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Jazz in Frankfurt

Bläsertag „Albert Mangelsdorff“

© iStockphoto, piola666PosauneAlbert Mangelsdorff erfand das mehrstimmige Spiel für die Posaune, indem er einen Ton blies und gleichzeitig einen Ton sang

Albert Mangelsdorff – eine Ikone des Jazz wäre dieses Jahr 90 Jahre alt geworden. Anlässlich des Geburtstages des Frankfurters gibt es vom 20. bis 22. September einen Bläsertag „Albert Mangelsdorff“.

„Jazz ist für mich in erster Linie eine Musik, die […] dem Spieler die Möglichkeit gibt, sich individuell auszudrücken“, so Albert Mangelsdorff, der weltberühmte Frankfurter Jazzposaunist. Dieser besondere Ausdruck in seiner Musik ist das, was ihm weltweite Bekanntheit eingebracht hat. Durch neue Techniken, besonders durch die Multiphonics, hat er seinen ganz persönlichen „Sound“ entwickelt. Deshalb gilt er heute noch als einer der wichtigsten der Innovatoren des Jazz, auch wenn er schon 2005 an Leukämie verstarb.

Mangelsdorff und der Jazz

Am 5. September 1928 wird Albert Mangelsdorff als Sohn eines Buchbinders in Frankfurt am Main geboren. Sein älterer Bruder nimmt ihn oft mit in Jazzklubs, die in der NS Zeit verboten waren. So kommt er das erste Mal in Kontakt mit seiner Leidenschaft – dem Jazz. 1944, im Alter von 12 Jahren erhält er seinen ersten Geigenunterricht bei seinem Onkel und bringt sich wenige Jahre später autodidaktisch Gitarre bei. Schnell wird er Teil der damals jungen Frankfurter Jazzszene, was für ihn Musizieren bis zum Morgengrauen bedeutet.

Der Traum wird Wirklichkeit

Mit dem Eintritt in die Otto-Laufner-Bigband als Gitarrist macht er sein Hobby 1947 zum Beruf. Mangelsdorff hat einmal selbst zugegeben, dass er zwar Gitarre spiele, aber viel lieber Posaunist sei. Dieser Traum geht für ihn durch einen Kollegen in Erfüllung, der ihm eine günstige Posaune besorgt. Sein Posaunenlehrer bemerkt sofort seine Begabung und verlängert die Unterrichtsstunden teilweise auf drei Stunden, um Mangelsdorff zu fördern. In der Posaune findet Mangelsdorff sein wahres Instrument. Er spielt schon drei Jahre nach seiner ersten Unterrichtsstunde in professionellen Combos und Bands, unter anderem auch mit internationalen Größen, wie dem Trompeter Dizzy Gillespie.

Ein international beliebter Musiker

Spätestens seitdem Mangelsdorff den ersten Platz bei einem Wettbewerb in der Kategorie „Talent Deserving Wider Recognition“ (Talent, dass größere Bekanntheit verdient) erzielte und darauf eine Einladung zum Newport Jazz Festival 1965 mit seinem Quintett bekommt ist Mangelsdorff als internationale Jazzgröße zu bezeichnen. Unter anderem spielt er jetzt auch Solo Konzerte, das heißt komplett ohne Begleitung, nur Posaune – ein absolutes Novum. Hier sind oft die Multiphonics zu hören, die kein anderer Posaunist seiner Zeit so beherrscht wie er. Wenn ein Instrument, das normalerweise nur einstimmig gespielt werden kann, mehrstimmig klingt, spricht man von Multiphonics. Dazu wird ein  Ton auf der Posaune gespielt und dazu ein höherer Ton in sie hinein gesungen.

Posaunentag „Albert Mangelsdorff“

Anlässlich des 90ten Geburtstags, den dieses Ausnahmetalent dieses Jahr gefeiert hätte gibt es einen  „Bläsertag Albert Mangelsdorff“ vom 20. bis 22. September. Das Eröffnungskonzert findet in der Frankfurter St. Cyriakuskirche am 20. September um 19:30 statt. Das Jazzquartett „J-Sound Projekt“ rund um den Trompeter Jason Schneider präsentiert den teilnehmenden Bläsern, auf die ein Workshop mit Jazzposaunist  Stephan Kirsch wartet, seine wilden bis verträumten Kompositionen. Interessierte können natürlich auch ohne Teilnahme am Bläsertag das Konzert besuchen.  

Infos und die Anmeldung zum Bläsertag

Quellen: FAZalbert-mangelsdorff.de, jazzpages

Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!

2. Korinther 6, 2

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Hans Genthe

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