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Gruß zum jüdischen Neujahrfest

Kirchen zum jüdischen Neujahrsfest: „Gemeinsam Antisemitismus widerstehen“

© gettyimages, tomertuJüdisches Neujahrsfest Rosch HaschanaRosch Haschana wird auch das jüdische Neujahrsfest genannt; um das göttliche Gerichtsurteil über Mensch und Welt symbolisch zu versüßen, isst man u.a. Apfel mit Honig

Bischöfin Beate Hofmann und Kirchenpräsident Volker Jung gratulieren zum jüdischen Neujahrfest. Dabei drücken sie ihre Verbundenheit mit ihren „älteren Geschwistern im Glauben aus“ und wenden sich entschieden gegen jede Form von Antisemitismus.

Zum bevorstehenden jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana am Sonntagabend gratulieren die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Beate Hofmann, und der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, den jüdischen Gemeinden im Gebiet der beiden evangelischen Kirchen. Die leitenden Geistlichen drücken zugleich ihre Verbundenheit mit ihren „älteren Geschwistern im Glauben aus“ und wenden sich entschieden gegen jede Form von Antisemitismus.

Bischöfin: Verbundenheit lebt in nachbarschaftlichen Begegnungen

Die Verbundenheit lebe in nachbarschaftlichen Begegnungen von evangelischen und jüdischen Gemeinden, erläutert Bischöfin Hofmann und ergänzt: „Sie wächst, wo wir umeinander wissen, miteinander lernen und gemeinsam jeder Form des Antisemitismus widerstehen.“ Die Bischöfin verweist auf die an diesem Wochenende zu Ende gehende documenta fifteen, deren antisemitische Exponate sie mit Entsetzen wahrgenommen und gegen die sie entschieden Stellung bezogen hatte. Es sei bedrückend, dass der Dialog darüber bislang gescheitert ist. Die Ereignisse in Kassel zeigten, „dass in der Bekämpfung von Antisemitismus noch viel zu tun ist“.

Kirchenpräsident: Die Gesellschaft braucht unsere Stimmen

An dieser Aufgabe wollen die beiden hessischen Kirchen aktiv mitwirken. Kirchenpräsident Jung verweist zudem auf gemeinsame gesellschaftspolitische Anliegen wie den Klimaschutz. Jung: „Als Menschen, die in ihrem Glauben Gott verbunden sind, bitten wir Gott um Beistand und Hilfe, nehmen die Herausforderungen an und wissen uns immer wieder miteinander verbunden im Einsatz für andere und für die uns mitanvertraute Schöpfung. Ich bin überzeugt: Die Gesellschaft braucht unser Engagement und unsere Stimmen – vor allem in ethischen und seelsorglichen Fragen.“

Zum Hintergrund

Das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana wird in diesem Jahr mit Beginn des Sonnenuntergangs am Sonntag, 25. September, gefeiert und endet am 27. September. Rosch ha-Schana bedeutet auf Hebräisch "Kopf des Jahres" und signalisiert damit den Anfang des neuen jüdischen Jahres. Von der Bezeichnung „Rosch“ wird auch der traditionelle deutsche Neujahrswunsch „Guten Rutsch“ abgeleitet.

Der Gott der Hoffnung
aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben,
dass ihr immer reicher werdet
an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.

(Röm 15,13)

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