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Projekt "Mein zweites Ich" dokumentiert beeindruckende Verwandlungen

Klienten der Diakonie-Tagesstätte entdecken sich neu

bonMein zweites Ich

Zwei Fotografien. Eine in Schwarzweiß, eine in Farbe. Auf beiden ist derselbe Mensch zu sehen – auch wenn das selbst nach dem zweiten Blick unglaublich scheint. Menschen mit psychischen Erkrankungen; Klienten der Tagesstätte der Diakonie in Westerburg. Und Hauptdarsteller eines besonderen Fotoprojekts.

Bildergalerie

In der Tagesstätte lernen sie, ihr Leben trotz der Erkrankung neu zu gestalten, Struktur in ihren Alltag zu bringen. Dort entdecken sie auch ihre verborgenen Seiten: ihre Talente und Wesenszüge, die wegen der Erkrankung oft im Verborgenen bleiben. Deshalb sind die Bildpaare des Projekts „Mein zweites Ich“ keine „Vorher-Nachher“-Fotos. Es sind „Sowohl als Auch“-Abbildungen.

Verborgene Seiten zeigen

Das auf Schwarzweißfilm fotografierte Bild zeigt den Menschen in seinem alltäglichen und vertrauten Arbeitsumfeld in der Tagesstätte; bei denjenigen Dingen, die vertraut sind und die Sicherheit geben. Auf der anderen Seite: die Farbaufnahmen. Die Männer und Frauen sagen, als welchen Typ sie sich selbst sehen und welche (verborgene) Seite sie gerne zeigen wollen. Das Team der Tagesstätte unterstützt sie bei diesem Wunsch – mit Hilfe einer Visagistin, eines Fotografen, vielen Kostümen. Das Ganze wird umgesetzt im außergewöhnlichen Ambiente des Stöffelparks.

Ein neues Ja zum Ich

Das Ergebnis sind beeindruckende und bewegende Dokumente der Verwandlung. Sie zeigen, wie Menschen ihre Sicherheitszone verlassen und neue Seiten an sich entdecken. Vielleicht nur, um es sich mal getraut zu haben. Vielleicht aber auch als ein neues Ja zum eigenen Ich. Das Projekt „Mein zweites Ich“ zeigt, dass die Männer und Frauen der Tagesstätte ihr Leben nicht nur bewältigen. Sie können es in den verrücktesten Farben gestalten. (bon)

Die Fotoausstellung „Mein zweites Ich“ kann vom Donnerstag, 21. September, bis zum Freitag, 20. Oktober, in der Kreisverwaltung Montabaur während der Öffnungszeiten besichtigt werden. Die Vernissage findet am Sonntag, 17. September, um 14.30 Uhr im Erlebnisbahnhof Westerburg statt.

Wer Halt gewährt,
verstärkt in sich den Halt.

(Martin Buber)

Martin Buber

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages_rusm

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