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Digitale Gesellschaft

Nach der Arbeit über die digitale Welt reden

chris_lemmens/istockphoto.comGrafik: Menschen leben sozial vernetzt im digitalen ZeitalterLeben im digitalen Zeitalter heißt für viele auch: Soziales Leben im Netz.

Die Evangelische Akademie Frankfurt rückt den Menschen inmitten in der digitalen Gesellschaft in den Mittelpunkt. In lockerer Atmosphäre geht es bei der „After Work Lecture“ um das Selbst im Internet, Emotionalität im Netz sowie Tod und Wiedergeburt von Kunst und Literatur im digitalen Zeitalter.

Daumen hoch – dieses Symbol ist für viele Menschen fest mit Facebook verbunden. Das Internet ist inzwischen weit mehr als ein globales Rechner-Netzwerk. Es gehört zum Alltag der Deutschen, wie Fernsehen oder Radio. Egal ob in sozialen Netzwerken, mit digitalen Kunstwerken oder in der Selbstdarstellung im Netz – jede Leidenschaft findet im Internet ihren Raum. 

Die Reihe „Login Cultures – Innenansichten des Digitalen“ der Evangelischen Akademie Frankfurt spürt der kulturellen Logik des digitalen Zeitalters nach. In lockerer Atmosphäre lässt sich hier mit Experten aus Wissenschaft, Politik und Kultur ins Gespräch kommen. „Das Konzept der ‚After Work Lecture‘ entspricht meines Erachtens den Zielen gesellschaftlich-politischer Bildung“, sagt Ralph Fischer. Der Studienleiter für Kultur und Medien sagt, dass die Reihe „zu einem gesellschaftlichen und politischen Diskurs zum Thema ‚Digitale Gesellschaft‘ beitragen“ soll. 

Die öffentliche Selbstdarstellung im Web

Auftakt der Reihe macht die Veranstaltung „Truman Reloaded“ am 7. Oktober. Der Titel bezieht sich auf Peter Weirs Film „Die Truman Show“. Hier wird der Protagonist rund um die Uhr videoüberwacht. Der Titel soll auf die aktuelle gesellschaftliche Situation anspielen: Spätestens seit den Enthüllungsskandalen um Edward Snowden „muss jeder Einzelne um die Sicherheit seiner Daten fürchten“, so Fischer. Dennoch gebe es immer noch eine „starke Lust an digitaler Selbstdarstellung“.

Die Experten stellen sich der Frage: „Ist diese Form der neuen digitalen Öffentlichkeit Ausdruck eines medialen Narzissmus oder artikuliert sich darin eine neue digitale Mündigkeit, einer neuen Form der politischen Haltung?“ Zu den Referenten gehören neben Wissenschaftlern der Goethe-Universität Frankfurt auch der Publizist Martin Altmeyer (Spiegel, Die Zeit) und die ehemalige Piratenpolitikerin Marina Weisband.

Intimität und Beziehungen im Internet

Liebe und Freundschaft digital – geht das? Dieser Frage spürt die Veranstaltung „Emotion.com“ am 14. Oktober nach. Sie will die Gesellschaftsbildung innerhalb der digitalen Medien beleuchten. Im Mittelpunkt stehen Emotionen im Netz und die Nutzung digitaler Medien für soziale Beziehungen, etwa auf Partnerschafts-Plattformen.

Dabei soll der Blickwinkel politisch sein. Im Mittelpunkt steht die These, dass „Menschen im digitalen Zeitalter in einem derart hohen Maß öffentlich inszeniert worden sind, wie nie zuvor. Anhand von sogenannter Dating Websites lässt sich beobachten, dass selbst die Partnersuche im Internet öffentlich inszeniert wird“, sagt Fischer. 

Kunst und Literatur im digitalen Zeitalter

„Bietet das Internet noch geistige Freiräume für kritisches Denken und subversive Kunst?“ Diese Frage steht im Mittelpunkt des Abends „Blogging Poetics“ am 21. Oktober. Zu der Diskussion sind kreative Persönlichkeiten eingeladen, die das Internet für künstlerische Arbeiten und zur politischen Stellungnahme nutzen.

Im Mittelpunkt des Abends stehen die Arbeiten des Internetkünstlers Tobias Leingruber, der mittels einer Software Einfluss auf die Struktur von Webseiten nehmen kann. Mit Bloggern und Künstlern soll darauf eingegangen werden, wie in einer zunehmend digital-organisierten Welt der Kunst eine politische Dimension zugeschrieben werdenkann. Fischer stellt die provokante These auf: „Die Technik des Hackens könnte somit Ausdruck einer neuen politischen Mündigkeit sein.“

Login Cultures – Termine

7. Oktober, 18 Uhr bis 21 Uhr: Truman Reloaded – Öffentliche Selbstdarstellung im digitalen Zeitalter

14. Oktober, 18 Uhr bis 21 Uhr: Emotion.com – Emotionalität im Netz

21. Oktober, 18 Uhr bis 21 Uhr: Blogging Poetics – Tod und Wiesergeburt von Kunst und Literatur im Digitalen Zeitalter

Ort: Evangelische Akademie Frankfurt

Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig.

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