Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der EKHN zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular und auf facebook sind wir offen für Ihre Anregungen.

Menümobile menu

Dating-Portale im Test

Die große Liebe im Netz finden – geht das?

GettyImages/martin-dmZwei junge Frauen in der S-Bahn schauen gemeinsam auf ein Smartphone.

Während des Studiums, bei der Arbeit, im Fitnessstudio oder Freitagabend in der Kneipe – überall können wir die große Liebe kennen lernen. Wir können. Theoretisch. Was aber, wenn der süße Kerl im Bus neben uns sitzt und wir zu schüchtern sind, ihn anzusprechen? Er steigt aus und wir ärgern uns, dass wir uns – mal wieder – nicht getraut haben, den ersten Schritt zu machen.

von Lara Hoffmann

Für viele ist genau dieser erste Schritt eine große Hürde und sie suchen deshalb in Online-Datingbörsen und in Apps ihr großes Glück.

Doch der Dating-Dschungel ist groß – welches Portal eignet sich für wen und kann man überhaupt online die große Liebe finden? Um letzteres schon mal vorneweg zu nehmen: Ja, man kann.

Über zehn Jahre Single - die große Liebe gab es online

„Ich war sehr lange Single, also seitdem ich 19 war bis etwa 31. Das ist ja schon eine sehr lange Zeit und da ist man ja auch aus der Übung, was Dates und so angeht. Das hat mich auch viel Überwindung gekostet“, erzählt Philipp aus Kelsterbach. Der 35-Jährige hat vor zwei Jahren seine große Liebe dann aber doch noch gefunden, und zwar übers Internet bei der Partnerbörse christ-sucht-christ.de. Im Herbst wird er seine Corina heiraten.

Christ-sucht-christ.de

Christ-sucht-christ.de ist eine Dating-Plattform für Singles, denen Religion wichtig ist und die ihren Glauben und die Werte mit dem Partner teilen möchten. Das war auch für Philipp der Grund, diese Partnerbörse zu wählen: „Glaube muss man auch teilen können in der Beziehung“. Er sagt, für ihn sei es ein No-go mit einer Frau zusammen zu sein, die keine Christin ist oder sich mit ihrem Glauben zumindest nicht beschäftigt.

Die christliche Partnerbörse ist sehr übersichtlich aufgebaut, bei der Anmeldung wählt man seine Konfessionen aus, von „ich glaube an Gott/Jesus“ über „evangelische Landeskirche“, „katholisch“, „orthodox“ bis hin zu verschiedenen freikirchlichen Gemeinden.

Allerdings braucht es etwas Geduld und Zeit, sich die Profile der anderen Singles genau anzuschauen und so möglicherweise den passenden Partner zu finden. Denn die meisten beantworten einige Fragen über sich, zum Beispiel wie wichtig ihnen der christliche Glaube ist, ob sie häufig in die Kirche gehen, was ihnen in einer Beziehung wichtig ist oder worüber sie lachen können. So lässt sich bestimmt ein interessanter Chatpartner finden und dann müssen beide irgendwann sehen, wie es im echten Leben läuft und ob sie sich auch da gut verstehen.

Bei Philipp und Corina hat es ein bisschen gedauert, „so nach fünf Wochen haben wir uns das erste Mal getroffen, das war im Sommer, und ein halbes Jahr später sind wir dann zusammen gekommen“, erinnert sich Philipp.

Minuspunkt bei christ-sucht-christ.de ist allerdings, dass es keine App für das Smartphone gibt, außerdem ist die Premiummitgliedschaft für Männer kostenpflichtig.

Himmlisch-plaudern

Eine weitere christliche Dating-Börse ist himmlisch-plaudern.de. Auch hier stehen, ähnlich wie bei „Christ sucht Christ”, Glaube und Religion im Vordergrund. Die Registrierung dauert allerdings eine Weile, da ein Administrator jedes Profil erst einmal überprüft, bevor es freigeschaltet wird. Wenn es soweit ist, kann allerdings direkt mit der Partnersuche begonnen werden.

Neben der christlichen Partnersuche kann man hier auch einfach neue Freunde finden oder in Foren diskutieren. Angenehm ist außerdem, dass der Administrator einen zuerst um Erlaubnis fragt, falls ein deutlich älterer Single Kontakt aufnehmen möchte.

Himmlisch-plaudern.de gibt es auch als App für das Smartphone, allerdings ist die Desktop-Version in unserem Test angenehmer zu bedienen.

GoCrush

Die Dating-App GoCrush haben drei Jungs aus Frankfurt entwickelt und sie unterscheidet sich deutlich von anderen Dating-Portalen. Es handelt sich hierbei nicht speziell um eine christliche Partnerbörse. In der App kann man seine Stadt auswählen, zum Beispiel Mainz, Wiesbaden oder Frankfurt, und sich dann in kleinen Gruppen zum Abendessen in einem Restaurant verabreden.

Das bedeutet also, vor dem persönlichen Treffen wird gar nicht geschrieben, sondern der Fokus liegt darauf, sich beim Essen im echten Leben kennenzulernen und zu unterhalten. Ist jemand Interessantes dabei, kann man später über die App Kontakt mit ihm oder ihr aufnehmen. Da die Treffen in kleinen Gruppen stattfinden, entstehen auch keine peinlichen Redepausen.

OkCupid

OkCupid erinnert vom Aussehen her erst Mal ein bisschen an Tinder. In der App sieht man Fotos von potenziellen Partnern, kann Bilder liken und wenn ein Match entsteht, sich also zwei Singles gegenseitig gut finden, kann miteinander geschrieben werden.

Spannend ist allerdings, dass jeder Single erst einmal 15 Fragen beantworten muss bevor er die App benutzen kann. Das können zum Beispiel Fragen sein, wie „Bist du ein Katzen- oder Hundemensch?“, „Was ist für dich Romantik?“, aber auch „Wie wichtig ist dir Religion?“.

Anhand der beantworteten Fragen sieht man bereits im Profil des anderen wie viel Prozent Übereinstimmung herrschen und somit, wie gut man zusammenpassen könnte. Außerdem ist der „Tonfall“, in dem man bei OkCupid als Single angeschrieben wird, ein anderer, verglichen mit Tinder. Beim Testen der App entsteht der Eindruck, dass hier mehr Wert auf Konversation gelegt wird und OkCupid mehr Tiefgang hat als andere Datingbörsen.

„Man braucht einen Eyecatcher“

Auch wenn es bei einigen Partnerbörsen tiefer geht und andere Werte eine größere Rolle spielen, wie bei „Christ sucht Christ“ oder „himmlisch plaudern“, so ist der erste Eindruck dennoch ausschlaggebend. „Es gibt da welche, die stellen gar kein Foto rein, und schreiben ellenlange Texte, aber da reagiert doch keiner drauf. Man braucht ja schon einen Eyecatcher“, meint Philipp, „auf irgendwas musst du ja anspringen. Und einen langen Text lese ich erst, wenn ich auch das Gesicht dazu habe“. In der ganzen Flut von Profilen gehen diejenigen ohne Profilbild also möglicherweise unter.

Und auch nicht unbedingt die Masse entscheidet, ob man die große Liebe finden kann. Philipp beispielsweise hatte sich nur bei christ-sucht-christ.de angemeldet, weil für ihn der Glaube im Vordergrund steht. Der 35-Jährige hat mit vielen Frauen geschrieben, musste Enttäuschungen einstecken, aber hat schließlich doch seine große Liebe gefunden.

Lebt als Kinder des Lichts;
die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

32

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von konradlew/istockphoto

Zurück zur Webseite >

to top