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USA: Ökumenische Eindrücke

Nach der US-Wahl: Kirche im „Raum der Hoffnung“

gettyimages: Kameleon007Am 3. November 2020 wird in den USA gewählt. Das sind die 59. Wahlen zur US-Präsidentschaft.

In der Trump-Ära litt die hessen-nassauische Partnerkirche in den USA heftig unter der zunehmenden Spaltung der Gesellschaft. Jetzt äußern sich Vertreterinnen und Vertreter der United Church of Christ (UCC) in einem Videogespräch erstmals wieder hoffnungsvoll.

„Im Raum der Hoffnung.“ So fühlen sich nach Angaben von Birgit Hamrich, Expertin für die Partnerschaft mit den USA, die Vertreterinnen und Vertreter der befreundeten US-Kirche United Church of Christ (UCC).  Nach einer Videokonferenz mit der hessen-nassauischen Partnerkirche sei nach dem Urnengang in den Vereinigten Staaten klar geworden:  „Wie sehr das Land gespalten ist, ist auch für alle in der UCC Engagierten sehr schmerzhaft.“ Aus dem ehemals offenen Miteinander sei in der Trump-Ära „eine Atmosphäre des Misstrauens, des Unverständnisses, des Rückzugs geworden“, so die Referentin für Entwicklung und Partnerschaft Europa und USA im Zentrum Ökumene.

Linkes Spektrum

Die US-Partnerkirche UCC verorte sich nach Hamrichs Worten eher im „linken politischen Spektrum“ der USA und habe besonders unter der aktuellen Politik gelitten, in der sich Diskriminierung, Rassismus, Waffengewalt und Unwahrheiten immer mehr etabliert hätten. Zudem würden Randgruppen „immer weiter an den Rand gedrängt und Hilflose übersehen“, monierten die Kirchenvertreterinnen und Kirchenvertreter  nach Worten Hamrichs in der Videokonferenz.

Aufgabe der Versöhnung 

So habe Reverend Mark Lukens aus New York gesagt: „Wie auch immer diese Wahl ausgeht, vor uns steht eine große Aufgabe der Versöhnung.“  Die Gräben seien so tief, dass ein Nebeneinander unterschiedlicher Ansichten derzeit kaum mehr möglich sei.  Die Wahrscheinlichkeit, dass es nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses zu Gewaltausschreitungen kommt, ist weiterhin eine große Sorge. „Wir müssen neu lernen einander zuzuhören. Auch wenn die Meinungen unterschiedlich sind“, habe David Gaewski, der Leitende Geistlicher der UCC für den Bereich New York (Conference Minister) die Herausforderung für die Zukunft beschrieben. 

Hintergrund Partnerschaft

Seit 2007 pflegt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)  eine Partnerschaft mit der nordamerikanischen United Church of Christ (UCC), der New York Conference. In den vergangenen Monaten hat sich der digitale Austausch zwischen dem UCC Partnerschaftsausschuss der beiden Dekanate Frankfurt-Offenbach und Wiesbaden sowie dem Ökumeneausschuss der UCC NY Conference intensiviert. Es finden regelmäßige digitale Treffen statt, die die Verbundenheit stärken und einen Informationsraum jenseits der Öffentlichkeit ermöglichen.

Mehr persönliche Eindrücke dazu auch auf der Facebookseite von Birgit Hamrich: https://www.facebook.com/birgit.hamrich

Gebet aus der United Church of Christ (UCC),
Übertragung: Propst Klaus-Volker Schütz 

Gott, Schöpfer dieser Welt

Wer ist die Quelle unserer Weisheit und unseres Verstehens,

Wache über diese Nation während dieser Wahlzeit.

 

Führe uns in Wahrheit und Liebe.

 Wir danken für das Wahlrecht.

Helfen Sie uns, dieses Privileg zu wahren

und Verantwortung mit Pflege und Bewusstsein

es verdient es, zu erkennen, dass unsere Stimme wichtig ist und dass es ein Akt des Glaubens ist.

 

Führe uns in Wahrheit und Liebe.

Wir beten für Gemeinschaften

die mit Ungleichheit, Unruhen und Angst kämpfen.

Mögen wir alle daran hinarbeiten

Versöhnung miteinander und mit Gott.

 

Führe uns in Wahrheit und Liebe.

Hilf uns, in Liebe zuzuhören,

arbeitet in Frieden zusammen und arbeitet miteinander zusammen

Während wir nach der Besserung unserer Gemeinschaft und unserer Welt streben.

 

Führe uns in Wahrheit und Liebe.

Maria sprach:
"Meine Seele erhebt den Herrn,
und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes.
Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen."

(nach Lukas 1,46-55)

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