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Kunstausstellung startet in Worms

Luther: Provokateur, Kirchenkritiker, Reformator

EKHN

Eine bundesweite Wanderausstellung der kirchlichen Archive zeigt Lutherbilder im Wandel der Zeit. Bundesweit wird sie am 8. März in Worms eröffnet.

Lucas Cranach der Ältere/Hajotthu/wikimedia.orgMartin Luther

Worms/Darmstadt/Speyer, 1. März 2016. Martin Luther gehört zu den am häufigsten dargestellten Personen der deutschen Historie und der Weltgeschichte. Bereits zu seinen Lebzeiten entstanden von ihm rund 500 Gemälde. In den Folgejahrhunderten wurden weitere Darstellungen geschaffen, in denen sich die jeweils herrschende Deutung der Person Luthers und seines Lebenswerkes widerspiegelt. Sie sind also auch ein Spiegel der Kultur- und Geistesgeschichte. Unter dem Titel „Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten“ sind in der Magnuskirche in Worms ab 8. März 40 alte und neue Bildnisse des Reformators auf 15 Tafeln zu sehen. Sie spannen einen Bogen vom 16. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart.

Tour durch Deutschland startet 8. März in Worms 

Die Ausstellung wird am 8. März 2016 um 17.30 Uhr in der Wormser Magnuskirche (Weckerlingplatz) eröffnet und ist bis zum 19. März täglich von 10 bis 16 Uhr zu besichtigen (sonntags 11.15 bis 16.00 Uhr). Der Eintritt ist frei. Danach geht sie deutschlandweit auf Tour. Interessierte können sie auch ausleihen und vor Ort zeigen. 

Kunstwerke prägten schon immer Lutherbild 

Die Darstellungen Martin Luthers haben das Bildbewusstsein der Deutschen maßgeblich mitgeprägt. Die Lutherhalle Wittenberg bewahrt etwa 2.400 verschiedene Luther-Bilder auf. Luther-Darstellungen begegnen bis heute im öffentlichen, kirchlichen und häuslichen Raum. Ihre Grundtypen gehen auf die Reformationszeit zurück und verbinden sich dort mit der Werkstatt des älteren und des jüngeren Lucas Cranach. Jede Zeit schafft sich ihr eigenes Lutherbild.

Zwischen Verherrlichung und Instrumentalisierung 

Als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten deutscher Geistes-, Kultur- und Theologiegeschichte war Martin Luther dabei immer auch der Verherrlichung und der Instrumentalisierung ausgesetzt – je nach dem Leitbild der gerade geltenden Denk- und Glaubensrichtung. Das jeweilige Luther-Bild ist mithin auch ein Spiegel des herrschenden Geisteslebens, das sich auch in der Kunstgeschichte artikuliert. In der Ausstellung erläutern Texte des Kulturhistorikers Andreas Kuhn diese aufschlussreichen Zusammenhänge.

Leidenschaftliches Ringen um Wahrheit 

500 Jahre nach dem Beginn der Reformation ermöglicht es die Ausstellung, Martin Luther in seinem leidenschaftlichen Ringen um die christliche Wahrheit neu zu begegnen. Seine bohrenden Fragen nach dem Zustand der Welt und der Kirche, sein kritischer Umgang mit der Tradition, seine Zuversicht im Hier und Jetzt geben seiner Person und ihren Darstellungen sehr lebendige Konturen. Ein knapp 200 Seiten starker Begleitband zur Ausstellung ergänzt die 40 Darstellungen der Ausstellung um weitere 60 Porträts sowie erläuternde Texte. Eine umfangreiche Auswahlbibliographie gibt Anregungen zu einer weiteren Beschäftigung mit Martin Luther. Der Band wird im März erscheinen und im Buchhandel 17,90 Euro kosten.

Aus ganz Deutschland Ideen zusammengetragen 

Entwickelt wurde die Schau vom Verband kirchlicher Archive der Evangelischen Kirche in Deutschland anlässlich des 500. Jahrestags der Reformation im Jahr 2017. Die Federführung lag bei den Zentralarchiven der Evangelischen Kirche der Pfalz (Speyer) und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (Darmstadt). Die Archive des Verbandes und viele andere Ideen- und Bildgeber deutschlandweit lieferten repräsentative Beiträge aus ihrem Gebiet. Nach der bundesweiten Eröffnung in Worms gehen die „Lutherbilder“ als Wanderausstellung durch ganz Deutschland.

Mehr Informationen und Ausleihmöglichkeit 
Informationen über die Ausstellungsorte gibt es jeweils aktuell unter www.zentralarchiv-speyer.de. Interessierte Einrichtungen, die die Ausstellung zeigen wollen, wenden sich an das Zentralarchiv der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer (archiv@evkirchepfalz.de), für den Raum der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau an das Zentralarchiv in Darmstadt (zentralarchiv@EKHN-KV.de). 

Jeder Mensch braucht einen Hoffnungsschrank,
in dem wir die Erfahrungen
von Befreiung sammeln.

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