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Kirchentag

Evangelischen Spirit in Dortmund feiern

Bild:© 2019 Getty Images, pseudodaemonDortmundDie Einwohner in der Kirchentags-Stadt Dortmund gehörten rund 28 Prozent der evangelischen, und 26 Prozent der katholischen Kirche an

Kabarett zum Lachen, Musik zum Mitsingen, Bibelarbeiten zum Besinnen und Diskussionsrunden zum Mitdenken: 2.000 Veranstaltungen werden auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund angeboten. Vom 19. bis zum 23. Juni engagieren sich auch ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende aus dem Gebiet der EKHN für das breit gefächerte Programm. Schon am Abend der Begegnung starten die Hessen-Nassauer mit viel Humor, rockigen Grooves und „großer Eintracht“ mit ihren katholischen Kolleginnen und Kollegen sowie Menschen aus der ACK Hessen-Rheinhessen.

„Über 5.000 Besucherinnen und Besucher werden aus dem Bereich der Landeskirche zum Kirchentag nach Dortmund reisen“, schätzt Jutta Winkler vom Landesausschuss Kirchentag für Hessen und Nassau. Hinter dem Einlass wird vom 19. bis 23. Juni 2019 ein umfangreiches Programm präsentiert - mit Gottesdiensten, Bibelarbeiten, Podiumsdiskussionen zu gesellschaftspolitischen Themen, Mittagstischen der Migrationskirchen sowie zahlreichen musikalischen und kulturellen Angeboten.
zum Programm des Kirchentages

Wolkenkratzer und Himmelsstürmer willkommen!  

Im Dortmunder Propsteihof werben schon jetzt ökumenische Angebote für den Kirchentag 2021 in Frankfurt. Diesen hessischen Hotspot inmitten des Dortmunder Kirchentages betreuen rund 70 Ehrenamtliche aus den gastgebenden Kirchen des 3. Ökumenischen Kirchentags. Sie werfen den Blick voraus und laden jetzt im Dortmunder Propsteihof ein nach Frankfurt am Main zu kommen. Am Abend der Begegnung am 19. Juni öffnet in Dortmund das ökumenische Hessen-Team  die Pforten zur „Großen Eintracht“ mit Kabarett sowie rockigen und poetischen Sounds. Eine Virtual Reality Aktion bietet mitten im Ruhrgebiet die Chance, die Frankfurter Skyline zu entdecken. Frankfurter Stadtführungen in Dortmund zeigen ein weitere Bilder dieser Stadt, voller Widersprüche, Ehrlichkeit und Reibungsflächen. Unter dem Motto „Wolkenkratzer und Himmelsstürmer willkommen!“ finden sich zudem Menschen zusammen im Ökumenischen Wohnzimmer, um sich über die Zukunft der Ökumene auszutauschen.

Große Eintracht am Abend der Begegnung
Ökumenischer Begegnungsort: Wolkenkratzer und Himmelsstürmer willkommen

Kirchentag als thematische „Zeitansage“ 

Durch das Kirchentags-Programm ziehen sich zentrale Themen. Jutta Winkler erklärt: „Der Kirchentag ist  immer auch eine `Zeitansage´ für das, was gerade in unserer Gesellschaft aktuell ist. Er bietet ein Forum dafür, Stellung zu beziehen.“ In diesem Jahr sieht sie mehrere zentrale Themen: integrierendes Miteinander und interreligiöser Trialog, Klimawandel und Bewahrung der Schöpfung sowie Digitalisierung und künstliche Intelligenz.

Dabei sein - und Tabus ansprechen

So wird in den Hauptvorträgen mit hochkarätigen Referenten über Einwanderung und Antisemitismus diskutiert. Der „Rote Faden Migration, Integration, Anerkennung“ widmet sich in vielfältigen Formaten den drängenden Fragen unserer Zeit. Denn Tabus solle es auf dem Kirchentag nicht geben: So haben besorgte Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag bei der Veranstaltung „Das soll doch noch gesagt werden dürfen!“ die Chance, alles zur Sprache zu bringen – unter vier Augen.
Auf Verbindendes setzt der Arbeitskreis „Im Dialog“ aus der EKHN: Er präsentiert die Ausstellung „Die Bibel. Buch der Juden, Buch der Christen.“

Diskussionen zu den zentralen, gesellschaftspolitischen Themen
Veranstaltung: Das soll doch noch gesagt werden dürfen!
Ausstellung: Die Bibel. Buch der Juden, Buch der Christen
Markt der Möglichkeiten: Gewalt überwinden – Frieden schaffen: mit dem Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW 

Verantwortliche aus Wirtschaft, Politik, Kirche und Kultur

Die großen gesellschaftspolitischen und umweltpolitischen Themen der Gegenwart sind auch mit bekannten Persönlichkeiten verbunden: mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Wissenschaftsmoderator Ranga Yogeshwar, Chefredakteur Heribert Prantl, Medizinethiker Peter Dabrock und mit dem kongolesischen Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege. Tatsächlich nehmen diese und weitere Politiker, Wissenschaftler, Geistliche und Medienschaffende auf den Kirchentag aktiv teil. Dabei kommen auch die Brüche im Leben zu Sprache, so im Gespräch mit Thomas Middelhoff auf dem „Roten Sofa“. Der gefeierten Star-Manager rutschte in die Insolvenz und wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. Wie man nach einer Niederlage wieder aufsteht, haben auf jeweils andere Art der amtierende und die ehemaligen Bundespräsidenten erfahren. Anwesend auf den Hauptpodien werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sein, sowie seine Vorgänger Joachim Gauck, Horst Köhler und Christian Wulff.

