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Kirchensynode tagt in Frankfurt

Haushalt, Wahlen, Fusion und mehr

Frankfurt, 21.- 24. November 2012. Am Mittwoch, 21. November 2012, tritt in Frankfurt die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zusammen.

Sie ist das maßgebende Leitungsorgan der EKHN. Unter der Leitung von Präses Dr. Ulrich Oelschläger beraten die 152 Synodalen unter anderem über den Haushalt 2013. Sie bereiten durch Gesetzesänderungen die Fusion des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau und des Diakonischen Werks von Kurhessen-Waldeck vor. Zu wählen ist eine neue Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten. Zur Abstimmung steht auch ein Kooperationsvertrag mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Planung der Pfarrstellen für die nächsten 15 Jahre.

Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten

Der Wahl zur Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten stellen sich Dr. Susanne Bei der Wieden (46), Pfarrerin der evangelischen reformierten Gemeinde Frankfurt und stellvertretende Präses der Kirchensynode, Christine Noschka (58), Oberkirchenrätin und Dezernentin in der Kirchenverwaltung in Darmstadt sowie Ulrike Scherf (48), Dekanin des Dekanats Bergstraße in Heppenheim. Die Synode kann am Wahltag weitere Personen benennen. Die Stelle ist zum 1. Februar 2013 neu zu besetzen. Die Amtszeit dauert jeweils acht Jahre und kann von der Synode verlängert werden.

Kooperation und Fusion

Der Synode liegen Gesetzesänderungen vor, die der geplanten Fusion des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau und des Diakonischen Werks von Kurhessen-Waldeck zur Diakonie in Hessen im Jahr 2013 den Weg bereiten sollen. Dadurch soll der sozialdiakonische Arm der evangelischen Kirchen in Hessen gestärkt werden. Die evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau (EKHN) und von Kurhessen-Waldeck (EKKW) planen eine verstärkte Kooperation, indem der Bereich Ökumene und die Unterstützung des Religionsunterrichts in gemeinsamen Einrichtungen zusammen geführt werden. Die Synode der EKKW wird darüber eine Woche später beraten.

Haushalt 2013

Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2013 hat einen Gesamtumfang von 516,5 Mio. Euro (Vorjahr 2012: 543,8 Mio. Euro). Geplant wird mit Einnahmen aus der Kirchensteuer in Höhe von 424 Mio. Euro (Vorjahr 2012: 420 Mio. Euro). Der Haushaltsentwurf soll ohne Rücklagenentnahmen auskommen. Für alle Bereiche in der EKHN gilt prinzipiell eine jährliche Einsparquote differenziert nach Aufgabenbereichen zwischen 0,5 und 1,65 Prozent pro Jahr. Einzelne Bereiche sollen davon allerdings ausgenommen werden. So soll für den Kirchentag 2021, zu dem die EKHN nach Frankfurt/Main einladen will, bereits jetzt eine Rücklage in Höhe von 8,3 Mio. Euro. gebildet werden. Familienzentren sollen mit zusätzlichen 3 Mio. Euro gefördert werden. Für das 500. Jubiläum der Reformation im Jahr 2017 sollen 312.000 Euro zurückgelegt werden. Auch für die 600 Kindertagesstätten werden für 2013 2 Mio. Euro mehr veranschlagt (insgesamt nun 37 Mio. Euro). Zusätzliche Fördersummen sollen zudem für Baumaßnahmen von Kirchengemeinden, für die Ehrenamtsakademie und für Sonderausstellungen des Bibelhauses aufgebracht werden.

Zu entscheiden hat die Synode zudem über die Menge der künftigen Pfarrstellen. Auch ihre Zahl muss den sinkenden Mitgliederzahlen und den finanziellen Möglichkeiten der nächsten Jahre angepasst werden.

Hintergrund: Synode

Die Synode ist gemäß der Kirchenordnung das „maßgebende Organ der EKHN“. Sie besteht derzeit aus 152 Personen, 138 werden von den Dekanatssynoden der EKHN gewählt, zwei repräsentieren die Reformierte Stadtsynode aus Frankfurt, zwei vertreten die Theologischen Fakultäten in Frankfurt und Mainz. Weitere zehn Mitglieder wurden aufgrund ihres besonderen Sachverstands von der Kirchenleitung berufen. Gemäß Kirchenordnung sollen mindestens zwei Drittel der gewählten Synodalen nichtordinierte Gemeindemitglieder sein, ein Drittel sind Pfarrerinnen und Pfarrer. Die Synode erlässt Gesetze, besetzt durch Wahl die wichtigsten Leitungsämter und beschließt den Haushalt. Als das maßgebende Organ geistlicher und rechtlicher Leitung trifft sie auch wichtige kirchenpolitische Entscheidungen. Ausschüsse und regionale Arbeitsgruppen bereiten die Entscheidungen der Synode vor. Geleitet wird die Synode vom Kirchensynodalvorstand mit Präses Dr. Ulrich Oelschläger an der Spitze.

Glück ist Verbundenheit,
also eben nicht die unverbundene Selbststeigerung,
die alles andere benutzt zur eigenen Optimierung.

(Fulbert Steffensky)

Johannes 1,16

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Quelle: gettyimages, rusm

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