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Schöpfergott und Evolution

Carsten SommerEvolutionNeandertaler und der heutige Mensch: Wie passt die Evolutionstheorie zum christlichen Glauben?

Nach der Bibel ist die Welt in sieben Tagen entstanden. Die Naturwissenschaft hingegen schätzt, dass viereinhalb Milliarden Jahre zwischen der Entstehung des Planeten Erde und dem Aufkommen der ersten Menschen liegen. Wie können Christen zu diesen scheinbar widersprüchlichen Aussagen stehen?

Als Voraussetzung für eine Antwort ist festzuhalten, dass Glaubensvertreter und Naturwissenschaftler über unterschiedliche Fragen nachdenken:

Der Glaube orientiert sich an der Frage „Worauf vertraut der Mensch? Wozu lebt der Mensch?“ Er antwortet: „So wie du bist, hat Gott dich gewollt und beauftragt, die Schöpfung zu bewahren.“ Damit sagt der Glaube etwas über den Urgrund und die Urbestimmung des Menschen aus.

Die Naturwissenschaft dagegen versucht die Frage „Wie ist der Mensch entstanden?“ zu beantworten. Bisher geht man davon aus, dass sich der Mensch sowie alle anderen Lebewesen weiter entwickeln, wenn eine zufällige Veränderung der Gene (Mutation) dazu führt, dass sich ein Individuum dadurch noch besser an seine Umwelt anpassen kann als seine Artgenossen. Damit ist es ihm möglich, sich erfolgreicher fortzupflanzen und damit seine Gene an die nächste Generation weiterzugeben.

Die Vertreter von Religion und Naturwissenschaft beschäftigen sich also mit unterschiedlichen Fragestellungen. Deshalb sind beide Erklärungsansätze nicht miteinander vergleichbar. So lautet die Antwort, dass auch Christen gleichzeitig an einen Schöpfergott glauben und sich anhand der Evolutionstheorie die Entwicklung der Lebewesen erklären können. Glaube und Naturwissenschaft schließen einander nicht aus.
Die evangelische Kirche ermutigt zu einem Dialog mit Vertretern der Naturwissenschaften, um die Weltwirklichkeit in ihrer Ganzheit besser verstehen zu können.

Christlicher Schöpfungsglaube

In der Bibel gibt es zwei unterschiedliche Schöpfungsberichte, die davon erzählen, wie Gott die Welt geschaffen hat. In der älteren, zweiten Erzählung berichtet der Verfasser davon, dass Gott zuerst den Menschen aus Erde formte und ihm Leben einhauchte, erst danach ließ Gott Pflanzen sprießen. Diese Erzählung stammt vermutlich aus der Zeit um 950 v. Chr.. (1. Mose Kapitel 2, Verse 5 ff)
Etwa 400 Jahre später entstand der erste, jüngere Schöpfungsbericht, mit dessen Worten auch die Bibel beginnt (1. Mose Kapitel 1, Vers 1): „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Hier erschafft Gott die Welt und die Lebewesen durch sein Wort, so auch den Menschen. Im Gegensatz zu dem älteren Bericht ist hier die Erde bereits von Pflanzen und Tieren bewohnt, bevor der Mensch erscheint.
Die Verfasser der beiden biblischen Berichte waren auf ihr Wissen in ihrer jeweiligen Zeit angewiesen und sie versuchten zu erklären, wie die Erde und die Lebewesen entstanden sein könnten; Naturwissenschaften im neuzeitlichen Sinn gab es nicht. Eines allerdings verbindet die Berichte: Sie gehen davon aus, dass Gott der Schöpfer ist. Die Glaubensaussage beider Texte besagt, dass der Mensch, sowie Tiere und Pflanzen Geschöpfe Gottes sind, das sie von Gott gewollt sind. Dabei ist dem Menschen eine einzigartige Sonderstellung zu eigen. Als Ebenbild Gottes hat der Mensch die Aufgabe, mit seinen Mitgeschöpfen, den Tieren und Pflanzen, verantwortlich umzugehen.

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Über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.

Jesaja 60,2

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von unsplash_tyssul-patel

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