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Impuls zum Ewigkeitssonntag

Niemand ist vergessen

Volker H. Lommel

Der Ewigkeitssonntag erinnert uns daran: Gott hat auch unsere Verstorbenen nicht vergessen. Er verliert keinen von uns aus den Augen. Sogar der Tod, der für uns eine unüberwindliche Barriere darstellt, wird nicht das letzte Wort behalten, sagt Jonas Schmidt in seinem Impuls.

Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. (Offenbarung 21, 4)

Der Herbst mit seinen rasch kürzer werdenden Tagen ist für viele eine besinnliche Zeit des Insichgehens, des Gedenkens an vergangene Tage, an einst liebe Freunde, Partner oder Verwandte, die entweder schon gestorben sind, oder die man ganz einfach aus den Augen verloren hat.

Was ist wohl aus ihr /aus ihm geworden –diese Frage hat wohl schon jeden von uns mehr als einmal bewegt; wie oft wünscht sich dann manch einer längst vergangene Zeiten im Kreise dieser Lieben zurück? Wie oft muss solch ein Herzenswunsch unerfüllbar erscheinen?

Kühne Vision voller trostreicher Bilder

Unser Schriftwort stammt aus dem letzten Buch der Bibel. Hier erlebt der Seher Johannes eine ungeheuer kühne Vision voller trostreicher Bilder, die ihm Gottes zukünftiges Handeln an der Welt und den Menschen offenbart.

Am Ende sieht er die alte Welt mit ihren Unzulänglichkeiten, mit ihren Tränen und dem Kummer der Menschen vergehen. An ihre Stelle tritt eine völlig neue, in der Gott seiner Gemeinde ganz nah ist, ja in der selbst der schlimmste Feind, der Tod, seine Macht und seine Schrecken verloren hat.

Gott verliert keinen von uns aus den Augen

Der Ewigkeitssonntag erinnert uns daran: Gott hat auch unsere Verstorbenen nicht vergessen. Er verliert keinen von uns aus den Augen. Sogar der Tod, der für uns eine unüberwindliche Barriere darstellt, wird nicht das letzte Wort behalten.

Auch wenn uns heute oftmals die Sicht zu derart kühnen Bildern verbaut zu sein scheint, bleibt doch ein lichter Schimmer der Hoffnung in unseren Herzen zurück, der uns einen erahnenden Blick hinter den schwarzen Vorhang der Trennung werfen lässt.

Nein, Gott wird auch uns nicht mit unserem Schmerz, unseren Tränen und unserer Einsamkeit aus den Augen verlieren. Die Hoffnung auf eine neue, bessere Welt wird seine Gemeinde segensreich begleiten und ihr Kraft und Mut verleihen.

Pfarrer Jonas Schmidt, Ev. Kirchengemeinde Oberroßbach

In der Konzentration auf das, was ist,
kann sich so etwas wie ein Raum öffnen,
ein Gewahrsam schärfen für die Gegenwart Gottes.

(Carsten Tag)

Carsten Tag

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / rusm

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