Veranstaltungen auf dem Roten Sofa
Diskussionen zu den zentralen, gesellschaftspolitischen Themen

Kontroversen beim Thema „Ökologie“

Wie die Zukunft aussehen wird, hängt allerdings von den Entscheidungen von zahllosen Menschen  ab. „Ökologie und Klimaschutz sind wieder zentrale Themen auf dem Kirchentag“, weiß Jutta Winkler. Deshalb wurde auch die deutsche Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer eingeladen. "Kontrovers wird es zugehen, wenn wir um Tierwohl und die Rolle der Landwirtinnen und Landwirte für das Klima und die Umwelt sprechen", kündigt Stefanie Rentsch an. Sie ist die Studienleiterin des Kirchentages in Dortmund. Erwartet werden auch bekannte Wissenschaftler wie Hans Joachim Schellnhuber, der ehemalige Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Auch der Aktivist Felix Finkbeiner von Plant-for-the-Planet wird dabei sein. Dabei werden Fragen angesprochen wie: Welche Rolle spielen Städte in der Zukunft für die soziale und ökologische Entwicklung? Sind Smart Cities das Modell der Zukunft?

Digitalisierung: Wieviel Vertrauen kann sein? Wieviel Kritik ist notwendig?

In Diskussionsrunden und an Ständen wird auch das Thema „Digitalisierung und künstliche Intelligenz“ aufgegriffen. So moderiert Annika Gramoll vom Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN mehrere Diskussionsrunden, beispielsweise zu künstlicher Intelligenz am Beispiel des autonomen Fahrens. Die Geschäftsführerin des Medienhauses der EKHN, Birgit Arndt, und Pfarrer Lutz Neumeier werden über den Segensroboter „BlessU2“ im Zentrum Gottesdienst ins Gespräch kommen. In einem Workshop wird sich Birgit Arndt u.a. mit der evangelischen Influencerin und Pfarrerin Theresa Brückner sprechen. Sie ist auf Instagram & Co. als @theresaliebt bekannt. Mit anderen Teilnehmenden laden sie zum Workshop „Pastorale Identität im Netz“ ein. Mit der evangelischen Youtuberin Jana Highholder soll schließlich im interaktiven, digitalen Gottesdienst Vertrauen gewagt werden. „Es ist wichtig, dass wir das Thema Digitalisierung aufgreifen, denn unsere Gesellschaft wird davon zunehmend geprägt“, schätzt Jutta Winkler ein. Sie plädiert dafür, umfassend die möglichen Folgen dieser Entwicklung für die Bürgerinnen und Bürger ins Auge zu fassen. 

Maschinenbilder – Menschenbilder: künstliche Intelligenz
Segensroboter BlessU2
Pastorale Identität im Netz
Sublan-Gottesdienst: Interaktiv und digital

Insider-Tipps: Hier kann die Seele aufatmen

Schließlich hat Jutta Winkler noch einige Insider-Tipps parat: Der Klezmermusiker Giora Feidmann wird mit seiner Klarinette sein letztes Konzert am Samstag um 20 Uhr im Bereich der Westfalenhallen geben. Dann verrät sie, dass sie selbst aus dem Ruhrgebiet stammt, aus Hagen – einer Nachbarstadt von Dortmund. Sicher ein Grund, weshalb ihr das ökumenische Feierabendmahl in der Zeche Zollern am Herzen liegt. „Das stillgelegte Steinkohlebergwerk symbolisiert den Wandel, dem die Menschen in dieser Region sich stellen“, erklärt Jutta Winkler vom Zentrum Verkündigung. Und da für die Einheimischen der Fußball ein fester Bestandteil im Leben ist, empfiehlt Schalke -Fan Winkler: „Im Zentrum Sport geht es rund um den Fußball, sportliche Lebenskunst und Vertrauen. Bemerkenswert ist die Veranstaltung „Beten und Singen on Ice im Eissportzentrum.“
Giora Feidmann – Klezmer for Peace
Veranstaltungen im „Zentrum Sport“
Ökumenisches Agapemahl mit Bergbautradition

Engagement aus Hessen-Nassau

An dem Programm mit seinen 2.000 Veranstaltungen wirken rund 100 Gruppen aus dem Gebiet der EKHN mit. „Ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende musizieren bei Bläserchören und singen bei Kirchenchören mit, sie präsentieren ihre Projekte auf dem Markt der Möglichkeiten, engagieren sich in der Gottesdienstwerkstatt und im Zentrum Jugend.“ Auch im Bereich der Popularmusik und der darstellenden Kunst seien Hessen-Nassauer aktiv. „Ich bin richtig stolz auf unsere Engagierten! Nur mit ihrem Einsatz kann vieles möglich werden“, freut sich Jutta Winkler.

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Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

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