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Kirchen demonstrieren mit beim Bündnis gegen Frendenfeindlichkeit

Leuchtende Beispiele für Toleranz

Foto Genthe

"Als christliche Kirchen setzen wir uns für einen offenen Dialog zwischen den verschiedenen Überzeugungen in unserem Land ein,“ sagte der evangelische Dekan Martin Fedler-Raupp auf der Kundgebung „Für Toleranz, Gleichheit und Zusammenhalt“ am 2. Februar 2015 in Hofheim am Taunus.

Foto Genthe

Die Kirchen zwischen Main und Taunus hatten sich dem breiten Bündnis von Parteien und Religionsgemeinschaften, dem „Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit“, angeschlossen und ihre Gemeinden zur Teilnahme an der Kundgebung aufgerufen. Etwa tausend Menschen gaben mit Kerzen, Taschenlampen und Handys ein „leuchtendes Beispiel“.

Die christlichen Kirchen demonstrieren mit


„Nach christlicher Überzeugung kann eine Gesellschaft nur dann in Frieden leben, wenn unterschiedliche Überzeugungen, Lebensweisen und Kulturen in einem lebendigen Austausch miteinander stehen“, sagte Fedler-Raupp. Bedingung dafür, dass dieser Austausch gelinge, sei der Respekt für den anderen Menschen, ganz gleich woher er komme. Unterschiedliche Standpunkte und Streit in der Sache dürften nicht dazu führen, dass diejenigen, die anders sind als wir, ausgegrenzt, beleidigt oder in ihren Rechten eingeschränkt werden. „In der Gewissheit, dass Gott diese Welt und jeden einzelnen Menschen in ihr geschaffen hat, treten wir als Christen für die unveräußerliche Würde jedes Einzelnen ein.“

Landrat Michael Cyriax lobte die breite Beteiligung als ein gutes Zeichen des Miteinanders. 160 Nationen lebten im Main-Taunus-Kreis, fast die ganze Welt sei hier. Viele, die als Gäste hier lebten, hätten zu unserem Wohlstand beigetragen. Hunderten von Menschen dankte der Landrat für die Betreuung von Flüchtlingen. Er mahnte den Respekt untereinander und miteinander an: "Nicht alles, was man sagen darf, muss man auch sagen". Die Angriffe auf jüdische Einrichtungen seien eine Schande. "Wir haben im Main-Taunus-Kreis ein gutes Verhältnis zu allen muslimischen Glaubensgemeinschaften." Alle Religionsgemeinschaften lud er ein, den Dialog fortzusetzen, der hier auf dem Kellereiplatz begonnen habe.

"Die Würde des Menschen ist unantastbar." Nancy Feaser, Generalsekretärin der Hessen-SPD, sprach für alle Parteien im Main-Taunus-Kreis, deren Vertreter auch sichtbar hinter ihr standen. "Wir zeigen heute Haltung gegen die fremdenfeindlichen Regungen in unserem Land, um einer Spaltung in unserer Gesellschaft entgegen zu wirken." Flüchtlinge sollten sich im Main-Taunus-Kreis wohlfühlen und willkommen fühlen. "Wir stehen an der Seite derer, die haltlosen und dumpfen Angriffen ausgesetzt sind." Unterschiedliche Meinungen müssten in einem lebendigen Austausch stehen.

Moslems und Juden bekennen sich zu ihrer deutschen Heimat

„Der Main-Taunus-Kreis ist meine Heimat und die meiner Kinder“ bekannte Atila Karabörklü von der türkischen Gemeinde Hessen. Der muslimischer Theologe Selcuk Dogruer von der Türkisch-Islamischen Union verurteilte das Attentat von Paris aufs schärfste. "Es quält unser Gewissen, wenn Menschen im Namen Allahs morden." Niemand habe das Recht, im Namen Allahs zu handeln. Leider gäbe es Menschen, die den Islam als Friedensreligion verleugneten. Ihm schloss sich Jürgen Richter vom Jüdischen Landesverband in Hessen an. "Wir fühlen uns als integraler Bestandteil der freiheitlich-demokratischen Gesellschaft." Ihm und seinen Glaubensgeschwistern mache es Freude in einer bunten und freien Gesellschaft zu leben. Und er riet: "Das beste ist, man lernt sich kennen. Dann laufen die Menschen den Rattenfängern nicht mehr hinterher."

Download der Resolution

Was auch geschehen mag,
welcher Virus die Welt in Schrecken versetzt
oder welche selbstverschuldeten Emissionen unsere Schöpfung
und ihr Klima in die Knie zwingen,
welche Berge im übertragenen Sinne auch umfallen,
Gott hat versprochen „meine Gnade soll niemals von dir weichen
und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen.“

(Anke Leuthold zu Jesaja 54,10)

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