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Situation Jugendlicher

Jugendforscherin fordert mehr soziales Miteinander – die evangelische Jugend feiert es

Bildquelle: Peter BongardMädchen in AktionDas soziale Miteinander wird auf dem Jugendkirchentag gestärkt

Die Jugendforscherin Severine Thomas macht darauf aufmerksam, dass die Pandemie noch immer belastende Spuren bei vielen Jugendlichen hinterlassen hat. Sie fordert, sich „wieder in Präsenz“ zu treffen. Das setzte der Jugendkirchentag bereits mit vielen Workshops und Jugendgottesdiensten um. Aber auch danach warten spannende Mitmach-Möglichkeiten wie die Krimispiele X-days auf junge Leute im Kirchengebiet.

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Jugendkirchentag Kletterturm Peace Workshop Jugendliche am Rheinufer Jugendliche am Rheinufer Jugendliche am Rheinufer Chillen Hüpfburg Hessens Kultusminister Alexander Lorz, EKHN-Kirchenpräsident Volker Jung, die Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf und die EKD-Präses Anna-Nicole Heinrich Trinken Trinken Trinken

Junge Menschen sind durch die Pandemie weiterhin belastet – so die Sozialpädagogin und Jugendforscherin Severine Thomas von der Universität Hildesheim. Es sei eine Fehlannahme, dass Jugendliche durch wegfallende Corona-Restriktionen nahtlos an ihr Leben vor der Coronakrise anknüpfen können, sagte Thomas in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Schwierig ist die Situation nach Angaben von Thomas besonders für Mädchen und Jungen, die sich am Anfang der Pubertät befinden. Laut der Jugendforscherin sei es wichtig: „Aus dem Corona-Modus herauszukommen, sich wieder in Präsenz zu treffen, ungezwungen aufeinander zuzugehen, das muss sich mancher erst wieder aneignen“, sagte Thomas.

Ablöseprozess von zu Hause mit niedrigschwelligen Angeboten anregen

Mit dem Jugendkirchentag 2022 vom 16. bis 19. Juni 2022 in Gernsheim gibt die EKHN Jugendliche im Alter zwischen 13 und 27 Jahren genau dazu die Chance. Bei Jugendgottesdiensten, Kreativ- und Sport-Workshops können sie sich in Präsenz begegnen und dabei aufeinander zugehen. Und wer vor Ort ist, erlebt unmittelbar: Vielen Jugendlichen scheint das zu gelingen und sie haben eine Menge Spaß miteinander. Auch das Evangelische Jugendwerk (ejw) bietet Begegnungs- und Reflexions-Angebote auf dem Jugendkirchentag. Piet Henningsen, leitender Referent des ejw hat erfahren: „Jugendlichen brauchen einen geschützten Raum außerhalb von zu Hause, um das Selbstvertrauen zu entwickeln, dass sie auch außerhalb zurechtkommen.“ Durch die Arbeit im ejw haben er und sein Team erlebt, dass Jugendliche nicht mehr gerne vor die Tür gehen. Manche hätten sich regelrecht zu Hause eingeigelt. Der studierte Pädagoge erklärt: „Durch die Kontaktbeschränkungen während der Pandemie konnten viele Jugendliche wichtige Schritte der Ablösung von zu Hause nicht gehen.“ Umso wichtiger sei es nun, niedrigschwellige Angebote zu machen, bei denen die Jugendlichen erst einmal nur kurze Zeit von zu Hause weg sind.

