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Aktion für Gemeiden gestartet

Der Kirchturm: Ein Zuhause für Falken und Eulen

NABU/Bernd PetriWanderfalke auf dem Kirchturm der Evangelischen Stadtkirche Groß-Gerau.Wanderfalke am Kirchturm der Evangelischen Stadtkirche Groß-Gerau.

Die Kirchtürme bieten vielen gefährdeten Tierarten sicheren Unterschlupf. Der Naturschutzbund und die hessen-nassauische Kirche wollen mit der Aktion "Lebensraum Kirchturm" Gemeinden unterstützen, die ihre Gebäude beispielsweise für Falken und Eulen attraktiv machen wollen.

Bildergalerie

Wanderfalke auf dem Kirchturm der Evangelischen Stadtkirche Groß-Gerau. Wanderfalke auf dem Kirchturm der Evangelischen Stadtkirche Groß-Gerau. Wanderfalken an der Evangelischen Stadtkirche Groß-Gerau. Die Bilder sind zur einmaligen Nutzung im Rahmen des Pressetermins 
 „Lebensraum Kirchturm“ am 22.2.2016 in Wiesbaden vom Nabu freigegeben. Auf dem Turm der Evangelischen Marktkirche in Wiesbaden (von links): Marktkirchenpfarrer Martin Fromme, die Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf,  Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen und Klaus-Ulrich Battefeld, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
EKHN/Andrea WagenknechtAuf dem Turm der Evangelischen Marktkirche in Wiesbaden (von links): Goetz Roder (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz) kümmert sich vor Ort in Wiesbaden ehrenamtlich um die nistenden Wanderfalken im Marktkirchenturm, Marktkirchenpfarrer Martin Fromme, stellv. Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf,  Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen, und Klaus-Ulrich Battefeld, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und VerbraucherschutzAuf dem Turm der Evangelischen Marktkirche in Wiesbaden (von links): Goetz Roder (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz) kümmert sich vor Ort in Wiesbaden ehrenamtlich um die nistenden Wanderfalken im Marktkirchenturm, Marktkirchenpfarrer Martin Fromme, stellv. Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf, Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen, und Klaus-Ulrich Battefeld, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Darmstadt, Wiesbaden, Wetzlar, 22. Februar 2016. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wirbt mit dem Hessischen Naturschutzbund (NABU) und dem Hessischen Umweltministerium dafür, Kirchtürme als Lebensräume für bedrohte Tierarten neu zu entdecken. Am Montag (22. Februar) stellten sie dazu in Wiesbaden die Initiative „Lebensraum Kirchturm“ vor. Damit sollen Gemeinden motiviert werden, sich stärker für den Artenschutz einzusetzen und bedrohten Vogelarten wie Schleiereule, Wanderfalke und Dohle zu helfen. Auch Fledermäuse wie das „Großes Mausohr“ können unter den Dächern Unterschlupf finden. Bislang beteiligen sich 30 Kirchengemeinden aus Hessen-Nassau an der Initiative, die bereits 2007 ins Leben gerufen wurde. Das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN mit Sitz in Mainz berät Gemeinden, die sich an der Aktion beteiligen wollen. Zudem unterstützen die Gruppen des NABU Interessierte, die ihre Türme öffnen wollen. „Lebensraum Kirchturm“ ist auch ein Beitrag zur Biodiversitätsstrategie Hessen, die für den Erhalt der Artenvielfalt eintritt.

Gebäude als Zuhause für Tiere

Die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN, Ulrike Scherf, unterstützt diese Initiative und will gemeinsam mit dem NABU Kirchengemeinden dazu motivieren, ihre Kirchtürme als Lebensraum für bedrohte Vögel und Fledermäuse anzubieten. Nach Scherf seien Kirchtürme zunächst Symbole dafür, dass in den zugehörigen Gebäuden der Glaube zuhause ist. „Kirchtürme können aber auch ganz handfest zum Zuhause für viele Tierarten werden“, so Scherf. Sie unterstütze die Aktion besonders, „weil Christinnen und Christen eine Mitverantwortung für die Schöpfung und damit auch für den Artenschutz haben“. Mit der Öffnung der Kirchtürme für bedrohte Tierarten könnten Gemeinden „ganz praktische Schöpfungsverantwortung wahrnehmen“.

Mehr Leben im Kirchturm

„An der Aktion kann sich jede Kirchengemeinde beteiligen. NABU-Gruppen überprüfen vor Ort, ob in den Kirchengebäuden besondere tierische Untermieter eingezogen sind und beraten dann, was zu ihrem Schutz getan werden kann“, so Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen. Durch das Anbringen von speziellen Nisthilfen in und an den Kirchtürmen können Gebäudebrüter neue Nistmöglichkeiten erhalten. In der Wiesbadener Marktkirche wurde ein Nistkasten für Wanderfalken angebracht. „Leider kam es hier bislang noch nicht zu einer erfolgreichen Brut, für dieses Jahr hoffen wir aber auf Jungvögel“, erklärt der Biologe Eppler.

Biodiversitätsstrategie Hessen

Die Kampagne „Lebensraum Kirchturm“ ist ein Beitrag zur Biodiversitätsstrategie Hessen. Ein zentrales Ziel der Strategie ist eine stärkere Bewusstseinsbildung unter dem Motto „Für uns und nachfolgende Generationen“. „Die Biodiversitätsstrategie lebt davon, dass sich viele Teile der Gesellschaft engagieren und vernetzen. Die Aktion Lebensraum Kirchturm ist dafür ein gutes Beispiel. Hier werden sozusagen Kirchtürme zu Leuchttürmen und wir hoffen, dass sie möglichst weit ausstrahlen und viele Nachahmer finden“, so Klaus Battefeld, zuständig für den Artenschutz im Hessischen Umweltministerium. Die Naturschutzbehörden, also die Kreisverwaltungen und bei Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern die Stadtverwaltungen, geben weitere Auskünfte zu artenschutzrechtlichen Fragen und können auch bestimmte freiwillige Artenschutzmaßnahmen finanziell unterstützen.

Hintergrund: Aktion „Lebensraum Kirchturm“

Mit der Aktion „Lebensraum Kirchturm“ setzt sich der NABU für die Sicherung von Nistplätzen bedrohter Arten ein. Kirchen, die sich besonders für den Artenschutz einsetzen, werden mit einer Urkunde ausgezeichnet und erhalten eine Plakette, die sie an ihrer Kirche anbringen können. In Hessen wurden insgesamt bislang 61 Kirchen ausgezeichnet.

Weitere Informationen: www.lebensraum-kirchturm.de

Ansprechpartner  für interessierte Gemeinden in der EKHN
an der Aktion "Lebensraum Kirchturm" 
Dr. Maren Heincke
Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN
Tel.: 06131 28744-47
E-Mail: m.heincke@zgv.info

Gerhard Eppler NABU
Landesverband Hessen e.V.
Tel.: 06441-679040
E-Mail: Gerhard.Eppler@NABU-Hessen.de

Beten mit Worten der Bibel:

Gott,
wir erfassen kaum, was auf Erden ist,
und begreifen nur schwer,
was wir in Händen haben.
Was aber im Himmel ist, wer hat es erforscht?
Und wer hat deinen Ratschluss erkannt?
Es sei denn, du hast Weisheit gegeben und
deinen heiligen Geist aus der Höhe gesandt.
Amen

(Weisheit 9,16 ff)

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