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Kritik an Auflagen für Griechenland

Sonntagsschutz kennt keine Grenzen

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Die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Ulrike Scherf, hat Forderungen der EU zu erweiterten Ladenöffnungszeiten in Griechenland kritisiert.

 

Scherf sagte gestern in einem Gottesdienst in der Wormser Magnuskirche, dass die Fragen zur Behebung der Schuldenkrise rund um Griechenland zwar komplex seien und es keine einfachen Antworten gebe. Es habe sie aber „schockiert“, dass es unwidersprochen zum Forderungskatalog der Geldgeber gehört habe, „die Geschäfte in Griechenland nun sieben Tage die Woche zu öffnen“, um die Wirtschaft zu beleben.

 

 

EU höhlt Sonntag weiter aus

 

 

„Der Sonntag ist international ein besonderer Tag. Wenn in Deutschland der freie Sonntag Verfassungsrang hat und vom Grundgesetz ausdrücklich geschützt wird, dann sollten deutsche Politiker den Sonntag als Tag der Arbeitsruhe auch den Griechen nicht verwehren“, betonte Scherf. Sie erinnerte zudem daran, dass Europa auf gemeinsamen Werten basiere. Dazu gehöre auch der freie Sonntag. Angesichts eines „ausgehöhlten Sonntagsschutzes durch die EU“ müsse kritisch hinterfragt werden, ob für die Menschen in Griechenland nicht gelte, dass „Leib und Seele aufatmen müssen, um dann mit neuer Frische und Motivation in den Alltag zu gehen?“. Der Schutz des Sonntags dürfe keine Grenzen kennen.

 

 

Gemeinsame Auszeiten sind wichtig

 

 

Gemeinsame freie Zeiten sind nach Scherf „für den Zusammenhalt der Familie und Gesellschaft von zentraler Bedeutung“. Die Kirche sei hier gefragt, Stellung zu beziehen und sich in die Debatte einzubringen, so Scherf weiter. Dazu gehöre auch, „der Ökonomisierung des Lebens entgegenzutreten und für Freiräume einzutreten, etwa beim arbeitsfreien Sonntag“. Er sei für die Menschen wichtig, weil er „Leib und Seele gut tut, nicht nur, weil wir gemeinsam Gottesdienste wie heute feiern können“, erklärte sie.

 

Unser Glaube kann davon ausgehen,
dass Gott mit seiner ganzen Kraft
bei den Schwachen auf uns wartet.

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