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Die Bibel im Film

Film: Noah wird zum fantastischen Hollywood-Hit

Niko Tavernise/Getty ImagesMethusalem (Anthony Hopkins) und sein Urenkel Shem (Gavin Casalegno) sind für Noah wichtig

In dem aktuellen Blockbuster mit Russell Crowe, Anthony Hopkins und Emma Watson wird die alte Geschichte von Noah ganz neu erzählt. Am 3. April startet der Film in den deutschen Kinos.

Getty Images„Noah" von Darren Aronofsky läuft ab dem 3. April 2014 in den deutschen Kinos

Die Menschen sind verdorben, und mit ihnen die Welt. Das Ausbeuten der Bodenschätze zerstört die Landschaft, und die Menschen töten sich gegenseitig. Nur Noah (Russell Crowe), der letzte Nachfahre von Set, dem dritten Sohn Adams, ist reinen Herzens. Er und seine Familie ernähren sich vegetarisch und respektieren die Schöpfung in jeder Gestalt. Und so wird er ausgewählt, die Katastrophe zu überleben, die der Schöpfer – so wird Gott von den Figuren genannt – für alle Landlebewesen plant: Eine Sintflut soll alles Schlechte und Verderbte auswaschen. Noahs Aufgabe ist es, eine Arche zu bauen und von jeder Tierart ein Paar zu retten, damit sie das Land nach der Sintflut neu besiedeln können. Was aber aus den Menschen werden soll, das weiß er nicht. 

Persönliche Geschichte Noahs steht im Zentrum

Und so liegt der Fokus des Films auch nicht auf der Sintflut, sondern auf den Menschen. Nach der Bibel hatte Noah eine Frau und drei Söhne, Shem (Douglas Booth), Ham (Logan Lerman) und Japhet (Leo McHugh Carroll). Diese sollen mit ihm und ihren drei Ehefrauen an Bord gegangen sein und das Land neu besiedelt haben. Im Film gibt es nur Ila (Emma Watson), die als Kind von Noah adoptiert wurde und sich als junge Frau in Shem verliebt.

So hat Regisseur und Drehbuchautor Darren Aronofsky einen neuen Konflikt geschaffen, der den Film durchzieht. Der gute Noah wird zeitweise sogar zum mordwütigen Greis, der nicht auf seine Frau (Jennifer Connelly) hören will. Dass die restliche Menschheit ausgelöscht wird, erscheint zeitweilig fast als Nebensache.

Fantastische Elemente stammen aus bibelnahen Schriften

Es sind zwar fast alle Elemente der biblischen Geschichte vorhanden, doch hat sich Aronofsky zusätzlich von der Erzählung in Islam und Judentum inspirieren lassen. So wird auch Gott konsequent „der Schöpfer“ genannt, und nicht etwa Jahwe. Die auf den ersten Blick fantastischen Elemente lassen sich größtenteils auf das apokryphe Buch „Hennoch“ zurückführen, das nicht zum offiziellen Kanon der Bibel gehört. Darin wird von gefallenen Engeln berichtet, den Wächtern, die mit Menschenfrauen Riesen zeugen und der Welt unabsichtlich Unglück und Verderben bringen, als sie ihr Wissen teilen. Für den Noah von Aronofsky ist es natürlich ungemein praktisch, mit diesen Wächtern gemeinsame Sache zu machen, die wie Steinbeißer aussehen und selig sind, dass sie wieder zu Engeln werden, wenn sie ihr Leben für Noah und seine Familie lassen. 

Geliebt und verboten

Aronofsky bedient in „Noah“ keine Sintflut-Klischees, sondern setzt auf das persönlich-emotionale Drama zwischen Noah und seinen Angehörigen. Er zeigt viel Wasser, doch nur die Hälfte davon gehört zur Sintflut. Bilder süßer Menschen- und Tierbabys fehlen ebenso wenig wie beeindruckende Landschaftsaufnahmen. In den USA spielte der Film laut dem Fachmagazin „Hollywood Reporter“ bereits in der ersten Woche mehr als dreißig Millionen Euro in den USA ein, damit ist er auf Platz eins der Kinocharts – nicht nur in den USA, sondern auch in 22 weiteren Ländern. Dennoch ist der Film kontrovers: Mehrere arabische Staaten haben „Noah“ verboten.

Titel: NOAH
USA 2014, 138 Minuten Laufzeiten, 3D

Regie: Darren Aronofsky

Drehbuch: Darren Aronofsky, Ari Handel

Darsteller: Russell Crowe, Jennifer Connelly, Ray Winstone, Emma Watson, Anthony Hopkins, Logan Lerman, Douglas Booth

Kinostart in Deutschland: 3. April 2014

Es sollen wohl Berge weichen
und Hügel hinfallen,
aber meine Gnade
soll nicht von dir weichen.

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