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Drei Millionen Euro Anschubfinanzierung

Kirche baut 50 evangelische Familienzentren aus

Rainer Sturm / pixelio.deKirche: Offen für Kinder und Familie

Für 50 Anlaufstellen gibt es drei Millionen Euro Anschubfinanzierung: Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau baut ihr Netz von Familienzentren weiter aus, die Bildung, Beratung und Betreuung für alle vor Ort einfacher machen sollen.

Darmstadt, 14. November 2014. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat damit begonnen, 50 Familienzentren im gesamten Kirchengebiet weiter auszubauen. Damit sollen familienbezogene Unterstützungsangebote von Bildung, Betreuung und Begegnung bis hin zur Beratung möglich gemacht werden, wie die EKHN am Freitag (14. November) in Darmstadt mitteilte. Bis 2017 stehen zur Anschubfinanzierung der neuen Anlaufstellen drei Millionen Euro zur Verfügung. Angesiedelt sind die Zentren beispielsweise in bereits bestehenden Kindertagesstätten, Gemeindehäusern, sozialdiakonischen Einrichtungen oder Familienbildungsstätten. Grundidee ist es, vor Ort vorhandene Angebote auch mit weiteren Trägern zu vernetzen und sie möglichst vielen zugänglich zu machen.

Von Dorfladen bis Kinderbetreuung

Den Zuschlag für eine Anschubfinanzierung erhielt unter anderem das Regionale Diakonische Werk in der Wetterau mit dem Projekt „Dorfladen Wallernhausen“. Menschen mit psychischen Erkrankungen oder seelischen Behinderungen werden dort aktiv eingebunden und betreiben einen Dorfladen sowie ein Café als Stützpunkt für weitere Begegnungsmöglichkeiten. In der reinhessischen Kirchengemeinde Bornich haben sich mehrere Initiativen zusammengeschlossen, um die Gemeinschaft und die Entwicklung des Dorfes in einer strukturschwachen Region mit Angeboten für alle zu stärken. Mit einem die Generationen übergreifenden Projekt geht das Oberurseler Kinder- und Familienzentrum „Im Rosengärtchen“ an den Start. In Zusammenarbeit mit der evangelischen Kindertagesstätte und der Kirchengemeinde bietet es unter anderem eine Begegnungsmöglichkeit zwischen Kleinkindern und Seniorinnen sowie Senioren an, in der Hoffnung, dass hier neue Verbindungen entstehen können.

Flexible Netzwerke, die vor Ort helfen

In den zurückliegenden Monaten hatten sich Gemeinden, Einrichtungen oder Initiativen einem aufwendigen Ausschreibungsverfahren unterziehen müssen, um gefördert zu werden. Verantwortlich für die Umsetzung des Projektes ist das Zentrum Bildung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau mit Sitz in Darmstadt. Es hat neben dem laufenden Angebot an Fachberatung für alle Interessierten in Kooperation mit der Pädagogischen Akademie Elisabethenstift (Darmstadt) ein begleitendes Qualifizierungsprogramm aufgelegt. Die für das Projekt zuständige Sprecherin des Zentrums Bildung, Heike Wilsdorf, begrüßt das große Engagement in den 50 Anlaufstellen. „Wir verstehen die Familienzentren als lebendige Netzwerke, die genau an die Bedürfnisse der Menschen in ihrer Region angepasst werden können“, so Wilsdorf. Dabei werde „nichts entwickelt, was auch nicht wirklich gebraucht“ wird. Alten Orten könne dabei auch überraschend neues Leben eingehaucht werden. So sei es nach Wilsdorf denkbar, dass „ein Seniorencafé auch einmal zum Treffpunkt einer Krabbelgruppe werden kann“.

Mehr Im Internet:
www.zentrumbildung-ekhn.de

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