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Gedenken

Armenier fordern Anerkennung des Völkermordes

Patrick WurmbachIn Gießen erinnern Christen an die ermordeten Armenier 1915.Hungerstreik in Gießen - Fünf Tage lang erinnerten in Gießen eine Gruppe von christlichen Suryore an den Völkermord 1915.

Vor 100 Jahren starben beim Massaker an Armeniern zahlreiche Menschen. Die Bundesregierung vermeidet das Wort Völkermord.

Der Zentralrat der Armenier in Deutschland hat von der Bundesregierung erneut die Anerkennung des Völkermordes vor 100 Jahren im Osmanischen Reich gefordert. Ein solcher Schritt hätte eine positive Wirkung auf die türkische Gesellschaft und wäre mit keinerlei Rechtsansprüchen der Opfer gegenüber der Bundesrepublik verbunden, sagte die stellvertretende Zentralratsvorsitzende Madlen Vartian in Berlin. Zudem würde die Anerkennung der Massaker vor 100 Jahren zivilgesellschaftlichen Organisationen in der Türkei helfen, die sich für eine Aufarbeitung der Geschichte einsetzen.

Auch die evangelischen Landeskirchen in Hessen und die Gesellschaft für bedrohte Völker appellierten an die Bundesregierung, sich für eine Anerkennung des Völkermords durch die Türkei einzusetzen. Die Türkei streitet bis heute einen Völkermord ab.

Bislang haben den Angaben zufolge 22 Parlamente weltweit die Vernichtung der armenischen Bevölkerung im Osmanischen Reich als Völkermord verurteilt, darunter die EU-Staaten Frankreich, Niederlande, Italien, Griechenland, Zypern, Slowakei, Schweden. Hingegen vermeidet die Bundesregierung die Begriffe „Völkermord“ und „Genozid“.

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Du stellst meine Füße auf weiten Raum.

(Psalm 31,9)

Psalm 31,9

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/tolga tezcan

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