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Faire Kleidung

Opfer von Fabrik-Einsturz in Bangladesch fordern Entschädigung

JaruekChairak/istockphotoViele Näherinnen arbeiten unter schlechten Bedingungen

Vor bald einem Jahr hat eine Textilfabrik tausende Arbeiter unter sich begraben. Jetzt fordern die Überlenden Entschädigung.

Knapp ein Jahr nach dem Einsturz des Rana-Plaza-Fabrikhauses in Bangladesch haben Überlebende und Aktivisten westliche Modefirmen zu umfassenden Entschädigungszahlungen aufgefordert. „Wenn die Unternehmensvertreter sich als Menschen fühlen, dann müssen sie endlich Entschädigung zahlen - vor dem Jahrestag am 24. April“, sagte die überlebende Näherin Shila Begum während eines Besuchs in Frankfurt am Main. „Ich bin bereit, so lange zu kämpfen, bis alle Rana-Plaza-Opfer endlich entschädigt sind.“

Bei dem schwersten Fabrikunglück in der Textilindustrie kamen in der Hauptstadt Dhaka mehr als 1.130 Menschen ums Leben, mehr als 1.500 wurden zum Teil schwer verletzt. Den Überlebenden und den Familien der Toten fehle es an materieller und medizinischer Hilfe, sagte Begum, die bei dem Einsturz schwere Verletzungen am Arm und am Unterleib erlitt und seitdem arbeitsunfähig ist. „Ich brauche ärztliche Behandlung, und ich habe Träume für mein Kind“, sagte die 26-Jährige. Ohne Entschädigung könne sie sich und ihre zehnjährige Tochter nicht versorgen.

Vor allem 28 westliche Firmen, die Kleidung von den Rana-Plaza-Fabriken bezogen, seien zu substanziellen Beiträgen aufgefordert. Dazu zählen nach Angaben von Banse deutsche Unternehmen wie KiK, Adler Modemärkte, NKD, KANZ/Kids Fashion und Güldenpfennig. Aber auch auf dem hiesigen Markt sehr präsente Firmen wie Mango, Benetton, C&A oder Primark seien Kunden in einer der Fabriken des Rana-Plaza-Hochhauses gewesen.

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