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53. Hessentag in Kassel

Kasseler Karlskirche wird zur Zukunftskirche

Erika von BassewitzDie Zukunftskirche ist gut gefüllt

Aus ganz Hessen strömen die Menschen derzeit nach Kassel, um den Hessentag zu feiern. Doch mitten in dem Treiben bietet ein Ort Raum für Ruhe und zum kontemplativen Ausruhen.

Erika von Bassewitz

Außen bunt dekoriert, innen puristisch-modern, so präsentiert sich die Zukunftskirche auf dem 53. Hessentag in Kassel. Anstelle von Kirchenbänken stehen weiße  Sitzkästen aus Karton im Hauptraum, dessen hohe Wände als Projektionsfläche ruhiger Natur- oder Menschenbilder genutzt werden. Die aufgeschlagene Bibel leuchtet von innen, und Stimmen unbekannter Hessen erzählen aus ihren Leben. Die Erzähler selbst werden nicht gezeigt, nur die Orte, an denen sich die Geschichten zugetragen haben oder andere Menschen, die zuhören. Die Künstlerin Susanne Minke will mit dieser Schere Voyeurismus  vermeiden und die Aufmerksamkeit auf die Geschichte selbst lenken, ohne dass der Zuhörer von Aussehen oder Alter der sprechenden Person urteilt.

Auf der Empore entspannen die Besucher in 15 bunten Sitzsäcken, der grasgrüne Boden soll wohl  an eine Wiese erinnern, passend zu den an die Wand projizierten Waldbildern. Freundliche Mitarbeiter bieten den Gästen Kopfhörer an. Die surrealistischen Texte von Rana Matloub sollen ihn auf andere Gedanken bringen. „Zukunftsgeflüster“ nennt sich die Audio-Installation, die sich nach Angaben der Künstlerin am Psalm 23 orientieren. 

„Ich habe inmitten der Hektik des Hessentags Ruhe gesucht und gefunden, “ so oder so ähnlich lauten einstimmig die Urteile der Besucher nach einem Besuch der Zukunftskirche.

Die wirklichen Beziehungen zwischen Menschen
sind immer ein Angewiesensein,
ein Einander-Brauchen.

(Dorothee Sölle)

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