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Identität: Wer ist die EKHN?

© Stephan Krebs

Keine Identität als „Landeskirche“

Das Gebiet der EKHN war zu Beginn der Neuzeit jahrhundertelang in viele kleine regionale Herrschaften unterteilt. Im 19. Jahrhundert wurde diese Region zum Puffer- und Grenzgebiet erstarkender Großmächte wie Preußen und Frankreich. Heute ist es auf zwei Bundesländer aufgeteilt.

Im Gegensatz zu anderen evangelischen Kirchen, die sich deshalb auch „Landeskirchen“ nennen, war das Gebiet der heutigen EKHN zu keinem Zeitpunkt durch ein einheitliches politisches Territorium definiert. Vielmehr ist das Gebiet geprägt von einer Vielfalt regionaler Traditionen und Zusammenhänge landschaftlicher, politischer, konfessioneller, theologischer, sprachlicher und kultureller Art.

Aus dieser Vielfalt entwickelte sich aber auch eine Stärke, die zur Quelle vieler Ideen, ernsthafter Debatten, großem Engagement und einem lebendigen Christus-Zeugnis wurde.

Identität in Teilen

Die gesamtkirchliche Identität der EKHN besteht zu guten Teilen aus der Summe verschiedener regionaler Identitäten, aus der Vielfalt. Dennoch lassen sich einige EKHN-Spezifika benennen: Ein Aspekt der Identität war die Person des ersten Kirchenpräsidenten Martin Niemöller.

Doch sowohl seine Person als auch die zahlreichen Einflüsse der Bekennenden Kirche sind ambivalent. Der kritische Umgang mit dem mittlerweile gebrochenen Gründungsmythos schlägt sich in der ständigen Bereitschaft der EKHN zur intensiven und kritischen Selbstreflexion nieder.

Identität in Resonanz mit der Gesellschaft

Ein weiterer Aspekt der EKHN-Identität ist ihre enge Resonanz zur Gesellschaft. Lokale, regionale, überregionale und globale Einflüsse und Ereignisse haben das Wesen der EKHN intensiv geprägt. Die EKHN ist eine Kirche, die sich um der Menschen Willen den gesellschaftlichen Fragen stellt.

Identität als Basiskirche

Die EKHN ist eine EKD im Kleinen. In ihr spiegelt sich die theologische, kulturelle und strukturelle Vielfalt der EKD auf regionaler Ebene wieder und verdichtet sich damit gleichzeitig. Die EKHN hat eine Kultur entwickelt, in der die einzelnen Menschen in ihrem Wirkungsfeld viel Vertrauen erfahren und einen weiten Gestaltungsspielraum erhalten. Die im Vergleich zu anderen eher schwachen, zentralen Strukturen der EKHN werden genutzt, um eine Art Basiskirche zu ermöglichen.

Diversität und Spielräume werden als Chance begriffen und gestärkt. Das Grundmoment der Organisation ist Vielfalt. Diese hat als „Diversity“ gegenwärtig eine neue Qualität bekommen. Die grundlegende Herausforderung für eine Kirche der Vielfalt lautet jedoch: Was bedeutet und prägt ihre Gemeinschaft? Wie wird aus dem Vielerlei ein Gemeinsames? Hier kann das Jubiläum Einsichten und Klärungen fördern.

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Du wirst Gottes Kraft in der Schwachheit erfahren,
nicht vorher, nicht daran vorbei.
In der eigenen Schwachheit, in den Dingen,
um die ich einen großen Bogen mache,
meine Tabus, meine wunden Punkte.
Aber es tut nicht nur weh, es tut auch gut,
am wunden Punkt berührt und geheilt zu werden.
Und es führt kein Weg daran vorbei,
wenn es richtig gut werden soll.

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