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Hessenwahl 2018

Jung: Nach Landtagswahl kühle Politker-Köpfe gefragt

EKHN/NeetzJung vor dem Gebäude der Kirchenverwaltung der EKHN, das mit Fahnen geschmückt istKirchenpräsident Dr. Dr. h.c. Volker Jung

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hofft nach der Hessenwahl auf kühle Politiker-Köpfe und die Bildung einer tragfähigen Koalition. Und noch etwas wird in der nächsten Legislatur wichtig sein.

Wiesbaden / Darmstadt, 28. Oktober 2018. Nach der Landtagswahl in Hessen hofft der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, auf eine handlungsfähige Regierung. „Es geht jetzt darum, eine tragfähige Koalition zu bilden, sagte er am Montag (29. Oktober) in Darmstadt. Dabei sei es wichtig, eine Politik zu entwickeln, „die dem gesellschaftlichen Zusammenhalt dient und Polarisierungen entgegenwirkt“. Den politisch Verantwortlichen wünscht er bei den Koalitionsverhandlungen „einen kühlen Kopf, Orientierung an den anstehenden Themen und dem Wohl der Menschen“. Die Wahlbeteiligung bezeichnete er als „ordentlich“, könne aber trotzdem nicht zufriedenstellen. Gerade in einer Zeit, in der es darum gehe, die Demokratie zu stärken, sei es eine wichtige Aufgabe, Menschen zu motivieren, von ihrem freien Wahlrecht Gebrauch zu machen. Jung: „Wahlen sind und blieben das Herz der Demokratie.“

Als wichtiges Thema der kommenden Zeit sieht Jung neben der Regierungsbildung die Auseinandersetzung mit zunehmend polarisierenden Tönen im öffentlichen Diskurs.  „Leider ist zurzeit in Europa, aber auch weltweit zu sehen, dass populistische Parteien mehr Raum gewinnen, die auf extreme und polarisierende Positionierungen setzen und dabei auch vor Diskriminierungen nicht zurückschrecken. Ich sehe das mit großer Sorge. Dort, wo damit der Anspruch erhoben wird, die wahre Meinung der Mehrheit oder des Volkes zu vertreten, ist dies ein Angriff auf die Demokratie.“ Es gebe aber zugleich zunehmend mehr Menschen, die hier Gefahren erkennen und dem entgegenwirken würden. Jung: „Hier hilft vor allem beharrlich dafür einzutreten, die Wirklichkeit angemessen und differenziert wahrzunehmen. Das Leben ist niemals nur schwarz oder weiß. Und Demokratie bedeutet, nach Lösungen zu suchen, die von möglichst vielen mitgetragen werden können und Minderheiten zu schützen.“

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Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!

2. Korinther 6, 2

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Hans Genthe

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