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IS-Terror im Irak

Kirchenpräsident Jung gegen Waffenlieferungen in den Irak

EKHNPortraitDr. Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN

Deutschland liefert Waffen in das Krisengebiet im Irak. Kirchenpräsident Jung lehnt das ab.

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung lehnt Waffenlieferungen in den Irak ab. Die Erfahrung habe gezeigt, dass nicht abzusehen sei, was mit Waffen in Krisengebieten geschehe, sagte Jung am Dienstag in Darmstadt dem Evangelischen Pressedienst (epd). So dürfe auch im Irak kaum zu steuern sein, wofür die Waffen am Ende verwendet würden. Dennoch dürfe sich niemand der Verantwortung für die Opfer von Krieg und Terror entziehen. Gefordert seien ein UN-Mandat zum Schutz der Flüchtlinge und humanitäre Hilfe.

Jung wandte sich damit gegen Äußerungen des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, und des neuen evangelischen Militärbischofs Sigurd Rink in den vergangenen Tagen. Diese schlossen trotz großer Vorbehalte Waffenlieferungen in den Irak gegen die IS-Terrorarmee als letztes Mittel nicht gänzlich aus. In der evangelischen Kirche fehle bisher eine friedensethische Reflexion, die sich konsequent an der EKD-Friedensdenkschrift von 2007 orientiere, bemängelte Jung. Die Denkschrift habe die Lieferung von Waffen in Krisengebiete abgelehnt. Gleiches habe die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau noch im vergangenen Jahr bekräftigt.

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Ich merke, der weite Raum
entsteht nicht in mir und durch mich.
Er entsteht, weil andere da sind,
die mir Räume eröffnen,
gnädig umgehen mit meinen Schwächen,
sich einsetzen für einen menschenwürdigen Umgang
mit allen Menschen.

(Melanie Beiner zu Psalm 31,9)

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