicht gefallen, denn ihnen sei bewusst gewesen, dass die Einstellung von ECHT ein Verlust sei, insbesondere im Kontakt mit den Mitgliedern, die ansonsten wenige Berührungspunkte mit ihrer Gemeinde oder mit anderen kirchlichen Angeboten hätten. Für die Mitglieder sei ECHT über 18 Jahre hinweg ein „gut gemachtes und lesenswertes Lebenszeichen ihrer Kirche“ gewesen. Doch hätten sich in dieser Zeit insbesondere im Internet neue Aufgaben für die Kommunikationsarbeit der EKHN ergeben. Für sie müssten Mittel bereit gestellt werden. Angesichts mittelfristig sinkender Einnahmen könne die EKHN ihr Engagement nicht ausweiten sondern müsse es verändern. „Wir werden nicht aufhören, uns an alle unser Mitglieder zu wenden und ihnen ein Dankeschön und ein Lebenszeichen ihrer Kirche zu senden.“ versicherte Oelschläger. Darüber werde die Synode in der nächsten Sitzung beraten.

Kirchenpräsident: „Raum für neue Ideen und neue Medien.“

Mit dem Beschluss zur Einstellung von ECHT folgte die Synode einem Vorschlag der Kirchenleitung unter dem Vorsitz von Kirchenpräsident Dr. Volker Jung. Jung würdigte die Arbeit der Redaktion. ECHT sei ein „gut gemachtes Magazin, das von den Lesern her lebensnahe Themen aufgreift und aus evangelischer Perspektive aufbereitet“. Die hohen Zustellungskosten hätten allerdings die Handlungsfähigkeit und die Innovationskraft der Öffentlichkeitsarbeit zunehmend eingeengt. Nun gebe es Spielraum, sich mit neuen Ideen und neuen Medien an die Mitglieder zu wenden und sich an den öffentlichen Debatten zu beteiligen. Dafür würden die durch die Einstellung von ECHT frei werdenden Mittel eingesetzt werden.

Das Mitgliedermagazin ECHT erscheint seit 1993 vier Mal im Jahr. Es hat einen Umfang von 16 Seiten, eine Auflage von 1,1 Millionen und wird allen Mitgliederhaushalten per Post zugeschickt. Die Kosten in Höhe von 1,9 Millionen Euro machen einen erheblichen Teil des Gesamtbudgets der EKHN für Öffentlichkeitsarbeit in Höhe von 5,4 Mio. Euro aus. Das Gesamtbudget soll abzüglich der allgemeinen Sparquote der EKHN von etwa zwei Prozent erhalten bleiben.



Verantwortlich: Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher

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