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1980 - 1989

1980

»Schwerter zu Pflugscharen«

Friedensdekade beginnt und etabliert sich

Die ersten Gemeinden in der EKHN organisieren Veranstaltungen zur »Friedensdekade« jeweils vom drittletzten Sonntag des Kirchenjahrs bis zum Buß- und Bettag.

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Die Idee stammt aus den Niederlanden, und unter dem vom Propheten Jesaja 2,4 abgeleiteten Slogan »Schwerter zu Pflugscharen« greifen sie vor allem Kirchengemeinden in der DDR auf.

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Pfarrerin im Leitungsamt

Erste Dekanin in Westdeutschland

Als Waltraud Frodien in Frankfurt Dekanin wird, ist sie die erste Frau in Westdeutschland in einem geistlichen Leitungsamt. In der DDR gibt es bereits seit 1976 eine Superintendentin.

Der dritte Weg

Arbeitsrechtliche Kommission konstituiert sich

Um das Arbeitsvertragsrecht unabhängig und zugleich im kirchlichen Geist einer Dienstgemeinschaft zu regeln, etabliert die EKHN die Arbeitsrechtliche Kommission. Dienstgeber und -nehmer besetzen sie paritätisch und regeln partnerschaftlich, verbindlich und eigenverantwortlich das Arbeitsvertragsrecht in Kirche und Diakonie. Der Gedanke der Dienstgemeinschaft, der Ausschluss von Kampfmaßnahmen und der große Einfluss der Dienstnehmerseite kennzeichnen diesen »dritten Weg« der Arbeitsrechtsregelung.

Jobs oder Wald

Hüttenkirche im Kampf um Startbahn West

In welcher Beziehung stehen wirtschaftliche und ökologische Interessen für Christen, denen die Bewahrung der Schöpfung ein wichtiges Anliegen ist?

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Diese Frage stellt der Ausbau des Frankfurter Flughafens der Gesellschaft. Der Walldorfer Pfarrer Kurt Oeser wird zu einer zentralen Figur des friedlichen Protests und der Vermittlung. Auf dem Gelände der geplanten Startbahn West entsteht ein Hüttendorf, in dem Ausbaugegner monatelang leben. In ihrer »Hüttenkirche« wird am 3. Advent 1980 der erste Gottesdienst gefeiert. Das evangelische Gemeindehaus wird Logistikzentrum dieses Dorfes, das am 3. November 1981 polizeilich geräumt wird. Die EKHN ließ die unzerstörte „Hüttenkirche“ fachgerecht abbauen, nutzte sie bei mehreren Kirchentagen und ließ sie zuletzt 1986 bei Mörfelden legal wieder errichten. Die Kirchengemeinden Mörfelden und Walldorf nutzen sie bis heute. Die zunächst friedlichen Demonstrationen für den Erhalt der Natur und damit der Schöpfung werden nach der Räumung des Hüttendorfes teilweise gewalttätig: Am 10. November 1987 erschießt ein gewalttätiger Demonstrant zwei Polizisten und verletzt sieben weitere zum Teil schwer.

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1981

Spirale des Schreckens

Synode gegen Nachrüstungsbeschluss

Die Kirchensynode wendet sich in einer Resolution gegen den »Doppelbeschluss« vom 12. Dezember 1979, in dem die NATO dem Warschauer Pakt Verhandlungen über eine Begrenzung atomarer Mittelstreckenraketen anbietet.

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Gleichzeitig kündigt sie die Aufstellung neuer Raketen in Westeuropa an. Gegen den Beschluss formiert sich eine neue Bewegung, die Friedensbewegung, der sich in der EKHN viele zugehörig fühlen. Sie blockiert 1983 in Frankfurt-Hausen mehrere Tage lang das US-amerikanische Militärdepot.

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Der Islam kommt auch in der EKHN an

Erstes Seminar über interreligiöse Fragen

Unter dem Titel »Abrahams Kinder« veranstaltet die Evangelische Akademie Arnoldshain ein Seminar über die drei monotheistischen Religionen.

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Genau 20 Jahre nach Ankunft der ersten Gastarbeiter aus der Türkei erkennen die Gesellschaft und die EKHN an, dass viele von ihnen inzwischen in Deutschland heimisch geworden sind – und mit ihnen auch der Islam.

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1983

»Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung«

Friedenspfarramt in der EKHN

Der Ökumenische Rat der Kirchen, dem mehr als 340 christliche Kirchen aus über 100 Ländern angehören, beschließt auf seiner Vollversammlung in Vancouver den Konziliaren Prozess.

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Als Ziel wird »Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung« formuliert. Die EKHN richtet daraufhin 1986 als erste Kirche ein Friedenspfarramt ein, das Cordelia Kopsch ausübt. Es wird später in das Zentrum Ökumene integriert.

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Tödliche Rüstung

Militärflugzeug stürzt auf Pfarrfamilie Jürges

Während einer Flugschau am Frankfurter Flughafen stürzt am 22. Mai ein Starfighter ab. Teile der Maschine treffen das Auto des Pfarrers Martin Jürges und töten ihn und seine Familie, als sie auf dem Weg zu einem Pfingstausflug zufällig die Bundesstraße 44 entlangfahren.

1984

Starke Jahrgänge

Theologischer Nachwuchs wird zum Problem

Die allgemeine Lage am Arbeitsmarkt macht auch vor der EKHN nicht Halt: Es gibt nicht genug Pfarrstellen für alle, die diesen Beruf anstreben.

