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Ehrenamt

Lotsen helfen im Krankenhaus

AlexRaths/istockphoto.comDer Besuch- und LotsendienstDer Besuch- und Lotsendienst begleitet Patienten im Krankenhaus.

Verwirrend gleich aussehende Klinikflure mit Neonlicht können Patienten die Orientierung rauben - besonders wenn es ihnen schlecht geht. In den Dill-Kliniken soll das nicht passieren.

In den Dill-Kliniken in Dillenburg arbeiten nicht nur Ärzte, Pfleger und Verwaltungskräfte. Neben den Angestellten sind auch viele Ehrenamtliche im Krankenhaus aktiv. Zur größten Gruppe gehören die Ehrenamtlichen des Besuchs- und des Lotsendienstes.

Lotsen kennen jeden Weg in der Klinik

Jeweils montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr sind bis zu zwei Lotsen im Einsatz. „Wir sitzen in Rufbereitschaft vor der Patientenaufnahme unten im Foyer und bringen die neuen Patienten zu den jeweiligen Stationen oder direkt zu den Behandlungen“, erklärt Anneliese Reichel. Sie gehört seit mehreren Jahren zum Team der Grünen Damen und Herren. Für manche Menschen, die als Patienten neu in das Krankenhaus kommen, ist es eine wirkliche Hilfe. „Wir kennen das Haus mit den Stationen und bringen die Patienten sicher mit ihren Unterlagen ans Ziel“, sagt die Lotsin Herta Greeb. 

Neue Gesichter gesucht

Für einzelne Neuankömmlinge wirkt das Krankenhaus unübersichtlich, sie sind dankbar für die Zuwendung und die Orientierungshilfe. „Langweilig wird diese ehrenamtliche Tätigkeit nicht, jeder Vormittag verläuft anders“, ergänzt ihre ehrenamtliche Kollegin Annelise Reichel. „Etwa zehn bis zwanzig Menschen begleiten wir jeden Morgen“. Und jeder Mensch ist anders. Einer wünscht nur eine kurze Erklärung, ein anderer möchte zur Station begleitet werden und für einen weiteren Patienten ist noch ein Rollstuhl zu organisieren. 

„Es erfüllt einen mit sehr viel Freude“, sagt Greeb, „und dabei ist es ein Ehrenamt ohne viel Zeitaufwand.“ Und: Die Arbeitszeit ist überschaubar. So wie sie sind weitere vier Menschen als Lotsen im Dillenburger Krankenhaus ehrenamtlich aktiv. „Es dürfen gerne noch ein paar mehr Helfer werden“, sagt Werner Becker, „drei neue Lotsen, das wünschen wir uns“. 

Kurze Einsatzzeiten sollen Lotsen-Dienst attraktiv machen

„Wir möchten es Interessierten einfach machen und bieten ihnen eine mehrwöchige Begleitung an“, erzählt Greeb, „dann können die Menschen am besten sehen, ob ihnen die Tätigkeit auch Freude bereitet. Denn „Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sind wichtig für diesen Job“. Mit der Zeit finde man sich auch im vermeintlich großen Krankenhaus zurecht. Und spätestens um 12.30 Uhr ist für die Tagesschicht Schluss, bis zum nächsten „Schichtdienst im Ehrenamt“. 

Grüne Damen und Herren
Vor mehr als zwanzig Jahren haben Frauen in Dillenburg einen ökumenischen Kreis gegründet, der einmal wöchentlich Patienten auf den Stationen besucht oder neu aufgenommene Patienten zu den jeweiligen Stationen begleitet. Heute gehören dem Kreis auch mehrere Männer an. Auf Betreiben der damaligen evangelischen Krankenhausseelsorgerin Pfarrerin Anke Böhm und dem ehemaligen Öffentlichkeitsreferenten des Krankenhauses Gerd Werner entstand der Kreis, in dem sich heute dreizehn Menschen im ökumenischen Besuchskreis sowie im Lotsendienst, also in der Begleitung von Neuaufnahmen, ehrenamtlich engagieren.

In der Konzentration auf das, was ist,
kann sich so etwas wie ein Raum öffnen,
ein Gewahrsam schärfen für die Gegenwart Gottes.

(Carsten Tag)

Carsten Tag

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / rusm

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