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Tag der Pflege am 12. Mai

Kirche und Diakonie rücken Pflegeberufe ins Zentrum (Mit Videos)

Diakonie HessenTag der Pflege: Die Diakonie Hessen stellt 2021 die Ausbildung in den Pflegeberufen ins Zentrum.Tag der Pflege: Die Diakonie Hessen stellt 2021 die Ausbildung in den Pflegeberufen ins Zentrum.

Zum Tag der Pflege am 12. Mai haben Kirche und Diakonie die Pflegeberufe ins Zentrum gestellt. In Videos erzählen Auszubildende, was sie an ihrem Beruf begeistert. Und: Durch eine umfassende Reform der Pflegeversicherung soll Pflege endlich zukunftsfest gemacht werden.

Auszubildende in der Pflege leisten Großes, insbesondere in Pandemiezeiten. Damit der Pflegeberuf für sie attraktiv bleibt, müssen sich die Arbeitsbedingungen für sie und die anderen Pflegenden ändern. Es braucht dringend eine Pflegereform, die Rahmenbedingungen für sie verbessert, ohne pflegebedürftige Menschen arm zu machen. Deshalb fordert die Diakonie Hessen anlässlich des Tags der Pflege (12. Mai) die Einführung einer solidarisch finanzierten Vollversicherung mit festem, kalkulierbarem Eigenanteil. Die professionelle Pflege erhält dadurch Rahmenbedingungen, die wirtschaftliches Handeln und Dienst am Nächsten als gleichwertige Prinzipien betrachten. Dies macht den Beruf zukunftsfest und attraktiv.

Carsten Tag: Auszubildende tatkräftig in der Pandemiebewältigung an der P

Die Auszubildenden haben in der Coronakrise öffentlich wenig Beachtung erfahren. Seit Beginn der Pandemie standen vor allem Fachkräfte und besonders das Personal der Intensivstationen im Zentrum der Aufmerksamkeit. „Vollkommen zurecht“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen, Carsten Tag. „Aber auch was die jungen Auszubildenden seit einem Jahr leisten, verdient viel Respekt und Anerkennung. Sie haben tatkräftig an der Bewältigung der Pandemie mitgewirkt und gleichzeitig Schule und Prüfungen bewältigt.“ Zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai stellt die Diakonie Hessen deshalb die Auszubildenden in den Mittelpunkt. Diakonie Hessen-Vorstand Carsten Tag und Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) haben sich in den letzten Wochen jeweils mit Pflegeauszubildenden getroffen und sie zu ihrer Ausbildung, ihren Zukunftsplänen und den Herausforderungen während Corona befragt. Aus diesen Gesprächen hat die Diakonie Hessen mehrere Videos produziert, die in dieser Woche auf Facebook und Instagram veröffentlicht werden.

Ulrike Scherf: Pflege ist ein sinnvoller Beruf mit guten Aussichten

Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf hat das Agaplesion Bildungszentrums für Pflegeberufe besucht. Von der Motivation der Auszubildenden ist sie tief beeindruckt: „Sie nehmen diesen Beruf als sinnvollen Beruf mit tollen Zukunftsmöglichkeiten wahr, bei dem sie viel Dank zurückbekommen.“  „Pflege erfüllt mich“, berichtet ihr dort Vanessa Tarnow (Auszubildende der Altenpflege im 3. Lehrjahr). „Das ist der Beruf, den ich mein Leben lang machen möchte.“ Sarah Charif, Mutter und Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege, erzählt von den Chancen ihrer Teilzeitausbildung: „Es vereinfacht mir wirkliches Vieles. Ich habe mehr Zeit, mich um mein Kind zu kümmern, ich habe mehr Zeit zum Lernen und habe so die Möglichkeit, die Ausbildung zu machen.“ Die Teilzeitausbildung dauert vier statt drei Jahre, Arbeitstage haben nur sechs statt acht Stunden, Urlaube können bevorzugt in der Ferienzeit genommen werden. Die Ausbildungsinhalte bleiben gleich. Mahmut Kohl (Auszubildender im 1. Lehrjahr zum Pflegefachmann) hebt die Vorteile der neuen, generalistischen Pflegeausbildung hervor: „Die neue Ausbildung ist in der gesamten EU anerkannt. Und man wird zum Generalisten ausgebildet, ist also nicht mehr auf eine Patientengruppe begrenzt.“ (Zum Video mit Ulrike Scherf)

