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15 Jahre Facebook

Evangelische Kirche begleitet Digitalisierung auch kritisch

ponsulak/istockphotoDas Smartphone ist zum Symbol für die Digitalisierung des Lebens gewordenDas Smartphone ist zum Symbol für die Digitalisierung des Lebens geworden

Heute gibt es Facebook in Deutschland seit 15 Jahren. Es ist das populärste soziale Netzwerk und wird auch von Kirchen intensiv genutzt. Dennoch stehen Facebook und andere Dienste immer wieder in der Kritik.

Als 2018 bekannt wurde, dass Facebook anderen Unternehmen Zugriff auf Daten seiner Kunden gewährt hat, hatte dies zwar einen Imageschaden zur Folge, tat der Popularität aber langfristig keinen Abbruch. Auch Twitter geriet in die Kritik: Im Dezember 2018 veröffentlichte ein Hacker aus Hessen bei Twitter täglich neue Daten von Politikern, Journalisten und anderen Prominenten - als eine Art Adventskalender. Grünen-Chef Robert Habeck meldete sich daraufhin Anfang 2019 von Twitter und Facebook ab.

Soziale Netzwerke werden aber weiterhin sowohl privat als auch von Unternehmen genutzt. Über 32 Millionen aktive Nutzer hat das soziale Netzwerk Facebook nach eigenen Angaben in Deutschland. Auf Instagram, das seit 2012 zu Facebook gehört, tummeln sich in Deutschland rund 15 Millionen Menschen. Twitter ist seit 2006 online, in Deutschland gibt es derzeit wöchentlich 2,5 Millionen Nutzer.

Evangelische Kirche will Digitalisierung fördern

Auch die Evangelische Kirche ist auf Facebook & Co. stark vertreten. Im November 2018 beschloss die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, rund 2,2 Millionen Euro in die digitale Projekte zu investieren. Ziel der Kirche beim Thema Digitalisierung müsse sein, "ethisch verantwortlich zu gestalten, um nicht gestaltet zu werden". (Quelle: evangelisch.de)

Kritische Stimmen

Doch in jüngster Zeit mehren sich auch kritische Stimmen wie zum Beispiel vom EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm (11.430 Fans auf Facebook): „Eine Angst machende Nachricht wird sechs Mal öfter angeklickt als eine, die Hoffnung macht".  (Quelle: evangelisch.de)

Altbischof Wolfgang Huber hat jüngst mit einem Tweet zur "Twitterfalle" eine rege Diskussion ausgelöst. Twitterbotschaften seien extrem kurz und zum Austausch von Informationen oder Meinungen nur bedingt tauglich. „Zur Begegnung von Menschen gehören zudem auch Gesicht und Körpersprache, Mimik und Stimme. Auch im digitalen Zeitalter bleiben wir deshalb analoge Wesen.“

Huber sieht in der Digitalisierungsdebatte auch den Vorstoß von EKD-„Medienbischof“ Volker Jung kritisch: „Wenn Volker Jung recht hätte, dass wir uns den digitalen Medien so, wie sie sind, nicht entziehen könnten, dann wären wir bereits in der Suchtfalle gefangen. Diesen Trend sollte die Kirche nicht verstärken.“ (Quelle: evangelisch.de)

Den digitalen Puls erhöhen

Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN, publizierte im vergangenen Jahr seinen Standpunkt, dass der „digitale Puls“ der Kirche noch beschleunigt werden könne. Als Autor des Buches „Digital Mensch bleiben fasst er neben den sozialen Netzwerken auch Apps und Internetseiten mit kirchlichen Angeboten ins Auge. Allerdings sieht er auch Risiken der Digitalisierung: „Die Gefahr einer digitalen Diktatur ist zum Greifen nah.“ (Quelle: ekhn.de)

Möglichkeiten zur Diskussion

Am 5. Februar 2019 in Wiesbaden: Wie kommt Ethik in die Digitalisierung? Volker Jung im Gespräch mit heimathafen Wiesbaden-Gründer Dominik Hofmann und allen Gästen.

Webinar am 12. Februar "Digital Mensch bleiben" mit Volker Jung

 

 

 

Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Matthäus 25, 40

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/ekely

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