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Raum des Lebens

Frankfurter Unfallklinik eröffnet interreligiösen Andachtsraum

Lothar Jung-HankelBlick in den Raum, an der wand die Bilder und das Lichtobjekt. Mittig der als Altar nutzbare Tisch.Der neue Andachtsraum im BGU wurde von der Frankfurter Künstlerin Barbara Bux ausgestaltet. Sie hat die vier Elemente Wasser, Luft, Erde und Feuer als großformatige Landschaftsbilder in Bleistiftzeichnungen dargestellt. Etwas Besonderes ist das Lichtobjekt zwischen den Fenstern. Je nach Anlass kann es als Lichtfläche oder als Lichtkreuz erscheinen.

Ein Andachtsraum für Angehörige aller Religionen und Weltanschauungen wird am 10. Oktober in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Frankfurt am Main eröffnet. Die Künstlerin Barbara Bux hat den Raum mit großformatigen Landschaftsbildern ausgestattet. Ein Lichtkreuz kann für christliche Andachten eingeschaltet werden.

Die offene Gestaltung für Angehörige aller Religionen und Religionslose sei von den evangelischen und katholischen Klinikseelsorgern zusammen mit der Klinikleitung beschlossen worden, sagte der evangelische Klinikseelsorger Lothar Jung-Hankel dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Lichtobjekt in Kreuzform

Die Innenwände sind nach den Worten von Jung-Hankel von der Frankfurter Künstlerin Barbara Bux mit filigranen, meditativ wirkenden Bleistiftzeichnungen gestaltet. Sie stellen die Elemente Luft, Feuer,Wasser und Erde dar und werden auf Leuchtkästen hinterleuchtet. Bei einer christlichen Nutzung kann ein Licht in Kreuzform eingeschaltet werden, jeden Sonntag wird abwechselnd ein evangelischer und ein katholischer Gottesdienst gehalten. Für Muslime ist die Gebetsrichtung am Boden angegeben und Gebetsteppiche liegen bereit. Ein Tisch lässt sich als Altar nutzen, auf einem Pult liegt ein offenes Gästebuch.

Jedes Leben ist einzigartig

Die Künstlerin sagt zu ihrem Werk: „Jedes Leben ist einzigartig, so wie die Zeichnung einzigartig ist und teilnimmt an diesem Moment.“ Angeregt wurde das Projekt durch die biblische Geschichte der Begegnung des Propheten Elia mit Gott. Sie beschreibt im 1. Buch der Könige 19, dass Gott den Menschen nicht in einem heftigen Sturm, nicht in einem gewaltigen Erdbeben, nicht in einem erschreckenden Feuer, sondern in einem leisen Windhauch begegnet. In den bedrohlichen Naturgewalten sahen die Menschen damals Gottes Wirken. Entsprechend erfahren Patienten in der BGU auch die Schicksalsschläge, die sie betroffen haben: den Unfall, der aus heiterem Himmel über Menschen hereinbricht, die Erkrankung, die das geplante Leben durcheinander wirft. Und das gilt nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für die Angehörigen.

Die Innengestaltung haben nach seinen Angaben die beiden großen Kirchen mit gut 30.000 Euro finanziert. Eröffnet wird der „Raum des Lebens” am 10. Oktober unter anderen durch den evangelischen Stadtdekan Achim Knecht, den katholischen Stadtdekan Johannes zu Eltz, die Vorstandsvorsitzende des muslimischen Seelsorgevereins Salam, Rabia Bechari, und den Ärztlichen Direktor Reinhard Hoffmann. 

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Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

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