Diakonie Hessen: Umfassende Reform der Pflegeversicherung nötig

Aus seinem Gespräch mit Semir Tahirovic, Pflegeazubi der Vereinten Martin Luther + Althanauer Hospital Stiftung Hanau, nimmt Carsten Tag drei zentrale Forderungen für die Rahmenbedingungen mit. „Damit der Pflegeberuf attraktiv bleibt, braucht es eine angemessene Bezahlung, eine höhere Wertschätzung und mehr personelle Unterstützung,“ erläuterte der Auszubildende.  „Als Diakonie treten wir für diese Forderungen ein, damit junge Menschen auch zukünftig den Pflegeberuf ergreifen. Deshalb kämpfen wir seit langem für eine umfassende Reform der Pflegeversicherung,“ so Carsten Tag abschließend.(Zum Video mit Carsten Tag)

Weitere Gespräche folgen: Bischöfin Dr. Beate Hofmann besucht Altenhilfe in Eschwege

Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, besucht direkt am Tag der Pflege eine Einrichtung der DiaCom Altenhilfe in Eschwege und spricht mit den Pflegekräften vor Ort über ihren Beruf. Diesen Besuch begleiten wir live über die Sozialen Medien.

Mehr Informationen finden Sie auf unserer Themenseite zum Tag der Pflege oder auf der Fachseite der Diakonie Hessen www.diakonie-gap.de 

Hintergrund 

Diakonie Hessen – Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege

Die Diakonie Hessen ist Mitglieder- und Trägerverband für das evangelische Sozial- und Gesundheitswesen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). 2013 aus der Fusion der beiden Diakonischen Werke von EKKW und EKHN hervorgegangen ist die Diakonie Hessen als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen, Rheinland-Pfalz und im thüringischen Schmalkalden tätig. Als Träger diakonischer Arbeit beschäftigt die Diakonie Hessen in den Landesgeschäftsstellen in Frankfurt und Kassel, im Evangelischen Fröbelseminar, in den Evangelischen Freiwilligendiensten sowie in 17 regionalen Diakonischen Werken in Hessen und Nassau 1.613* Mitarbeitende. Dazu kommen 708* Freiwillige, die sich in einem Sozialen Jahr oder Bundesfreiwilligendienst einbringen. An der Spitze des Landesverbandes stehen Pfarrer Carsten Tag (Vorstandsvorsitzender) und Dr. Harald Clausen.

Als Mitgliederverband gehören der Diakonie Hessen zurzeit 459 Rechtsträger an. Dabei handelt es sich um 363 privatrechtlich organisierte Vereine, Stiftungen und gemeinnützige Gesellschaften sowie die 30 Dekanate der EKHN, 14 Kirchenkreise der EKKW und 52 kirchliche Zweckverbände**. Insgesamt bietet die Diakonie Hessen so etwa ca. 1.500 Angebote für die Pflege, Betreuung und Beratung sowie für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in den Bereichen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, in der Alten- und Krankenhilfe, Behinderten-, Eingliederungs- und Suchthilfe, Migrations- und Flüchtlingsberatung sowie in der Beratung von Menschen in besonderen sozialen Situationen an. Die Diakonie Hessen und ihre Mitglieder beschäftigen zusammen mehr als 42.000 Mitarbeitende und erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2019 einen Gesamtumsatz von mehr als zwei Milliarden Euro. 

 

 

 

Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Matthäus 25, 40

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/tolga tezcan

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