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Jahresempfang

„Armut überwinden – in Kinder investieren“

S.v.Gehren/pixelio.deKinderGern: „Eine große Bedeutung für die Armutsbekämpfung hat die frühkindliche Bildung."

In Hessen lebt fast jedes sechste Kind unter 15 Jahren in Armut. Das bedeutet: schlechtere Berufsaussichten und geringere gesellschaftliche Integration. Denn oft fehlt sogar das Geld, um die Mitgliedschaft im Sportverein zu zahlen. Ein guter Grund für Diakonie-Chef Gern, Forderungen an die Politik zu stellen.

„Zur Bekämpfung der Kinderarmut brauchen wir nicht nur individuelle, sondern auch strukturelle Lösungsansätze“, stellte der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen, Pfarrer Dr. Wolfgang Gern, heute beim Jahresempfang der Diakonie Hessen im Evangelischen Fröbelseminar in Kassel fest. Die Politik müsse eine Kindergrundsicherung beschließen, die oberhalb der Armutsgrenze liegt, die öffentliche Infrastruktur weiter ausbauen und Sozialräume gestalten. „In Hessen lebt fast jedes sechste Kind unter 15 Jahren in Armut. Das bedeutet für diese Kinder und Jugendlichen ganz konkret den Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe und von Zukunftschancen“, sagte Gern weiter. „Eine große Bedeutung für die Armutsbekämpfung hat die frühkindliche Bildung. Kindertagesstätten können wesentlich dazu beitragen, dass Armut entweder gefestigt oder aufgebrochen wird.“

Evangelische Engagement in Kindertagesstätten und der Kinderbetreuung

Auch Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, nahm in seinem geistlichen Impuls zum Jahresempfang die Förderung armer Familien in den Blickpunkt. „Deshalb setzen wir uns als Kirche und Diakonie für Kinder ein – in den vielen Kindertagesstätten, in Kindergruppen und Kinderbetreuung“, sagte Bischof Martin Hein. „Es gibt noch viel zu tun, bis die Armut bei Kindern und Familien überwunden ist.“

Podiumsdiskussion um die Bedeutung frühkindlicher Bildung

Vor etwa 250 geladenen Gästen aus Politik, Kirche und Gesellschaft, diskutierten die Podiumsteilnehmer zu dem diesjährigen Empfangsmotto „Armut überwinden – in Kinder investieren“. Im Gespräch über die Bedeutung frühkindlicher Bildung für die Armutsbekämpfung waren auf dem Podium Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, Präsident der Universität Kassel, Dr. Freimut Schirrmacher, Direktor des Evangelischen Fröbelseminars Kassel, und Regine Haber-Seyfarth, Bereichsleiterin Tageseinrichtungen für Kinder der Diakonie Hessen. Im Anschluss widmeten sich Pfarrer Gerd Bechtel, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Kassel, Stadträtin Anne Janz, Dezernat für Jugend, Schule, Frauen und Gesundheit der Stadt Kassel, und Gudrun Okulla, Leiterin der Kindertagesstätte Matthäuskirche Kassel, dem Thema „Warum sich Armutsbekämpfung nicht auf das Thema Bildung beschränken darf“. Sarah Dippel vom Hessischen Rundfunk moderierte die Gespräche.

Wir sind alle darin verbunden,
dass wir von Gott beschenkte Menschen sind –
mit dem großartigen Geschenk des Lebens.

(Volker Jung)

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