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„Rosinenbomber”

Luftbrücke gilt als Inbegriff der Solidarität

pixabay.com/lappingNeben dem Denkmal stehen eine Douglas C-47 und eine Douglas C-54 – Flugzeugtypen, die bei der Luftbrücke eine große Rolle spielten.Das Luftbrückendenkmal am Frankfurter Flughafen wurde am 26. Juni 1985 auf Initiative des Vereins "Luftbruecke Chapter of the Airlift Tanker Association e. V." aufgestellt. Es ist ein Duplikat zu dem 1951 vor dem Flughafen Tempelhof in Berlin errichteten Monument, das der Berliner Volksmund auch "Hungerharke" nennt.

Als West-Berlin vor 70 Jahren von der Außenwelt abgeschnitten wurde, startete die US-amerikanische Luftwaffe eine eindrucksvolle Rettungsaktion: Die Luftbrücke mit den sogenannten „Rosinenbombern”. Bis heute gilt sie als Inbegriff der Solidarität.

United States Air Force Historical Research Agency - gemeinfreiPropellermaschine im AnflugBerliner beobachten die Landung eines Rosinenbombers auf dem Flughafen Tempelhof (1948)

Als Reaktion auf die Währungsunion in den westlichen Sektoren Berlins stoppte die Sowjetische Militäradministration vom 24. Juni 1948 bis zum 12. Mai 1949 den Güter- und Personenverkehr nach West-Berlin. Damit war eine Versorgung der dortigen Stadtteile durch die Westalliierten über die Land- und Wasserverbindungen nicht mehr möglich.

Lebensmittel und Kohle für West-Berlin

Am 25. Juni 1948 beschloss der Militärgouverneur der US-amerikanischen Zone, General Lusius D. Clay, in Absprache mit den britischen und französischen Besatzungsmächten, die Menschen in West-Berlin über eine „Luftbrücke” zu versorgen. Über einen nordweslichen Korridor aus Richtung Hamburg sowie über einen südwestlichen Luftkorridor wurden Lebensmittel und Kohle in die abgeriegelte Stadt transportiert. Auf den Rückflügen wurden Kinder und ältere Menschen evakuiert.

Am 26. Juni 1948 flogen die ersten Maschinen der US-amerikanischen Luftwaffe von der Rhein-Main-Airbase und vom Flugplatz Wiesbaden-Erbenheim in Richtung Berlin. Bei insgesamt fast 280.000 Flügen wurden damals weit mehr als zwei Millionen Tonnen Hilfsgüter in die Westsektoren der ehemaligen Reichshauptstadt geflogen. Durchschnittlich alle fünf Minuten landete ein Flugzeug in Berlin-Tempelhof. Zum Einsatz kamen Soldaten aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Kanada, Südafrika, Neuseeland und Australien. Dabei kamen rund 80 Menschen bei Unfällen in der Luft und am Boden ums Leben.

Friedenspfarrerin: „Inbegriff der Solidarität”

Die Berliner Bevölkerung bezeichnete die Transportflugzeuge als „Rosinenbomber”, da die Piloten auch Süßigkeiten für die Berliner Kinder abwarfen. Die Luftbrücke prägte das Bild von den amerikanischen Besatzern in Berlin und im Nachkriegsdeutschland nachhaltig positiv. Pfarrerin Sabine Müller-Langsdorf, Referentin für Friedensarbeit im Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW, hat selbst einen familiären Hintergrund in Berlin. Für sie ist klar: „Im kollektiven Gedächtnis der Menschen in Berlin ist die Luftbrücke der Inbegriff der Solidarität.”

Der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) hat den Start der Luftbrücke als „Grundstein für die deutsch-amerikanische Freundschaft” gewürdigt. Maas sagte am Dienstag in Berlin, die Luftbrücke sei „nicht nur eine logistische Meisterleistung, sondern vor allem das Zeugnis überwältigender Menschlichkeit” gewesen.

Zur Jubiläumsfeier am Luftbrücken-Denkmal kamen am heutigen Dienstag (26. Juni 2018) unter anderem der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), der neue amerikanische Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, sowie die Botschafter Großbritanniens und Frankreichs.

Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!

2. Korinther 6, 2

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Hans Genthe

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