In Workshops das Vertrauen in die eigene Kraft stärken

Dafür sei der Jugendkirchentag geradezu ideal, die meisten Angebote sind ohne Einzelanmeldung frei zugänglich. Der studierte Pädagoge berichtet: „Hier am sechs Meter hohen Kletterturm erfahren die Jugendlichen, dass sie in Aktion wieder Vertrauen in ihren Körper gewinnen können.“ Bei Workshops wie "Was gibt mir Halt im Leben?" oder „Spuren im Foto“ gibt es Impulse, um die Resilienz der jungen Leute zu stärken. „Im Foto-Workshop können sie auf Kärtchen schreiben, wo sie Kraft gefunden haben, wie sich Gott in ihrem Leben gezeigt hat“, erzählt Sophie Weigel, die als ehrenamtliche Jugendleiterin den Kreativ-Workshop im Bereich „Identitown“ betreut.  
Das vielfältige Angebot auf dem Jugendkirchentag hatten  auch Hessens Kultusminister Alexander Lorz, die EKD-Präses Anna-Nicole Heinrich, Hessen-Nassaus Kirchenpräsident Volker Jung und die Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf während eines Rundegangs in Augenschein genommen.

Auch nach dem Jugendkirchentag sind Freizeiten, Krimispiele & mehr geplant

Jugendforscherin Severine Thomas empfiehlt, die Situation der Jugendlichen weiterhin im Blick zu behalten: „Verunsicherung und Sorgen verfliegen nicht einfach so, das muss als einschneidende Lebenserfahrung verheilen.“ Einrichtungen wie Jugendzentren, Sport oder Freizeiten müssten gefördert werden: „Wir müssen alles tun, dass junge Menschen zurück ins soziale Miteinander kommen“, sagte Thomas.
Das ejw und die evangelische Jugendarbeit haben bereits mit vielen Freizeiten und anderen Angeboten die Zeit nach dem Kirchentag im Blick. Ejw-Leiter Piet Henningsen kündigt an: „Vom 8.-12. Juli 2022 laden wir Jugendliche zu den X-days ein, um Kriminalfälle in Frankfurt am Main zu lösen. 40 Schauspielerinnen und Schauspieler machen bei dem Kriminalspiel mit. Es sind auch Abendandachten geplant.“ Zudem bietet das ejw pfadfinderische Arbeit, Freizeiten und Wochenendveranstaltungen. Aber auch die Evangelische Jugend in den Dekanaten, die Stadtjungendpfarrämter bieten ein breites Programm, das zu Begegnungen einlädt. Zudem haben viele Schulseelsorgerinnen und -seelsorger ein offenes Ohr für die Jugendlichen.
Kriminalspiel X-days vom 8.-12. Juli 2022 in Frankfurt am Main

Veranstaltungen und Freizeiten für Jugendliche in Hessen-Nassau

Schulseelsorgende in der EKHN

Mitbestimmung erwünscht

Jugendforscherin Thomas appellierte im Hinblick auf den Umgang mit der Pandemie bei steigenden Inzidenzen und Virusvarianten in der kalten Jahreszeit, Jugendliche stärker in Entscheidungsprozesse einzubinden. „Die Jugend hat die Pandemie bisher geduldig und solidarisch gemeistert, hatte aber kaum Mitsprachrecht.“ Die fehlende gesellschaftliche Beteiligung junger Menschen sei ein grundsätzliches Problem. „Kinder werden nicht als unabhängige, vollwertige Akteure gesehen“, kritisierte Thomas. Dabei könnten sie viel beitragen. „Sie sind schließlich Experten ihrer eigenen Lebensrealität.“ Diese Wahrnehmung bestätigt auch Piet Henningsen vom ejw: „Bei meinem Rundgang habe ich viele Statemens der Jugendlichen gelesen, die sich auf Generationengerechtigkeit beziehen. Sie fragen sich: Kommt die Jugend ausreichend vor – auch in Kirche?“ Wer sich intensiver und kreativ mit dem Thema auseinandersetzen möchte, kann den Workshop „Kunst über Generationen hinweg“ besuchen und sich darüber austauschen. 
Zudem gibt es weitere zahlreiche Progammangebote auf dem Jugendkirchentag zum Thema „Gerechtigkeit“. Weiterhin haben Jugendliche in der EKHN die Chance, die Geschicke der Kirche beispielsweise als Jugenddelegierte im Kirchenvorstand mitzubestimmen.
Angebote zu "Gerechtigkeit" auf dem Jugendkirchentag

Broschüre für junge Leute im Kirchenvorstand (PDF)

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