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Chemnitz

Erklärung für "Vielfalt, Toleranz und Solidarität"

bbiewDie evangelische und die katholische Kirche haben sich in der Vergangenheit gemeinsam immer wieder öffentlich zu Wort gemeldet. Das Foto zeigt den evangelischen Dekan Arno Kreh mit seinem katholischen Kollegen Thomas Meurer bei einer Manhnwache in Heppenheim anlässlich der Terroranschläge in Paris 2015.

Angesichts der Ereignisse in Chemnitz und dem bevorstehenden Landtagswahlkampf in Hessen haben das Evangelische Dekanat und die Katholischen Dekanate Bergstraße eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht.

Das Evangelische Dekanat und die Katholischen Dekanate Bergstraße haben eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie sich "gemeinsam für Vielfalt, Toleranz und Solidarität" aussprechen. Sie wollen ausdrücklich Farbe bekennen für die die Demokratie und ein gemeinsames Miteinander mit Menschen aus anderen Kulturen leben - weltoffen, demokratisch und antirassistisch.

Im Wortlaut erklären die Dekanate:

Die evangelische und die katholische Kirche an der Bergstraße appellieren an alle Menschen, sich bei aller Unterschiedlichkeit für ein solidarisches Miteinander einzusetzen. Ausgrenzung, Hass und Hetze dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.

Gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Parteien und Gewerkschaften wollen wir ein Zeichen setzen für die Vielfalt und Weltoffenheit im Kreis Bergstraße, für ein Zusammenleben in Respekt und Solidarität.

Wir befürchten, dass im bevorstehenden Landtagswahlkampf populistische Kräfte Ängste schüren und mit simplen Antworten und Botschaften auf Stimmenfang gehen.

Als Christinnen und Christen glauben wir, dass Gott die Menschen in ihrer Vielfalt liebt. Deshalb stehen wir dafür ein, die Würde und das Recht jedes einzelnen Menschen zu achten und in unserer Gesellschaft Teilhabe und Solidarität zu fördern. Wir wollen gemeinsam mit vielen anderen bezeugen, dass wir in unserem Landkreis auch in Zukunft weltoffen, demokratisch und antirassistisch leben und Menschen, die vor Verfolgung, Krieg und Gewalt geflohen sind, beistehen werden.

Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!

2. Korinther 6, 2

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Hans Genthe

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