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Die Synode wählt mit dem Erprobungsgesetz einen Weg, der möglichst vielen Vikarinnen und Vikaren eine Perspektive anbietet, dazu gehören auch Stellenteilungen. Das Erprobungsgesetz bleibt bis 1997 in Kraft.

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Über zwei Millionen Arbeitslose

EKHN gründet Fonds

Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen übersteigt in Westdeutschland erstmals die Zwei-Millionen-Grenze. Vollbeschäftigung gehört der Vergangenheit an. Im März richtet die EKHN einen Arbeitslosenfonds ein, der in 20 Jahren zwölf Millionen Euro umsetzt und damit fast 2.000 Menschen fördert.

Teil der weltweiten Christenheit

EKHN gründet ein Netzwerk von elf internationalen Partnerschaften

Die Propsteien werden Partnerinnen von Regionen in Indonesien, Indien, Südkorea, Tansania (seit 1962), Ghana, Südafrika, Italien und Polen.

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Die Propstei Rhein-Main beginnt 2007 eine Partnerschaft mit der Vereinigten Kirche Christi (UCC) im Staat New York (USA).

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1986

Bewahrung der Schöpfung

Umweltausschuss gegründet

Unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl gründet die Kirchensynode einen Umweltausschuss und nimmt sich des Themas dauerhaft an. Damit erkennt die Kirche auch ihre Mitverantwortung im Kampf gegen den Klimawandel.

Kann denn Liebe Sünde sein?

Debatte um Homosexualität beginnt

Hans-Martin Heusel, Stellvertreter des Kirchenpräsidenten, veröffentlicht Thesen, in denen er für eine neue Bewertung von Homosexualität und einen anderen Umgang mit homosexuellen Menschen plädiert.

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Die Thesen lösen bundesweit Debatten über dieses bis dahin weithin tabuisierte Thema aus. 1993 legt das Leitende Geistliche Amt das Thema den EKHN-Gemeinden zur Debatte vor.

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Grundrecht gilt, auch wenn es Mühe macht

Sozialdienst am Flughafen und Hilfen für Asylbewerber*innen

Steigende Zahlen von Asylbewerber*innen lösen gesellschaftliches Unbehagen aus und stellen die staatlichen Institutionen vor Herausforderungen bei der Unterbringung und Betreuung.

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Gegen die geplante Verschärfung des Asylrechts protestiert die Kirchensynode und tut zugleich etwas. Sie richtet am Frankfurter Flughafen den Sozialdienst ein, der sich nicht nur um ankommende Geflüchtete kümmert, sondern auch um andere Hilfsbedürftige. Viele Kirchengemeinden engagieren sich vor Ort bei der Betreuung und Integration der Asylbewerber*innen, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ihrer Kommune zuweist.

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1987

Frauenförderung

Gleichstellung von Männern und Frauen

Als Ergebnis der ersten Frauenanhörung in der EKHN im Jahr 1986 beruft die Kirchenleitung einen Beirat. Er erarbeitet eine umfassende Bestandsaufnahme zur Situation von Frauen in der EKHN sowie Maßnahmen zur Förderung von Frauen.

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1990 entsteht die Arbeitsstelle Frauen, die die Gleichstellung von Frauen und Männern fördert. Dazu gehört auch ein Gleichstellungsgesetz, das die Synode 1997 beschließt.

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Kein Geld für Apartheid

Kirchentag in Frankfurt

Eines der beherrschenden Themen des Kirchentags in Frankfurt ist Apartheid. Bereits im Vorfeld attackieren politisch aktive Menschen die Deutsche Bank heftig, da sie das Apartheidregime in Südafrika durch Kredite unterstützt. Das Kirchentagspräsidium macht sich Boykottforderungen zu Eigen und kündigt seine Konten bei der Deutschen Bank.

1988

Geld und Moral

Ethische Anlagekriterien für kirchliche Rücklagen

Die EKHN-Synode übernimmt die im Vorjahr auf dem Kirchentag in Frankfurt geführte Debatte über Banken, die mit dem Apartheidregime in Südafrika Geschäftsbeziehungen pflegen. Die Synode entscheidet sich gegen eine Kündigung von Konten bei solchen Banken und für Gespräche mit ihnen sowie für ethische Anlagekriterien bei den eigenen Rücklagen.

Erste Pröpstin

Frau übernimmt regionales bischöfliches Amt

Helga Trösken wird Pröpstin in Frankfurt. Die Synode wählt sie damit als erste Frau Deutschlands in ein geistliches Amt mit bischöflicher Funktion.

Glauben im Kontext flotter Töne

Privatfunk startet – mit kirchlichen Sendungen

Nach dem Willen der Politik bekommen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten private Konkurrenz. In Hessen bündelt Radio FFH die Interessen und geht 1988 an den Start, in Rheinland-Pfalz treten viele kleiner Sender an.

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Die Sender gestatten der EKHN, gemeinsam mit den anderen Landeskirchen und Bistümern ein kirchliches Programm zu gestalten. In Hessen ist es eher journalistisch, in Rheinland-Pfalz gehören Verkündigungssendungen dazu, die in das Umfeld der Programme passen müssen.

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In der Konzentration auf das, was ist,
kann sich so etwas wie ein Raum öffnen,
ein Gewahrsam schärfen für die Gegenwart Gottes.

(Carsten Tag)

Carsten Tag

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / rusm

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