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Spenden-Aktion

Brot für die Welt-Aktion 2022 gestartet: Klima im Blick

Bildquelle: Karin Schermbrucker / Brot für die WeltDürre in SimbabweDie Ostgrenze Simbabwes hat eine schwere Dürre erlebt und ist vom Klimawandel stark betroffen. Das spüren auch Kuda Gudyanga (46) und seine Frau NoMatter (39) in Nyanyadzi in Chimanimani. Kleinbauern sind von großen Verlusten bei der Ernte und dem Viehbestand bedroht. Projektpartner: Towards Sustainable Use of Resources Organisation (TSURO)

Unter den Folgen der fortschreitenden Klimakrise leiden besonders stark die Menschen im Globalen Süden, obwohl sie am wenigsten zu seiner Entstehung beigetragen haben. Deshalb ruft die evangelische Aktion "Brot für die Welt" zu Spenden für die notleidenden Menschen auf. Die diesjährige Aktion wurde regional mit einem Gottesdienst eröffnet.

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Gottesdienst-Team Ulrike Scherf Gottesdienst
EKHN/Rudolf UhrigUlrike Scherf in der Wormser DreifaltigkeitskircheUlrike Scherf predigt

Unter dem Motto „Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.“ haben die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) am Sonntag in Büdingen (Wetteraukreis) die diesjährige Spendenaktion von Brot für die Welt eröffnet. Mit dieser Aktion will die  evangelische Hilfsorganisation darauf aufmerksam machen, dass die fortschreitende Klimakrise alle Menschen betrifft – jedoch nicht alle gleichermaßen. Unter den Folgen leiden besonders stark die Menschen im Globalen Süden, obwohl sie am wenigsten zu seiner Entstehung beigetragen haben.

Scherf: Menschen sind existenziell bedroht 

„Mit der 63. Aktion führt Brot für die Welt vor Augen, wie viele Menschen schon heute ganz existentiell vom Klimawandel bedroht sind“, sagte Hessen-Nassaus Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf in der Predigt zum regionalen Auftaktgottesdienst. „Uns allen ist spätestens seit den Sommer-Bildern aus dem Ahrtal bewusst und im wahrsten Sinne des Wortes ganz nah gekommen, wie schnell Existenzen und Leben bedroht werden, wenn extreme Wetterlagen Lebensgrundlagen vernichten“, so Scherf weiter. Trotz aller Krisen verweise gerade der begonnene Advent darauf, dass Gott zu den Menschen komme und ihnen beistehe. Die Adventsbotschaft vermittle Hoffnung für eine bessere Zukunft. Scherf: „Gott kommt und alles findet seinen Platz. Da ist Gerechtigkeit für jeden Menschen und die ganze Schöpfung. Alles wird heil. Jede und jeder wird satt.“

Klimawandel in Partnerkirchen längst greifbar  

„Vertreter unserer Partnerkirchen in Afrika, Indien oder Indonesien berichten uns schon seit Jahren, dass sie die Auswirkungen des Klimawandels spüren. So kommt es immer häufiger zu Ernteausfällen infolge von Dürreperioden oder Überflutungen. Wir müssen begreifen, dass wir die Klimakrise nur gemeinsam bewältigen können“, erklärt Detlev Knoche, Leiter des Zentrums Oekumene der EKHN und EKKW in Frankfurt. Nach Worten von Claudia Brinkmann-Weiß, Dezernentin für Diakonie und Ökumene der EKKW sind „die Auswirkungen der Klimakrise weltweit nicht mehr zu übersehen“. Brinkmann-Weiß: „Nur global vernetztes innovatives Handeln kann einen Weg aus dieser Krise weisen. Brot für die Welt fördert auch Projekte gegen die Folgen der Krise und für Klimagerechtigkeit. Mein Dank gilt allen, die die Arbeit von Brot für die Welt mit ihren Spenden unterstützen.“

5000 Brote-Aktion abgeschlossen 

In dem Auftakt-Gottesdienst für Brot für die Welt wurde zugleich die diesjährige regionale 5000-Brote-Aktion von Andreas Schmitt, Stellvetretender Landesinnungsmeister des Bäckerinnungsverbandes Hessen, beendet. Die Initiative wurde 2012 von den beiden hessischen Landeskirchen ins Leben gerufen. Konfirmandinnen und Konfirmanden gehen in die Backstuben von lokalen Bäckereien. Dort backen sie Brot, welches sie dann gegen Spende an Gottesdienstbesucher abgeben. Mit dem Erlös werden Kinder- und Jugendprojekte von Brot für die Welt unterstützt, in diesem Jahr in Indien, Brasilien und Äthiopien.  

Über 8 Millionen Euro Spenden aus der Region 

Im vergangenen Jahr hat Brot für die Welt mehr als 8,17 Millionen Euro aus dem Bereich der beiden hessischen Landeskirchen erhalten. Bundesweit haben Spenderinnen und Spender die Arbeit von Brot für die Welt im Jahr 2020 mit mehr als 76,8 Millionen Euro unterstützt. Das ist ein Plus von 12,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Beide hessischen Landeskirchen konnten ebenfalls einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.

Hintergrund: Brot für die Welt 

Brot für die Welt hat den Kampf für Klimagerechtigkeit zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht. Projektpartner weltweit entwickeln vor Ort innovative Ideen, Konzepte und Lösungen, wie die Menschen sich an die Folgen des Klimawandels anpassen und Widerstandskraft entwickeln können.

Beispiel Bangladesch 

Wie das funktionieren kann, zeigen die vielen Projekte von Brot für die Welt wie zu Beispiel in Bangladesch. Bis vor einigen Jahren lebten die Familien in den Küstenregionen von Fischfang und Reisanbau. Dort sind die Folgen des Klimawandels so heftig zu spüren wie in kaum einer anderen Gegend der Welt. Jedes Jahr treffen mehrere Wirbelstürme auf die Küste und erzeugen Flutwellen, die Böden und Grundwasser versalzen. Auf den Äckern gedeiht kaum noch etwas. Es mangelt an Wasser zum Trinken und zur Bewässerung der Felder. Die Frauen verbringen mehrere Stunden am Tag damit, Wasser von den wenigen nutzbaren Brunnen zu holen. Die Fischer riskieren in aufziehenden Stürmen ihren Fang oder sogar ihr Boot zu verlieren.  Die Christliche Kommission für Entwicklung (CCDB) in Bangladesch unterstützt die mehr als 5.500 Familien in dem Küstengebiet mit salzresistentem Saatgut sowie Schulungen zu alternativen Anbautechniken. Weiterhin werden Regenwassertanks und Wasseraufbereitungsanlagen errichtet. Derzeit entsteht ein Forschungs- und Lernzentrum, in dem Wissenschaftler*innen sich zukünftig über die besten Methoden zur Anpassung an Klimaveränderungen austauschen können.  

Brot für die Welt 

Online-Spende 

Kontakt zu Brot für die Welt

Ich merke, der weite Raum
entsteht nicht in mir und durch mich.
Er entsteht, weil andere da sind,
die mir Räume eröffnen,
gnädig umgehen mit meinen Schwächen,
sich einsetzen für einen menschenwürdigen Umgang
mit allen Menschen.

(Melanie Beiner zu Psalm 31,9)

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