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Frühjahrssynode 2014

Mit Initiativen vor Ort Armut überwinden

Esther StoschAuftakt zur Diskussion zum  Thema Armut hat die Arbeitsloseninitiative Gießen mit ihrem Theaterstück „Assi-TV“ gebildet.Auftakt zur Diskussion zum Thema Armut hat die Arbeitsloseninitiative Gießen mit ihrem Theaterstück „Assi-TV“ gebildet.

Die EKHN-Synode gibt grünes Licht für Drei-Millionen-Projekt „DRIN“. Mit diesem Geld sollen künftig besondere Hilfsprojekte gestartet werden.

Frankfurt a.M., 9. Mai 2014. Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat am Freitag einem Drei Millionen Euro umfassenden Projekt grünes Licht gegeben, mit dem Armut und gesellschaftliche Ausgrenzung durch gemeinschaftliches Engagement überwunden werden sollen.

Unter dem Titel „DRIN – Dabeisein – Räume entdecken – Initiativwerden – Nachbarschaft leben“ sollen künftig besondere Hilfsprojekte in der gesamten Landeskirche gestartet werden. Kirchengemeinden, Dekanate und regionale Diakonische Werke können dabei gemeinsam mit anderen Einrichtungen und Akteuren vor Ort Angebote entwickeln, um wachsender Armut und zunehmender Ausgrenzung konkrete Ideen entgegenzusetzen. Dazu gehört beispielsweise der Aufbau von Beratungszentren oder Begegnungsmöglichkeiten in Gemeinderäumen.

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Die Initiative soll vor allem dazu dienen, Betroffenen wie etwa Arbeitslosen mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Die Synode hat für das gemeinsame Projekt von EKHN und Diakonie Hessen bis zum Jahr 2019 insgesamt drei Millionen Euro bewilligt. Damit sollen mindestens 36 regionale Initiativen im Kirchengebiet möglich gemacht werden.

Die Arbeit soll im Herbst mit einem Projektbüro beginnen, das interessierte Gemeinden und Einrichtungen beraten sowie die Bewerbungen um die Projektmittel koordinieren wird. Am Donnerstagabend hatte sich die Synode in einer Erklärung bereits dazu verpflichtet, das Problem Armut und soziale Ausgrenzung mehr als bisher in den Blick zu nehmen.

Kirche macht konkrete Hilfen gegen Armut möglich

Dr. Ulrich Oelschläger, der Präses der Kirchensynode der EKHN, würdigte die Entscheidung, mit „DRIN“ die Gemeinwesenarbeit zu fördern, als „wichtiges gesellschaftspolitisches Signal“. Mit dem Beschluss habe die Synode gezeigt, „dass sie nicht nur über das Thema Armut debattiert, sondern auch konkrete Hilfen möglich macht“. Kirche und Diakonie möchte mit „DRIN“ dazu einladen, „dass sich in der Region viele Menschen zusammenfinden, die mit kreativen, zupackenden und unbürokratischen Ideen gegen Armut vorgehen“, sagte Oelschläger. 

Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung bezeichnete das Projekt als „Chance, dass Kirchengemeinden noch stärker als bisher das soziale Leben mitgestalten, indem sie mit den regionalen Diakonischen Werken und anderen Einrichtungen niedrigschwellige Hilfsangebote entwickeln. Das Projekt wolle „Kirchengemeinden unterstützen, ihre Orientierung nach außen in der Mitgestaltung des Gemeinwesens bewusster zu entwickeln und dadurch auch noch deutlicher als bisher wahrgenommen zu werden“, so Jung.

Kirche und Diakonie wollen eng zusammen arbeiten

„Ich freue mich sehr, dass die Synode so eindeutig Position bezogen hat zu einer leider sehr aktuellen Problematik in unserem Land“, sagte Dr. Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, am Rande der Kirchensynode. „Kirche und Diakonie gehören zusammen und in den Projekten können wir das zeigen.“ „DRIN“ schaffe „Anreize für Kirchengemeinden, regionale Diakonische Werke und Dekanate eng zu kooperieren. In diesen Projekten werde auch sichtbar: Kirche ohne Diakonie wird lieblos und Diakonie ohne Kirche wird geistlos“, so Gern weiter. 

Ansprechpartner:
Mehr Informationen zu „DRIN“ bei der Diakonie Hessen unter Telefon 069/7947-6323, E-Mail: margarete.reinel@diakonie-hessen.de 
oder beim Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN, Telefon 06131/2874451, E-Mail: m.schick@zgv.info.

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Dies Gebot haben wir von ihm,
daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4, 21

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/issalina

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