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Synode: Projekt „ekhn2030“

Hessen-Nassau arbeitet weiter an der Kirchen-Zukunft

Bildquelle: EKHNekhn2030Der Zukunftsprozess "ekhn2030" möchte die Weichen für die Zukunft der Kirche stellen

Mit dem seit 2019 laufenden Projekt "ekhn2030" will die hessen-nassauische Kirche tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen und knapper werdenden Ressourcen begegnen. Jetzt gab es neue Zwischenberichte unter anderem zur Zukunft der Öffentlichkeitsarbeit.

Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat auf ihrer Online-Tagung die Arbeit an dem Zukunftsprozess „ekhn2030“ weiter fortgesetzt. Mit dem seit 2019 laufenden Projekt will die hessen-nassauische Kirche tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen und knapper werdenden Ressourcen begegnen. Die EKHN rechnet 2030 mit rund 1,2 Millionen Mitgliedern gegenüber 1,5 Millionen heute. So ist es angesichts der prognostizierten Mitgliederentwicklung nötig, die jährlichen Ausgaben von aktuell rund 700 Millionen Euro um 140 Millionen Euro im Jahr 2030 zu senken.

Kirchenpräsident: „Herausfinden, was wir weiter tun wollen“

Nach Worten von Hessen-Nassaus Kirchenpräsident Volker Jung ist klar, dass die Kirche bei dem Zukunftsprozess „ekhn2030“ auch um „sehr schmerzlichen Fragen“ nicht herumkomme. Hierzu brauche es eine Reihe von Entscheidungen, „für die wir noch in diesem Jahr die Weichen stellen können und müssen und die dann in den nächsten Jahren Schritt für Schritt zu debattieren und zu treffen sind – auch von den nächsten Synoden“. Kirche muss nach Ansicht Jungs auch in Zukunft, „für unsere Mitglieder und für andere da sein“. Dazu sei es aber auch nötig, „gemeinsam nach unserem Weg in die Zukunft zu suchen, um gemeinsam herauszufinden, was wir weiter tun wollen, was wir neu beginnen wollen und was seine Zeit gehabt hat und nicht mehr weitergeführt werden soll“.

Leiter der Kirchenverwaltung: „Generationengerecht wirtschaften“

Der Leiter der Kirchenverwaltung der EKHN, Heinz Thomas Striegler, erklärte, hinter den Einsparungen stehe auch der Gedanke der Generationengerechtigkeit. In seiner Präsentation sagt er: „Es wäre gegenüber künftigen Generationen nicht gerecht, wenn sie für die Verpflichtungen geradestehen müssten, die die heutige Generation eingegangen ist. Nach sorgfältiger Kalkulation muss die EKHN aufgrund der prognostizierten wachsenden Haushaltsdefizite  ihre Ausgaben bis 2030 um 140 Millionen Euro reduzieren“. Der Prozess „ekhn2030“ nötige jedoch nicht nur zur Reduktion der Kosten, sondern er biete auch die Chance, „die kirchliche Arbeit weiterzuentwickeln“.

Medienarbeit: Kooperationen verstärken

Auf der aktuellen Synode wurde den Delegierten unter anderem ein Entwurf für die Zukunft der Medienarbeit in der EKHN vorgestellt. Er sieht beispielsweise eine engere Kooperation mit dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (gep) vor. Das Medienhaus der EKHN könne der Synodenvorlage zufolge enger mit der in Frankfurt ansässigen Einrichtung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zusammenarbeiten. Zudem wird empfohlen, viel stärker als bisher in den Sozialen Medien aktiv zu werden sowie die Mitgliederkommunikation in Zusammenarbeit mit weiteren EKD-Gliedkirchen zu stärken.

Jugend- und Familienarbeit: Kommunikation anpassen

Den Synodalen wurde auch eine aktuelle Positionsbestimmung der Arbeit mit Jugendlichen und Familien präsentiert. Demnach muss die EKHN ihre Kommunikation besser an die Zielgruppe anpassen. Der Alltag junger Menschen sei „hybrid“ und pendele zwischen digitaler und analoger Begegnung, bei der mobile Kommunikation, unabhängig vom Aufenthaltsort und von festen Zeiten, selbstverständlich sei. Konkrete Handlungsempfehlungen und Perspektiven sollen im Spätsommer formuliert und der Synode im November 2021 vorgelegt werden.

Verwaltung: Konsequent digitalisieren

Auch die Verwaltungsarbeit der Kirche steht bei dem Projekt „ekhn2030“im Fokus. Dabei seien klassische Einsparungen ausgereizt, heißt es in dem der Synode vorgelegten Zwischenbericht. Signifikante Reduzierungen seien nur langfristig durch eine Aufgabenkritik, stärker standardisierte Verwaltungsprozesse und mit hohen Investitionen für eine „konsequente Digitalisierung“ möglich. Zudem sollen Verwaltungsstrukturen und Verwaltungsprozesse in der EKHN „neu gedacht“ werden mit dem Ziel einer noch schlankeren und effizienteren Verwaltung.

Hintergrund ekhn2030

Bei dem 2019 begonnen Zukunftsprozess „ekhn2030“ werden nahezu alle kirchlichen Arbeitsbereiche von der Kinder- und Jugendarbeit über die Kooperation von Gemeinden, Dekanaten und Landeskirchen, die Zukunft der Pfarrstellen und der Konzentration des kirchlichen Gebäudebestands bis hin zur Medienarbeit in einem umfangreichen Projekt unter die Lupe genommen. Außerdem ist geplant, auch die Verwaltung auf allen Ebenen der Kirche, sowie die Arbeit in Zentren und Einrichtungen auf den Prüfstand zu stellen.

Mehr Informationen zum Zukunftsprozess „ekhn2030“ auf der Sonderseite im Internet: https://unsere.ekhn.de/themen/ekhn2030.html

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