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Palliative Versorgung

Mobiles Palliativteam für rheinland-pfälzische Kinder gestartet

Pixabay.com/Mylene2401Palliativversorgung für Kinder und JugendlichePalliativversorgung für Kinder und Jugendliche

Ein Team zur ambulanten Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche hat in Rheinland-Pfalz die Arbeit aufgenommen. Mehrere Fachärzte und Pflegekräfte kümmern sich ab sofort rund um die Uhr für junge Patienten mit unheilbaren Krankheiten erreichbar.

Mainz (epd). In Rheinland-Pfalz hat ein erstes spezialisiertes Team zur ambulanten Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche die Arbeit aufgenommen. Das neue Angebot soll eine Lücke füllen und sich um junge Patienten mit unheilbaren Krankheiten kümmern, die zu Hause betreut werden. Mehrere Fachärzte und Pflegekräfte seien ab sofort an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für die betroffenen Familien ansprechbar, sagte die ärztliche Leiterin des Kinderpalliativteams, Carola Weber, am Freitag in Mainz. Träger des Dienstes ist die Mainzer Hospizgesellschaft.

Arbeit erfordert besondere Einfühlsamkeit

Die Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit eingeschränkter Lebenserwartung unterscheide sich grundlegend von der bei älteren Patienten, sagte Weber. Bei Kindern handele es sich meistens um schwere angeborene Krankheiten, die nicht therapiert werden können. "Kinder können aber viele Jahre damit leben und brauchen dann eine gute Versorgung." Auch die Arbeit mit den Eltern erfordere besondere Einfühlsamkeit. Bei den Hausbesuchen wollen sich Ärzte und Pflegekräfte so viel Zeit nehmen, wie jeweils erforderlich ist. Es gehe darum, den Kindern eine maximale Lebensqualität zu bieten.

Das neue Angebot ist allerdings vorerst nur in einem Umkreis von 100 bis 120 Kilometern verfügbar: Der Einzugsbereich des Kinderpalliativteams bleibt aus Kapazitätsgründen auf Mainz und Rheinhessen, den Rhein-Hunsrück-Kreis, den Donnersbergkreis und den Landkreis Bad Kreuznach beschränkt. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass sie rund 30 bis 40 junge Patienten gleichzeitig betreuen können.

Rheinland-Pfalz war bisher bundesweites Schlusslicht

Hospiz-Geschäftsführer Uwe Vilz berichtete, Rheinland-Pfalz sei bislang bei der ambulanten Palliativversorgung von Minderjährigen bundesweites Schlusslicht gewesen. Obwohl es mittlerweile einen Rechtsanspruch auf eine Versorgung gebe, seien Familien mit Kindern bislang von den Fachkräften aus anderen Bundesländern mit betreut worden. Der Start eines eigenen Kinderpalliativteams sei nur dank einer Anschubfinanzierung aus Zuwendungen des Rotary-Clubs, Spenden und Erbschaften zugunsten der Hospizgesellschaft im Umfang von insgesamt 500.000 Euro möglich gewesen. Ein Versorgungsvertrag mit den Krankenkassen sei aber geplant: "Dann können wir auch Rechnungen schreiben, aber so weit sind wir noch nicht."

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Gott stellt unsere Füße auf weiten Raum
und ich glaube, er tut das auch durch die,
die mit uns leben.

(Melanie Beiner zu Psalm 31,9)

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