Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der EKHN zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular und auf facebook sind wir offen für Ihre Anregungen.

Menümobile menu

An allen Adventssonntagen:

Dekanatskantoren verschenken musikalischen Adventskalender

kfTürchen aus Tönen: An der Förster-und-Nicolaus-Orgel der Dietzenbacher Christuskirche haben die beiden Dekanatskantoren die vier Musikstücke eingespielt, die an den kommenden Adventssonntagen online abrufbar sind.

Vier vorweihnachtliche Musiktürchen öffnen die Dekanatskantor*innen Dorothea Baumann und Christian Müller online an den kommenden vier Adventssonntagen. Hinter ihnen verbergen sich Orgelstücke von Mendelssohn, Rheinberger und Bach.

kfWenn die Menschen nicht zu Konzerten gehen können, dann kommen eben die Komzerte zu den Menschen: Eine besondere Überraschung für Freunde*innen der Musik haben die Rodgauer Dekanatskantorin Dorothea Baumann (re) und ihr Kollege Christian Müller für eine Adventszeit vorbereitet, in der vieles nicht so sein wird, wie wir es gewohnt sind.

Eigentlich war für dieses Jahr ein echtes Großprojekt geplant: Mit einem großen Projektchor und orchestraler Begleitung wollten die Rodgauer Dekanatskantorin Dorothea Baumann und Christian Müller das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach einstudieren und an verschiedenen Orten zu Gehör bringen.

„Mit Corona kam aber gerade auch für die Kirchenmusik wie für viele Künstlerinnen und Künstler alles anders“, blickt Dorothea Baumann auf die vergangenen neun Monate zurück: Lange Zeit war an Chorproben gar nicht zu denken, und die wenigen Wochen an Openair-Gesang nach den Sommerferien reichten bei weitem nicht für die Vorbereitung auf Großvorhaben, so die Kirchenmusikerin, die unter anderem die Kantoreien in Seligenstadt und Heusenstamm musikalisch leitet.

„Auch Proben in kleinen Gruppen waren unter den geltenden und gerade im Herbst wieder verschärften Hygienevorschriften nicht durchführbar. Von Aufführungen ganz zu schweigen“, ergänzt Christian Müller, der an der Dietzenbacher Christuskirche Orgel spielt und verschiedene Kinder- und Erwachsenenchöre dirigiert.

Eine Advents- und Weihnachtszeit ganz ohne Klangerlebnisse – für die beiden passionierten Profimusiker und viele Freunde*innen der Kirchenmusik ist das unvorstellbar. So entstand die Idee, die melodische Einstimmung auf das bevorstehende Christfest zum einen ins Internet, zum anderen an die Orgel zu verlagern.

Youtube-Kanal von Christian Müller, auf dem die musikalischen Adventsgrüße ab dem jeweiligen Sonntag zu sehen sind

Professionell aufgezeichnet an der Förster-und-Nicolaus-Orgel, oben auf der Empore der Dietzenbacher Christuskirche, haben die beiden Kantoren des Evangelischen Dekanats Rodgau nun alle Register gezogen, m doch noch musikalisch auf die Adventszeit einstimmen zu können: An jedem der vier Adventssonntage öffnen sie ein Türchen und präsentieren Stücke prominenter und weniger bekannter Komponisten vom Barock bis in die Moderne:

Vier Orgelstücke auf dem Weg zum Christfest

„Den Anfang markiert das ‚Macht hoch die Tür‘ in der Interpretation des Komponisten Arnold Mendelssohn“, der bis zu seinem Tod 1933 in Darmstadt gelebt hat. „In seiner kompositorischen Arbeit fand er Zuflucht in einem von Schicksalsschlägen geprägten Leben“, erläutert Dorothea Baumann. Das Kirchenlied, dessen Text Georg Weissel schon 1623 niedergeschrieben hat, darf in kaum einem Adventsgottesdienst fehlen.

Aus dem 19. Jahrhundert erklingt am zweiten Adventssonntag der zweite Satz der vierten Orgelsonate des Komponisten Joseph Gabriel Rheinberger. Vor allem ihr zweiter Satz beinhaltet klangliche Reminiszenzen an Szenen aus der Weihnachtsgeschichte „und lädt uns ein, auf die Suche nach dem Kind in der Krippe zu gehen“ so Christian Müller.

Zwar in diesem Jahr nicht mit dem Weihnachtsoratorium, aber zumindest mit ihrem Schöpfer Johann Sebastian Bach geht es in den dritten und den vierten Adventssonntag: Zunächst der Choral „Nun komm der Heiden Heiland“, das Jahrhunderte lang als „lutherisches Hauptlied der Adventszeit“ galt und das in Kurzform das Leben Jesu beschreibt.

Bachs Interpretation des Chorals „Der Tag, der ist so freudenreich“ erklingt schließlich zum Finale am vierten Advent. Dorothea Baumann und Christian Müller haben es unter anderem wegen seines „jubelnden und strahlenden Vorspiels“ ausgewählt und kurz vor die Weihnachtstage platziert. 

Es geht darum, die Menschen zu werden,
die wir in Gottes Augen sind.
Und es geht darum, das zu leben,
was wir in Gottes Augen sind!

(Volker Jung)

Volker Jung

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Quelle: gettyimages, stockam

Zurück zur Webseite >

to top