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Fusion der Landesverbände

Aus zwei mach eins – Evangelischer Bund Hessen gegründet

Johannes LöschEinstimmig angenommen: Der Evangelische Bund vereinigt sichEinstimmig angenommen: Der Evangelische Bund vereinigt sich

Sophie von Brabant klatscht Beifall. Ihr gefällt, was die Mitglieder der Evangelischen Bünde von Hessen-Nassau und Kurhessen-Waldeck gerade einstimmig beschlossen haben. Künftig soll es nur noch einen Verein für Hessen und die in Rheinland-Pfalz und Thüringen liegenden Gebiete der alten Landesverbände geben. Die Aufgaben bleiben dieselben.

Johannes LöschNach der Fusion: Anstoßen mit Sophie von BrabantNach der Fusion: Anstoßen mit Sophie von Brabant

Grün für Kurhessen-Waldeck, orangefarben für Hessen-Nassau. So sehen die Stimmzettel aus, die um kurz nach 17 Uhr von den etwa 40 anwesenden Mitglieder des Evangelischen Bundes in die Höhe gehalten werden. Einstimmig beschließen sie die Verschmelzung der beiden Landesverbände zum neuen Evangelischen Bund Hessen. Als Gast des Vorstandes sitzt auch Sophie von Brabant in mittelalterlicher Tracht vor den Mitgliedern - allerdings von einer Schauspielerin verkörpert. Denn die echte wäre heute 776 Jahre alt, sie war eine Tochter der Heiligen Elisabeth von Marburg und hatte 1247 die Landgrafschaft Hessen gegründet. Die präsente Erinnerung an die Stammmutter des Hauses Hessen bei dem Marburger Johannisempfang des Evangelischen Bundes bedeutet also: Zurück zu den Wurzeln.

Aktuelle Themen aus protestantischer Perspektive

„Wir vollziehen heute das, was wir schon seit Jahren praktizieren“, sagt der hessen-nassauische Vorsitzende Matthias Ullrich. Pfarrer Ullrich wurde, wie sein kurhessischer Kollege Volkmar Ortmann, in seinem Amt bestätigt, bis die Verschmelzung erfolgreich vollzogen ist. Seit Jahren schon organisieren die hessischen Landesverbände gemeinsame Tagungen. Auch schreiben Autoren aus Kurhessen und Hessen-Nassau gemeinsam an Publikationen zum Thema „Wie gehen wir Evangelischen mit dem Papst um?“ oder „Kirche in der offenen Gesellschaft". Was inhaltlich seit langem gut funktionierte, bildet nun auch die Vereinsstruktur nach.

Ganz zentral bei all diesen Aktivitäten ist die Frage „Was bedeutet es heute „evangelisch“ zu sein? Der Verein unterstützt Religionslehrer, Pfarrerinnen und interessierte evangelische Christen bei der Suche nach zeitgenössischen Antworten auf diese Frage. Der Verein unterhält gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) das Konfessionskundliche Institut in Bensheim. Das forscht über ökumenische Themen und berät Gemeinden, Journalisten und Landeskirchen. Daher versteht sich der Evangelische Bund als Bindeglied zwischen Gemeindearbeit und wissenschaftlicher Theologie.

Eintreten für Einigkeit und ökumenische Gemeinschaft

Im gemeinsamen Landesverband will der Evangelische Bund jetzt „mit konzentrierten Kräften diese Anliegen besser vertreten“, betont Geschäftsführerin Larissa Arras. Dazu zählt auch, für mehr Einigkeit zwischen den protestantischen Kirchen und Freikirchen einzutreten und das Engagement für mehr ökumenische Gemeinschaft mit katholischen und orthodoxen Christen zu unterstützen.

Was ist der Evangelische Bund eigentlich?

Der Evangelische Bund wurde 1886 gegründet und wandte sich vor allem gegen den Einfluss der Katholischen Kirche. Bis zum Ersten Weltkrieg wuchs er mit etwa 500.000 Mitgliedern zum drittstärksten Verein in Deutschland. Nach 1945 richtete er sich neu aus. Seitdem treten ökumenische Themen in den Mittelpunkt. Heute hat der Evangelische Bund in Deutschland etwa 3.000 Mitglieder, davon 800 in Hessen.

Tu, was zu tun kannst.
Und dann ist gut, denn mehr geht nicht.
Alles weitere kann ich in die Hände Gottes legen
und darauf vertrauen, dass er es wohl gut mit mir meint.
(Carsten Tag zu Prediger 9,10)

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