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Religionen setzen Zeichen

Frieden ist mehr als Abwesenheit von Krieg

eöa / Rebecca KellerVertreter und Vertreterinnen von zehn Religionsgemeinschaften treffen sich in Darmstadt und machen deutlich, dass Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung keine Optionen für sie sind.

DARMSTADT. Vertreter von zehn Religionsgemeinschaften haben sich an der Veranstaltung beteiligt, die Johannes Borgetto vom Interreligiösen Arbeitskreis und Merve Bedir von der Emir-Sultan-Moschee moderierten. Der Chor »Friends of Gospel« gestaltete das Programm musikalisch.

Als Geschenk bezeichnete Stadträtin Iris Behr die Veranstaltung »Religionen für den Frieden« und dankte den Verantwortlichen im Namen des Magistrats der Stadt Darmstadt. Der 8. Mai als Jahrestag der Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Ende des Zweiten Weltkrieges gebe Anlass, über Frieden und Gerechtigkeit nachzudenken, sagte Iris Behr. Es gelte, für die demokratischen Errungenschaften einzutreten, da vieles davon heute wieder in Gefahr sei. Frieden brauche mehr als die Abwesenheit von Krieg.

Frieden als Ziel verbindet Religionen

»Frieden braucht Gerechtigkeit« lautete das Motto der Veranstaltung, zu der rund 100 Gäste ins Justus-Liebig-Haus gekommen waren. Pfarrerin Ulrike Hofmann, Referentin für Ökumene und Interreligiöses Gespräch im Dekanat Darmstadt-Stadt, koordiniert seit einem Jahr die Arbeitsgemeinschaft »Religionen für den Frieden«, die die Veranstaltung am 8. Mai organisiert. »Frieden ist ein Ziel, das uns als Religionen verbindet«, so die Theologin.

Gerechtigkeit ist Voraussetzung für Frieden

Sie verurteilte die jüngsten Anschläge auf die Emir-Sultan-Moschee, ein Reisebüro und einen Imbiss in Darmstadt. »Wir wollen dem etwas entgegensetzen«, sagte Ulrike Hofmann. Sie ging auch auf das Jahresthema »Frieden braucht Gerechtigkeit« ein. Gerechtigkeit sei Voraussetzung für den Frieden und eben dafür, dass »alle Menschen Anerkennung, Möglichkeiten zur Entfaltung und Teilhabe an Ressourcen haben können«.

Stadt braucht jeden, um Situation zu verbessern

Sie ermutigte, sich für Gerechtigkeit in der Stadt einzusetzen. Stadträtin Iris Behr benannte Aktivitäten der Stadt, für Gerechtigkeit und Frieden zu sorgen, etwa bei der Bildungsgerechtigkeit, Gewaltprävention oder Integration von Flüchtlingen. Dabei brauche die Stadt jedoch jeden einzelnen, natürlich auch die Religionsgemeinschaften.

esz/Rebecca Keller

Du stellst meine Füße auf weiten Raum.

(Psalm 31,9)

Psalm 31,9

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/tolga tezcan

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